Als das Media Art Festival sein Debüt feierte, entstanden die
Kritiken noch an der Schreibmaschine. Schon über die bloße Hardware
konnte Medienkunst damals den Avantgarde-Charakter unter Beweis
stellen. Das passte zur inhaltlichen Ausrichtung: Das Osnabrücker
Festival begriff sich als Teil der Gegenkultur – Videos und
interaktive Automaten waren das Mittel, die Meinung der Eliten zu
unterminieren.
Ein Mord wie in Emden ist schrecklich genug. Was
sich in diesem Zusammenhang nun an Pannen und Versäumnissen
offenbart, ist nicht minder bestürzend. Möglicherweise wäre der Mord
an der elfjährigen Lena zu verhindern gewesen, hätte es bei den
staatlichen Stellen klare Zuständigkeiten und unverzügliche
Ermittlungen gegeben.
Diese bittere Erkenntnis wird die Trauer und Wut der Familie und
Freunde des Opfers ins Unermessliche steigern. Die, die ermitt
"Was gesagt werden muss" titelt Günter Grass seinen Text, den er
als Gedicht verstanden wissen will. Das doch eigentlich sehr
prosaische Stück löst keine Debatte über moderne Lyrik aus, sondern
über die Gesinnung ihres Verfassers. Grass versteht einiges von
Marketing, spielt souverän die Klaviatur der Eigen-PR. Auf dass alle
Welt höre, was der Dichter des Nordens an zorngefärbten Mahnungen
Die seit Jahren gärenden Debatten um die Einführung
einer Pferdesteuer nehmen in NRW Gestalt an. Die Stadt Remscheid will
am 28. Juni landesweit erstmals über einen entsprechenden Vorschlag
der Verwaltung entscheiden. Das berichtet die "Neue Ruhr/Neue Rhein
Zeitung" (Essen, Donnerstagsausgabe). Veranschlagt sind demnach
jährlich 750 Euro pro Pferd.
Den Remscheider Vorstoß sehen Reiter und Verbände mit Sorge. Für
Hermann Bühler, Referent
Google ist böse: Diese Sicht ist weit verbreitet, bestimmte nach
dem furiosen Jubel früher Jahre doch zunehmend Kritik am Umgang mit
Daten die Wahrnehmung des Unternehmens. Indem die Kalifornier nun
Kultur einstellen, schlagen sie sich nicht automatisch auf die Seite
der Guten. Doch sie lenken den Blick darauf, dass das Web weit mehr
ist als ein Sammelbecken von Schurken, die Daten sammeln,
Kreditkartenkonten plündern und Kinderpornos tauschen
Der Mordfall Lena, diese Tragödie in der
norddeutschen Provinz, wird für die Ermittler immer mehr zu einer an
Peinlichkeit kaum zu überbietenden Kette von Fehlleistungen. Erst die
Verhaftung und quasi-öffentliche Präsentation eines unschuldigen
Jugendlichen. Und nun die bittere Befürchtung, dass das Mädchen
vielleicht noch leben könnte, wenn ein paar ostfriesische Polizisten
etwas schneller reagiert hätten.
Unruhige Kinder werden nicht richtig untersucht –
und trotzdem mit starken Medikamenten behandelt. Dies sagt eine
Studie der Uni Bochum. Man muss so etwas verurteilen – und doch ist
es so einfach nicht.
Denn die Krankheit ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom – ist nur
schwer zu erkennen. Man kann nicht einfach Blut abnehmen und weiß
Bescheid. Es sind viele psychologische Tests nötig. Das dauert. Aber
diese hyperaktiven Kinder, die außer sich geraten können, die sich
Man wagt es kaum auszusprechen: Hätte die Polizei
den Mord an der elfjährigen Lena aus Emden verhindern können? Es
klingt ungeheuerlich, aber offenbar hat Behördenschlamperei dazu
geführt, dass der 18-jährige Täter nicht schon vor Monaten aus dem
Verkehr gezogen wurde. Es wäre eine weitere, schreckliche Wendung in
einer Tragödie, in der die Polizei eine ganz schlechte Figur abgibt.
Zuerst vergaloppieren sich die Ermittler mit einem Verdä
Manfred Bründl erhält den je zur
Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom Südwestrundfunk (SWR)
gestifteten Jazzpreis 2012, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Der 1959
in Regensburg geborene Kontrabassist setzte sich gegen seine
gleichfalls nominierten Kollegen Daniel Erdmann (Saxophon), Georg
Graewe (Klavier), Niels Klein (Saxophon) und Günter Sommer
(Schlagzeug) mit knapper Mehrheit durch. Die Preisverleihung am 31.
Oktober 2012 im Kulturzentrum "Das Haus"