Väter und Mütter töten ihre Kinder, manche Männer
und Frauen setzen ihrem Leben anschließend selbst ein Ende. Die Zahl
der Familientragödien, sie ist furchtbar hoch in diesen Tagen, sie
schreckt auf, auch uns, die wir darüber berichten. Und sie mag den,
der für alles eine Erklärung finden will, zu der Frage verführen:
Warum ballen sich die tödlichen Dramen in diesem Sommer derart? Aber
wäre es nicht geschmacklos, über vermei
Das Bundesfinanzministerium hat mit dem Entwurf des
Jahressteuergesetztes 2013 eine Einführung von 19 Prozent
Umsatzsteuer für private Bildungseinrichtungen vorgesehen.
Leidtragende dieses Vorhabens wären in erster Linie Kultur- und
Bildungseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger in Deutschland,
die aufgrund dieser Besteuerung massive Streichungen von kulturellen
Angeboten hinnehmen müssten. Beispielsweise fallen private
Musikschulen, die von jedem zweiten
Der Pianist und Produzent Chilly Gonzales fordert
von Musikern mehr Einsatz in der Unterhaltung des Publikums. Dem
ZEITmagazin sagte er, er träume "davon, dass alle Künstler zugleich
auch Entertainer sind". Das sei jemand, "der es verstanden hat, dass
es auf die Kommunikation mit dem Publikum ankommt".
Das sei schon bei Beethoven so gewesen: "Seine Musik
funktionierte, weil er mit dem Publikum kommunizierte. Er hatte den
Leuten etwas zu sagen und war
Selbst als seine Film-Partnerin Evelyn Hamann starb, verpackte
Loriot seine Trauer in einen Witz. Keiner spielte würdevollere
Pointen aus als er. Und keiner veralberte hemmungsloser das
Lächerliche im Weihevollen.
Man kann die Bremer also nur bedauern. Wenn die Honoratioren der
Hansestadt und öffentlich-rechtliche Offizielle gemeinsam eines Toten
gedenken – dann muss am Ende genau die unfreiwillige Komik entstehen,
in der sich alle Helden Loriots ve
Achtung! Die TV-Sender casten wieder. Aber ein Ende ist in Sicht.
Seit mehr als zehn Jahren flimmern Castingshows über deutsche
Fernsehbildschirme. Das Publikum zeigt Ermüdungserscheinungen. Die
Einschaltquoten sinken von Staffel zu Staffel – selbst beim
Platzhirsch "Deutschland sucht den Superstar". Die "Stars"
verschwinden nach einem Hit wieder in der Versenkung – den letzten
"Popstars"-Bands gelang nicht einmal mehr das.
Die Entwickler des neuen Bluttests zur
Erkennung des Down-Syndroms preisen ihre Erfindung als medizinischen
Fortschritt. Schließlich sei die Methode schonender als die
risikoreiche Fruchtwasseruntersuchung, die bisher angewendet wurde.
Doch ist diese Erfindung auch ein gesellschaftlicher Schritt nach
vorne? Wohl kaum. Es gibt mit Sicherheit gute Gründe, die für eine
Abtreibung sprechen. Gleichzeitig ist es beklemmend zu sehen, dass
die technische Entwicklung das makabre Au
"Ich habe mich schon öfter mal am Telefon als meine Tochter
Suzanne von Borsody ausgegeben. Unsere Stimmen klingen gleich. Da hab
ich so manche Dinge erfahren, die sie mir so nicht erzählt hätte."
Das verrät die Grande Dame der deutschen Theaterbühne, Rosemar
Die Debatte um den Kulturinfarkt ist kaum verklungen – da legen
die deutschen Bühnen eine Bilanz vor, die zusätzlich zur
Beschwichtigung taugt. Der angeblich kränkelnde Patient blickt auf
eine durchaus vitale Spielzeit 2010/2011 zurück. Besucherzahlen,
Eigeneinnahmen – überall sind stabile, sogar leicht steigende Zahlen
zu bilanzieren. Selbst die Zahl der Beschäftigten mit Festvertrag ist
gleich geblieben – auch wenn das mitunter nur dank Ge
OVI war mein Zeichen", schluchzte es jahrzehntelang von
Autoaufklebern im heutigen nördlichen Landkreis Schwandorf. "SAD
musst– es weichen!" Als wäre der damalige Landkreis Oberviechtach von
einer Besatzertruppe aus Schwandorf eingenommen worden. Dabei
eliminierte Innenminister Bruno Merk 1972 mit seiner Gebietsreform
nur eine bayerische Kleinstaaterei, die längst zu teuer und
ineffektiv geworden war. Zimperlich gingen seine Beamten
Auf den ersten Blick besteht Rio de Janeiro nur aus
Cristo und Copacabana, aus Strand und Samba. Auf den zweiten Blick
sind es die Favelas, die ins Auge fallen. Die Armenviertel von Rio de
Janeiro sind nicht zu übersehen. An den Hängen über den Stränden und
in den Außenbezirken der Stadt wohnen Hundertausende Einwohner von
Rio de Janeiro in illegal gebauten, einfachen Siedlungen, die bisher
oft von Drogengangs beherrscht wurden.