Neue OZ: Kultur-Kommentar

Am Ort des Exils nicht vergessen

Das Haus, in dem sich Felix Nussbaum und Felka Platek vergeblich
vor ihren Verfolgern zu verbergen suchten, steht seit Jahren nicht
mehr. Umso wichtiger ist nun die Verlegung der beiden
"Stolpersteine", mit denen der letzte Wohnort auch dieser beiden
Opfer des Holocaust kenntlich gemacht wird. Wie die anderen
"Stolpersteine" sind nun auch die für Nussbaum und Platek kleine
Störstellen im Alltag. Sie markieren Schauplät

WAZ: Hauptsache Ferien. Kommentar von Jens Dirksen

Es hat in diesem Schuljahr übrigens auch schon
hitzefrei gegeben. Aber das ist für alle, die zur Schule gehen, eine
gefühlte Ewigkeit her. Die Strecke bis zu diesen Sommerferien hat
sich hingezogen wie ein Kaugummi an der Schiebe-Tafel, alle hasten
mit hängender Zunge ins Ziel – und der Sommer fühlt sich an, als wäre
er am Ende.

Aber es sind Große Ferien! Auch wer die Schule längst verlassen
hat, hört noch die Musik dieser Worte, die warm ve

Neue OZ: Kommentar zu Teenie-Zeit und Take That

Nicht auslachen!

So intensiv die Leidenschaften der Teenie-Zeit sind, so heftig
fällt später auch die Scham aus: über Modesünden, die mühsam dem
Taschengeld abgetrotzt waren. Über Frisuren, vor denen die Mutter zu
Recht warnte. Über den unberatenen Musikgeschmack, der im Falle von
Boygroups auch noch romantisch unterfüttert war.

Das alles gilt zu Recht als peinlich: Je mehr Moden man mitmacht,
umso kurioser wirkt das Absolutheitsgefühl be

WAZ: Bildung kostet. Kommentar von Jens Dirksen

Als Jürgen Rüttgers noch Ministerpräsident war, ließ
er allzu vollmundig ankündigen, man wolle jedem Kind im ganzen Land
ein Instrument zum Lernen anbieten. Das war gut für den Stimmenfang,
mittlerweile sind die Stimmen auch als Instrument willkommen – die
der Kinder. Das Projekt ist schon im Revier so teuer, dass es kaum zu
finanzieren ist; es auf alle Grundschüler zwischen Bonn und Bielefeld
auszuweiten, ist illusorisch, zumal es gar nicht genug Musikleh

Deutscher Radiopreis 2011: Berichterstattende Journalisten können sich ab sofort für die Gala online akkreditieren

Journalisten und Presse-Fotografen, die über die
Verleihung des Deutschen Radiopreises 2011 berichten wollen, können
sich ab sofort für die Gala am 8. September in Hamburg akkreditieren.
Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Online-Formular auf der Website:
www.deutscher-radiopreis.de/presse/akkreditierung Dort finden Sie
auch weiterführende Informationen zum Ablauf der Gala, zu den
Arbeitsbedingungen im Pressebereich und zum Akkreditierungsverfahren.
Akkreditierungen sind

Neue OZ: Kommentar zu USA / Borders / Insolvenz

Die Großen wanken

Deutsche Leser debattieren noch eifrig über den Kaufkultur-Kampf
zwischen den großen Ketten und den kleinen Buchgeschäften an der
Ecke: Hier das Traditionshaus, das über Jahre und Jahrzehnte seine
Kunden an sich gebunden hat, dort die mehrgeschossigen
Buch-Supermärkte mit integrierter Cafeteria, Sitzecke und
überbordender Geschenkartikel-Abteilung. Wird die Vielfalt der
Kleinen dem Rundum-Angebot der Großen standhalten k&ouml

WAZ: Spiegel unserer Sehnsucht. Kommentar von Jens Dirksen

Nichts glänzt wie Gold. Aber was wir darin sehen,
sind immer wir selber. Was sich als Magie des Goldes durch die
Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte zieht, ist der Spiegel unserer
Sehnsüchte und Sorgen.

Dabei ist Gold ja zu nichts nutze, selbst als Zahnersatz gibt es
bessere Materialien. Gold ist nur schön. Das Blut, das an ihm kleben
kann, sieht man ihm nicht an. Und weil es ein knappes Gut ist, war
Gold schon immer den Gesetzen des Marktes unterworfen. Wenn man dem

Neue OZ: Kommentar zu Hawass /Ägypten

Aufrechter Anwalt

In Berlin dürften die Korken knallen: Mit Sahi Hawass verliert ein
Mann seinen Job, der mit besonderem Nachdruck auf die Rückgabe der
weltberühmten Nofretete-Büste pochte. Die wiederum ist eines der
absoluten Zugpferde der Hauptstadt-Museen.

Solcherlei Freude kann allerdings zum Bumerang werden. Mag seine
Indiana-Jones-Attitüde auch traditionelle Vertreter seines Faches
verschreckt haben: Hawass kämpfte mit Leidenschaft für Erforsc

Neue OZ: Kommentar zu Bayreuther Festspiele

Dramatisches Echtzeittheater

Bis zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele ist noch eine gute
Woche Zeit. Doch der Vorhang hat sich schon jetzt geöffnet.
Schließlich sorgt die Familie Wagner seit jeher immer noch für die
spannendsten Aufführungen – mit Echtzeittheater voll wuchtig
gesetzter Spannungsentladungen.

Nike Wagner platziert in dieser Aufführungsgeschichte den jüngsten
Coup mit sicherem Timing – bei gleichzeitig durchsichtigsten Motiven.
Sie

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zur Frauen-Fußball-WM:

Hohe Einschaltquoten, sehr gut besuchte Stadien,
begeisterte Fans und am Ende ein würdiger Weltmeister – die
Frauenfußball-WM in Deutschland hat die Erwartungen weit übertroffen.
Kickende Damen als Schlagzeilen beherrschendes Massen-Event hatte es
hierzulande zuvor noch nicht gegeben. Wie nachhaltig der WM-Schub für
den bis dato wenig populären Frauenfußball wirkt, wird man erkennen,
wenn Turbine Potsdam in der Bundesliga den SC 07 Bad Neuenahr
empfängt: