Noch ein Lexikon-Klassiker, der sich im Internet-Zeitalter nicht
zurechtfindet? Die Kündigungen bei Duden verlocken zum vorschnellen
Urteil. Tatsächlich liegt die Ursache aber wohl weniger in der
Digitalisierung als in der Globalisierung.
Seit 2009 gehört das Bibliographische Institut und mit ihm die
Marke Duden zu Cornelsen – und damit laut "Buchreport"-Ranking zum
drittgrößten der deutschsprachigen Verlage. Als Bildungsanbiete
Im Fernsehen, im Radio und im Internet widmet sich
die ARD vom 17. bis 23. November 2012 bundesweit einem Thema, das
jeden betrifft und trotzdem tabubehaftet ist: Sterben und Tod. Die
ARD-Themenwoche unter dem Motto "Leben mit dem Tod" will dazu
beitragen, Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu
überwinden, dem Verdrängen entgegenzuwirken und einen
gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Die Federführung für diese
Themenwoche liegt beim Rundfunk Berl
Günter Grass darf nicht als Denkmal bewundert, er muss selbst wie
ein Roman gelesen werden. Denn der Autor, der wie kein zweiter
Schriftsteller seine Rolle als moralische Instanz entworfen hat,
verkörpert in Wirklichkeit, was er kritisiert, die Geschichte
Deutschlands mit ihren Defiziten und Möglichkeiten. Grass ist
ärgerlich in seinen Irrtümern, groß in seinen Geschichten. Er hat
gefehlt, als er sich allzu spät an seine Verga
Gefährlich? Natürlich! Wer im freien Fall aus 39
Kilometern Höhe in Richtung Erde stürzt, der geht nun einmal ein
nicht wegzudiskutierendes Risiko ein. Wahnwitzig? Eher nicht. Denn
Felix Baumgartner war sich der Gefahr sehr bewusst, hat sie aber
seiner Ansicht nach kalkulieren können. Der Österreicher hat in
seinem Leben hart für dieses Ziel trainiert, sich körperlich, mental
und auch technisch auf das Extremprojekt vorbereitet. Zudem wurde
nichts de
Was passiert, wenn ein Mensch die Schallmauer
durchbricht? Dank Felix Baumgartner wissen wir es. Es zieht nicht an
den Füßen und knallt nicht in den Ohren. "Du spürst es nicht", sagt
der glückliche Österreicher nach seinem verrückten Sprung. Felix
Baumgartner: ein paradoxer Ikarus, der nicht hoch hinaus wollte,
sondern tief hinunter; ein Bruder Wright der Krisenzeit, der den
Traum vom Stürzen träumte; ein Neil Armstrong im Rückwä
Ein Mensch fällt freiwillig aus rund 40 Kilometer
Höhe wie ein Stein zur Erde und macht seinen Sponsor um einige
Milliönchen reicher als die ganze Aktion gekostet hat. Und weil
wirklich jeder im Zeitalter von YouTube daran teilhaben kann, wird
der Sturzflug natürlich zum massenmultimedialen Event. So weit so
vorhersehbar. Wer Spaß daran hat, soll ihn haben. Und danach bitte
wie Felix Baumgartner wieder auf den (Erd-)Boden der Tatsachen
zurückkehren. Etwa, we
Verwirrend, was da momentan geschieht: Ein der autoritären
Regierung Chinas nicht wirklich fernstehender Schriftsteller erhält
den Literatur-Nobelpreis, ein scharfer Kritiker hingegen den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der eine Preis stärkt das
Selbstbewusstsein der Führung, der andere wird vermutlich als
Einmischung verbucht.
Liao Yiwus Rede führt vor Augen, auf welch tönernen Füßen die
pol
Warum will ein Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen,
warum begibt er sich freiwillig in 39 Kilometer Höhe? Gibt es nichts
Wichtigeres zu tun? Das mag so mancher angesichts des Rekordsprungs
von Felix Baumgartner denken. Die Antwort ist simpel und
faszinierend: weil es in unserer Natur liegt, schneller, höher und
weiter hinauszuwollen. Nur weil er sich nie mit dem Vorgegebenen
zufriedengab, sondern neugierig neue Lebensräume erob
Viel ist dieser Tage in den Hallen der Buchmesse über die nun
deutlich spürbaren Auswirkungen des digitalen Wandels in der Branche
auf den stationären Buchhandel diskutiert worden. Die Frankfurter
Buchmesse dagegen hat ihre eigene Zukunft mittelfristig abgesichert,
indem sie seit Jahren in fremden Gefilden wildert: Die Messeleitung
hatte einst geschickt zuerst im Filmbereich mit einer
Berlinale-Kooperation ihre Arme ausgestreckt.
E-Book, Facebook, Download – die Begriffe der neuen Bücherwelt
fliegen einem nur so um die Ohren. Dennoch, auf der Frankfurter
Buchmesse 2012 dominiert aller Unkenrufe für das Traditionsmedium und
der Jubelschreie über die ersten bescheidenen Verkaufserfolge der
digitalen Konkurrenten zum Trotz das gute alte Buch. Die Buchmesse in
Frankfurt – das ist zuallererst Masse, das ist 2012 aber auch eine
überwältigende Fülle an schön gemac