Von solchen Quoten können andere nur träumen:
Beim Finale saßen fast 8,8 Millionen Deutsche vor dem Fernseher! Aber
warum denn nur? Eigentlich war die siebte Staffel des Dschungelcamps
mega-langweilig. Superstar Helmut Berger blieb nicht lange, es gab
keine heiße Affäre und niemand zog sich eiskalt aus – zumindest nicht
im physischen Sinne. Dafür stand Seelen-Striptease auf dem Programm.
Wir erfuhren, dass Patrick Nuo pornosüchtig war, dass Alexa Curtis
Traumfabrik, Außenstelle Babelsberg: Nun richtet sich auch George
Clooney ein Büro in Potsdam ein. Hunderte von Statisten riskieren
kalte Füße, um in seinem Weltkriegsprojekt dabei zu sein. Gut so! Das
sind zugleich Hunderte Botschafter für den deutschen Film.
Seit Kulturstaatsminister Bernd Neumann die Filmförderung
reformiert hat, zieht es Jahr um Jahr internationale Ko-Produktionen
nach Brandenburg. Im Ausland schafft das Aufmer
Das Dschungelcamp war als Fernsehformat immer
besser als sein Ruf. Ausgerechnet auf dem Höhepunkt des Erfolges hat
es sich aber verbraucht.
Man stecke eine Gruppe Menschen auf engen Raum zusammen, was zu
Intrigen und Koalitionen, zu Freundschaft und Feindschaft, zu
Lästerei und Lachen führt. Woran das erinnert? Ganz genau: an den
Büro- und Arbeitsalltag im ganzen Land. Das Dschungelcamp treibt
diese Konstellation nur auf die Spitze, verschärft über Entbehr
Das skandalöse Urteil gegen die türkische Soziologin Pinar Selek
geht nicht in erster Linie auf das Konto der AKP-Regierung unter
Ministerpräsident Tayyip Erdogan: Denn die juristische Verfolgung der
Menschenrechtlerin hat bereits 1998 begonnen. Die kemalistisch,
nationalistisch geprägte Justiz in der Türkei machte systematisch
Jagd auf linke Intellektuelle.
Auch Erdogan war den Kemalisten schon damals ein Dorn im Auge. Sie
sahen durch
Um Gottes Willen, wo soll das alles nur enden?
So mögen in diesen Tagen Verantwortliche der katholischen Kirche
denken. Erst die Negativ-Schlagzeilen im Zusammenhang mit der
wissenschaftlichen Aufarbeitung von Missbrauchsfällen durch
Geistliche. Jetzt die Sinus-Studie, die der Kirche bescheinigt, dass
sich die Katholiken in ihrer Gesamtheit noch nie so weit von ihr
entfernt haben. Auch wenn die Zahl der Befragten klein ist, so stellt
die Kirche die Gültigkeit der Studie nic
Trash-TV ist salonfähig geworden. Das Phänomen
ist relativ unbekannt – zumindest in Deutschland. Psychologen,
Medienwissenschaftler und kulturpessimistische Journalisten reagieren
schockiert. Und warnen vor dem Untergang des Abendlandes. (…)
Kokolores. Die Kritik ist moralinsauer und dünkelhaft. Fernsehen ist
über weite Strecken: Trash. Müll. Das Dschungelcamp ist wider
Erwarten ein subtil-ironischer Kommentar auf die allgemeine
Fernsehverblödung, der man ab
Der Chef der Internationalen Filmfestspiele in
Berlin, Dieter Kosslick, will während der Berlinale für schwäbische
Traditionen werben. "Ich will, dass es ein bisschen durchdringt, dass
Schwaben nicht nur Häuser am Prenzlauer Berg besitzen", sagte der
gebürtige Pforzheimer der "Stuttgarter Zeitung" (Samstagausgabe).
Er sei erstaunt gewesen, dass die nach den Türken größte ethnische
Minderheit "derart eins gedätscht"
Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 ist auf der
Suche nach einem Nachfolger für den zu 1899 Hoffenheim abgewanderten
Mittelfeldspieler Eugen Polanski schnell fündig geworden: Der Verein
hat den dänischen Nationalspieler Niki Zimling vom belgischen
Erstligisten FC Brügge verpflichtet. Zimling hat am Freitag schon den
Medizincheck in Mainz hinter sich gebracht. Der 27-Jährige, der für
Dänemark bislang neun Länderspiele absolviert hat, spielte zuv
In Italien wird gewählt. Stand die drittgrößte
Volkswirtschaft Europas vor einem Jahr noch kurz vor dem Abgrund, hat
sich das Land unter der Regierung Monti kurzfristig stabilisiert, das
Misstrauen der Finanzwelt hat abgenommen. Doch viele Reformen stehen
noch aus, und das Land befindet sich weiter in der Rezession. Wie
erleben die Menschen die Krise? Wie trotzen Firmen dem
Abwärtsschwung? ZDF-Korrespondentin Antje Pieper berichtet für
PHOENIX aus Italien.
Intellektuellen-Hatz in Ungarn – Wie eine Akademie
über richtige und falsche Kunst entscheidet In Ungarn gibt es jetzt
eine Akademie, die entscheidet, was gute Kunst ist – und gute Kunst
im Ungarn dieser Tage ist nationalistische Kunst. Wer da nicht
reinpasst, wird geschasst. So muss der Direktor des Nationaltheaters
gehen, weil er schwul ist und seine Stücke der Akademie zu westlich
und zu liberal sind. Der Direktor des Nationalmuseums musste gehen,
weil seine Ausstellung "