Im Vorfeld der Verleihung des "Echo Klassik" hat der
Medienmanager Dieter Gorny die Grenzen des Marktes für klassische
Musik benannt. "Wir können sicher nicht mehr automatisch die
Neugierde wecken auf den neuen Mozart", sagte Gorny in einem
Interview mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagsausgabe)
und ergänzte: "Die Frage, wie viele wir aufnehmen können, haben wir
aber in jedem Kulturbetrieb." Dieter Gorny ist Erfinder der Popkomm
Andreas Altmann (63), Reiseschriftsteller, kritisiert
einen Mangel an Tugenden unter jungen Menschen. "Neugierde, Mut,
Verzicht. Das sind ganz ungeile Tugenden geworden. Lieber
Spielkonsole und Glotze. Lieber Wohlfühloase als innig und intensiv
leben", sagte er dem Magazin des "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Samstag-Ausgabe).
Altmann bemängelt, viele Menschen würden sich auf ihren Reisen zu
passiv verhalten. Zudem zeigten sie sich nicht offen genug gegen
Ein Chinese, aber kein Dissident bekommt den Nobelpreis für
Literatur. Der Ehrung von Mo Yan fehlt die behagliche Eindeutigkeit,
die wir im Umgang mit China gewohnt sind. Wo das Regime mit
Strafprozessen und Ausreiseverboten gegen Intellektuelle wie Ai
Weiwei, Liao Yiwu oder den Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo
vorgeht, sind die westlichen Sympathien leicht verteilt.
Mo verweigert sich dieser schnellen Einordnung: Zwar arrangiert er
sich mit dem Regime;
Nein, die Nobelpreis-Ehre war dem Bauernsohn und
späteren Befreiungsarmisten Mo Yan wahrlich nicht in die
Provinz-Wiege gelegt. Und dass er sich den Künstlernamen "Der
Sprachlose" gegeben hat, ist in der langen Geschichte dieser
weltbedeutendsten Literaturauszeichnung wohl auch einzigartig. In
seiner Erzählung "Der durchsichtige rote Rettich" schrieb Mo Yan
1986: "Die Sonne scheint heute besonders prächtig. Selbst in den
hintersten Winkeln des
Es hilft also, wenn der Finger in die offene
Wunde gelegt wird. Der ADAC kann es sich durchaus als Erfolg auf die
Fahnen schreiben, dass europaweit die Sicherheit der Autotunnel
deutlich besser geworden ist. Seit Jahren prangert der Club nach
entsprechenden Tests mangelhafte Ausstattung der Röhren an. Kritik
gab und gibt es vor allem wegen fehlender Flucht- und Rettungswege
und Nothaltebuchten sowie ausreichender Fahrbahnbeleuchtungen.
Natürlich können zusätzliche R&ou
Noch nie in der Geschichte des Sports ist die
Nutzung unerlaubter Möglichkeiten, Mittel und Methoden so akribisch
belegt worden wie in der mehr als 1000 Seiten starken Akte Armstrong.
Die von der US-Anti-Dopingbehörde veröffentlichten Papiere lassen
keine Zweifel zu: Der Mythos des unbezwingbaren Rad-Superstars Lance
Armstrong, der den Krebs besiegt und sieben Mal die Tour gewonnen
hatte, basierte nur auf Lug und Betrug. Schockierend sind die
Details, wie der Amerikaner get&
Dem diesjährigen Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan gratulieren wir
von Herzen zu seinem Glück. Die Verdienste des 57-Jährigen sind
gewiss bedeutend. Er ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller
Chinas und achtet als Mitglied der Kommunistischen Partei darauf,
dass seine literarischen Kunststücke keinen Argwohn bei den Mächtigen
erregen. Ernsthafte Kritik am Staate gilt in China als kriminell.
Intellektuelle im Reich der Mitte müssen
Mo, wer? Möglicherweise entspringt die
Frage europäischer Überheblichkeit – aber der gestern gekürte
Literaturnobelpreisträger Mo Yan ist nur Insidern des globalen
Literaturbetriebes ein Begriff. Ganz anders sieht die Sache in China
aus: Dort wurde die Auszeichnung für den 57-jährigen Autor mit großer
Freude aufgenommen. Und zwar von der offiziellen Politik und dem
staatlichen Schriftstellerverband. Dass er im Jahre 2009 bei der
Frankfurter Buchmes
Deutsche Designsammlung geht nach China: Das hört sich zunächst
nach einem bedauerlichen Kulturexport an. Die Nachricht besagt aber
vor allem, dass das Geld für Sammlungsankäufe schon lange nicht mehr
lockersitzt. Jeder Sammlung ihr eigenes Museum: Diese Erfolgsformel
ist längst an ihr Ende gekommen.
Selbst Metropolen greifen nicht mehr einfach zu, wenn private
Sammler mit Kollektionen locken, die aus öffentlichen Mitteln niemals
zu finanz
3000 Euro sind es geworden, ein eher
symbolischer Betrag. Die deutschen Gerichte blieben in dem Fall –
auch bei der Bestrafung der Beamten – stets an der untersten Grenze.
Weniger ging nicht, weil Prozesshansel Gäfgen sonst wieder den Gang
nach Straßburg hätte antreten können. Sollten die 3000 Euro dazu
beitragen, dass es nun reicht und dem wehleidigen Kindsmörder keine
weiteren Klagen mehr einfallen, dann ist das Geld gut angelegt.