Neue OZ: Kommentar zu Unwort des Jahres

Ein Unding

Erklärtes Ziel der Jury, die das "Unwort des Jahres" wählt, ist
es, auf Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam zu machen, und dadurch
das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung
zu fördern. Dabei möchte die Jury, so steht es jedenfalls in ihren
Statuten, den Blick auf Formulierungen lenken, die sich innerhalb
eines Jahres öffentlich etabliert haben, aber gegen sachliche
Angemessenheit oder Humanität ver

Schwäbische Zeitung: Zurück in die Versenkung – Kommentar

Es ist entschieden: "Opfer-Abo" ist das Unwort
des Jahres 2012. Aus Sicht von Jörg Kachelmann werde Frauen stets die
Opferrolle abgenommen. Diese Aussage ist unqualifiziert und
diskriminierend. Plötzlich ist Google voll mit Treffern zu diesem
Unwort, das am Dienstag kaum einer kannte. Das erzielt wohl nicht den
gewünschten Effekt. Die Jury entschied aufgrund der "inakzeptablen
Weise", wie der Moderator pauschal über Frauen urteilte. Die
Begründun

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar „Opfer-Abo“ wird Unwort des Jahres 2012 An die wirklichen Opfer denken RALF T. MISCHER

Niklas Luhmann hat einst gesagt, dass die Welt
komplex und kontingent sei. Vereinfacht bedeutet das, dass die Welt
ziemlich kompliziert ist. Bei Jörg Kachelmann ist das noch nicht
angekommen. Seine Welt scheint klar strukturiert: Männer sind stark,
Frauen sind Opfer – vor Gericht jedenfalls. Dort, so meint er, haben
sie immer einen Frauenbonus und werden als Opfer gesehen, auch wenn
sie Täter sind. Das hat Kachelmann in einem Interview mit dem
Nachrichtenmagazin Der Spiegel

Paris Express – Hin und zurück an einem Tag / „Fahr mal hin“ am 22. Januar 2013, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung
des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages am 22.1.1963
unternimmt die SWR-Sendung "Fahr mal hin" einen ungewöhnlichen
Abstecher nach Paris. Vor 50 Jahren war eine solche Reise nach Paris
etwas Besonderes. Heute fährt man dagegen mit dem
Hochgeschwindigkeitszug so schnell und unkompliziert wie noch nie in
die Metropole an der Seine. Und dennoch ist und bleibt die Stadt
etwas Besonderes, wie das SWR Fernsehen

Der ARD Radio Tatort 2013 Eine Vorschau auf das erste Krimi-Halbjahr

Auch 2013 produzieren die Hörspielredaktionen der
ARD den Krimikult für das Radio. Namhafte Autoren, Sprecher und
Schauspieler arbeiten zusammen, um neue spannende Fälle zu
entwickeln, die den Vergleich mit dem TV-Pendant nicht scheuen
müssen. Jeden Monat erscheint ein neuer ARD Radio Tatort, den die
Kulturradios Bayern 2, Kulturradio vom rbb, hr2 Kultur, MDR Figaro,
NDR Info, Nordwestradio, SR2 KulturRadio, SWR2, SWR4 und WDR5 im
Wechsel ausstrahlen. Im Januar senden

Rheinische Post: Landesmedienanstalt NRW kritisiert RTL

Der Direktor der Landesanstalt für Medien (LfM)
NRW, Jürgen Brautmeier, hat sich kritisch über das
RTL-"Dschungelcamp" geäußert. "Die Zurschaustellung des Models Fiona
Erdmann ist grenzwertig", sagte Brautmeier der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). Für junge
Menschen, die an Bulimie leiden, sei das eine Zumutung. Die
24-Jährige ehemalige "Topmodel"-Kandidatin hat sich in den
ver

Neue OZ: Kommentar zu Golden Globes

Amerika spricht über sich selbst

In "Lincoln" und "Django Unchained" opponieren ein weißer
Präsident und ein schwarzer Revolverheld gegen die Sklaverei. Ben
Afflecks "Argo" erzählt von einem CIA-Husarenstück im Teheran der
späten 70er. Kathryn Bigelows "Zero Dark Thirty" blendet von 9/11 zur
Folter des War against terror über. Und die Serie "Homeland"
verhandelt die Kriegsgefangenschaft eines Irak-K&aum

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur gesäuberten Sprache

»Es war Fastnacht im Dorf«, so liest man, und so
strömten die beiden Negerlein, die Menschenfresser, Eskimos und
Hottentotten zusammen. Eigentlich wollten sie gemeinsam Spaß haben,
aber zwei werden jetzt aussortiert: die beiden Negerlein müssen
gehen. Otfried Preußler hat sich diese niedliche Szene einfallen
lassen, im Kinderbuch »Die kleine Hexe«. Nun gibt es Leute, die
finden das nicht niedlich, die passen auf, dass wir nichts Falsches
sagen.

Allgemeine Zeitung Mainz: Werbefreies TV / Kommentar zur Schleichwerbung im ZDF

Die Vorwürfe gegen das ZDF und sein
Unterhaltungs-Flaggschiff "Wetten, dass…?" sind schnell sortiert.
Die Spekulationen des "Spiegel", der tragische Unfall Samuel Kochs
stehe ich einem Zusammenhang mit der Vermarktung von
Audi-Großkarossen, ist übelster Boulevard. Über einen Unfall, bei dem
sich ein Mensch eine Querschnittslähmung zugezogen hat, spekuliert
kein seriöses Medium in dieser Weise. Damit entwertet der "Spiegel"
sein