Dem diesjährigen Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan gratulieren wir
von Herzen zu seinem Glück. Die Verdienste des 57-Jährigen sind
gewiss bedeutend. Er ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller
Chinas und achtet als Mitglied der Kommunistischen Partei darauf,
dass seine literarischen Kunststücke keinen Argwohn bei den Mächtigen
erregen. Ernsthafte Kritik am Staate gilt in China als kriminell.
Intellektuelle im Reich der Mitte müssen
Mo, wer? Möglicherweise entspringt die
Frage europäischer Überheblichkeit – aber der gestern gekürte
Literaturnobelpreisträger Mo Yan ist nur Insidern des globalen
Literaturbetriebes ein Begriff. Ganz anders sieht die Sache in China
aus: Dort wurde die Auszeichnung für den 57-jährigen Autor mit großer
Freude aufgenommen. Und zwar von der offiziellen Politik und dem
staatlichen Schriftstellerverband. Dass er im Jahre 2009 bei der
Frankfurter Buchmes
Deutsche Designsammlung geht nach China: Das hört sich zunächst
nach einem bedauerlichen Kulturexport an. Die Nachricht besagt aber
vor allem, dass das Geld für Sammlungsankäufe schon lange nicht mehr
lockersitzt. Jeder Sammlung ihr eigenes Museum: Diese Erfolgsformel
ist längst an ihr Ende gekommen.
Selbst Metropolen greifen nicht mehr einfach zu, wenn private
Sammler mit Kollektionen locken, die aus öffentlichen Mitteln niemals
zu finanz
3000 Euro sind es geworden, ein eher
symbolischer Betrag. Die deutschen Gerichte blieben in dem Fall –
auch bei der Bestrafung der Beamten – stets an der untersten Grenze.
Weniger ging nicht, weil Prozesshansel Gäfgen sonst wieder den Gang
nach Straßburg hätte antreten können. Sollten die 3000 Euro dazu
beitragen, dass es nun reicht und dem wehleidigen Kindsmörder keine
weiteren Klagen mehr einfallen, dann ist das Geld gut angelegt.
In den zähen Verhandlungen über die
Arzthonorare ist eines deutlich geworden: Der Mediziner sind in einer
Vertrauenskrise, die sich nicht nur gegen die Krankenkassen, sondern
auch gegen die eigenen Kassenärztlichen Vereinigungen richtet. Unter
deren Ägide hat sich eine Kluft aufgetan. Auch nach Abzug der
Betriebskosten hat etwa ein Radiologe ein Vielfaches dessen in der
Tasche, was ein Hautarzt verdient. Darin liegt Zündstoff. Daneben
wird in der – teilweise von Ne
Vier Filmausschnitte zu Bau und Fall der Berliner
Mauer aus den Archiven des rbb sind nun Bestandteil des
"Gedächtnisses der Welt" (Memory of the World) genannten
Verzeichnisses der UNESCO. Es handelt sich um Material der
"Abendschau" mit Bildern von der Abriegelung der Sektorengrenze im
August 1961, von einem Paar, das im gleichen Jahr in der Bernauer
Straße mit seinen Habseligkeiten aus einem Wohnungsfenster springt
und von einem geglückten Fluchtvers
Neue E-Book-Lesegeräte und das lange Warten auf den Durchbruch des
E-Books auf dem deutschen Buchmarkt standen in den vergangenen Jahren
im Zentrum der Diskussionen auf der Frankfurter Buchmesse. Bei der
64. Branchenschau wird das zur Nebensache angesichts der Folgen des
inzwischen rasanten digitalen Wandels im Buchhandel. Nun geht es ans
Eingemachte: um die langfristige kulturelle Veränderung von
Kreativprozess, Kauf- und Leseverhalten.
Nach der Notlandung eines Airbus A 320 der Air
France wegen eines technischen Defektes auf dem Flughafen
Leipzig/Halle haben fünf der 100 Passagiere über Ohrenschmerzen
geklagt und sich auf eigenen Wunsch in einer Klinik untersuchen
lassen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche
Zeitung (Mittwochausgabe) unter Verweis auf eine Sprecherin der
französischen Fluggesellschaft. Ob die Ohrenschmerzen im Zusammenhang
mit einem etwaigen Druckabfall in der Kabine ste
Die freie Journalistin und WDR-Autorin Bettina Rühl
ist für ihre investigative journalistische Arbeit am 8. Oktober 2012
mit dem Leipziger Medienpreis der Medienstiftung der Sparkasse
Leipzig ausgezeichnet worden.
Bettina Rühl (Jahrgang 1956) ist seit 1988 freie Journalistin und
Feature-Autorin mit dem Schwerpunkt Afrika. Außer für den WDR ist
Rühl für weitere ARD-Radiosender und den Deutschlandfunk tätig. Sie
gehört auch zu den Autoren der
Der Fall Doris Heinze ist die Geschichte vom steilen Aufstieg und
tiefen Fall einer der mächtigsten Programmverantwortlichen in
Deutschland. Und es ist eines der traurigsten Kapitel, die das
öffentlich-rechtliche Fernsehen geschrieben hat. Erfreulicherweise
endet es mit einem angemessenen Urteil des Hamburger Landgerichts.
Die Wirtschaftsstrafkammer hat der gefallenen Filmkönigin des
Nordens den Aufenthalt im Gefängnis erspart, es hat aber auch mit