Mehr Unternehmen, weniger Beschäftigte: Deutsche Games-Branche erholt sich nur langsam

Mehr Unternehmen, weniger Beschäftigte: Deutsche Games-Branche erholt sich nur langsam

– Nach Rückgang im Vorjahr: Anzahl der Games-Unternehmen in Deutschland wächst wieder leicht
– Erneuter Rückgang bei der Anzahl der Beschäftigten
– „In der globalen Marktkonsolidierung steht Deutschland damit besser da als viele andere Länder, was gerade auch der erhöhten Games-Förderung und dem Gründungsstipendium Press Start zu verdanken ist.“
– Umfassender Relaunch von gamesmap.de

Die deutsche Games-Branche erholt sich nur langsam von den Auswirkungen der internationalen Konsolidierungswelle und dem Hin und Her bei der Games-Förderung vor 2025. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit die Anzahl der Games-Unternehmen und Beschäftigten rückläufig war, hat sich die Entwicklung in den vergangenen 12 Monaten nur zum Teil verbessert. So stieg die Anzahl der Unternehmen wieder leicht von 917 auf 956. Das entspricht einem Wachstum von 4 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigten ging allerdings erneut zurück. So arbeiteten bei Games-Entwicklern und -Publishern zuletzt 12.235 Menschen, was einem Minus von 3 Prozent entspricht. Insgesamt sichert die Games-Branche weiterhin über 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Dazu zählen neben den Bereichen Entwicklung und Publishing beispielsweise auch Fachkräfte in Bildungseinrichtungen, Medien und im öffentlichen Sektor oder Handel. Das gab heute game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis der Daten von gamesmap.de in Zusammenarbeit mit Goldmedia bekannt.

„Die Lage für die deutschen Games-Unternehmen bleibt herausfordernd: Das zeigt sich besonders an der Beschäftigtenzahl, die zum zweiten Mal in Folge sinkt“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game. „Mut macht dagegen die wieder steigende Anzahl von Unternehmen. In der globalen Marktkonsolidierung steht Deutschland damit besser da als viele andere Länder, was gerade auch der erhöhten Games-Förderung und dem Gründungsstipendium Press Start zu verdanken ist. Mit diesen Maßnahmen und der angekündigten Umsetzung einer steuerlichen Games-Förderung setzt die Bundesregierung wichtige Wachstumsimpulse und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit für den wichtigen Zukunftsfaktor Games.“

Bei den Unternehmen wächst vor allem die Zahl der reinen Entwicklerstudios: Sie steigt um 6 Prozent auf 474 Unternehmen. Die Zahl der Unternehmen, die sowohl entwickeln als auch publishen, legt um 3 Prozent auf 427 zu. Die Zahl der reinen Publisher wächst um 2 Prozent auf 55 Unternehmen. Diese Zunahme bedeutet eine Trendumkehr: Nach der Einführung der bundesweiten Games-Förderung 2020 kam es zunächst zu einer Gründungswelle: Innerhalb von vier Jahren stieg die Anzahl der Games-Unternehmen um über 50 Prozent. Die Dynamik nahm kontinuierlich ab, bis es 2025 sogar zu einem Rückgang von 4 Prozent kam. Dieser Trend kehrt sich nun wieder um, was trotz der globalen Konsolidierung durch verlässlichere Förderbedingungen unter der neuen Bundesregierung und das erstmals durchgeführte „Press Start“-Gründungsstipendium der Bundesregierung erreicht werden konnte. Unterstützt durch das Stipendien- und Ausbildungsprogramm hatten sich 75 Games-Studios in Deutschland neu gegründet.

Relaunch von gamesmap.de

gamesmap.de ist das Online-Verzeichnis der deutschen Games-Branche, das alle Marktakteure erfasst. Sowohl das User Interface als auch die dahinter liegende Datenbank wurden von Grund auf von Goldmedia im Auftrag des game neu aufgesetzt. Auf der Deutschlandkarte finden sich etwa 1.800 Einträge, darunter Entwickler und Publisher sowie Unternehmen aus Bereichen wie Medien, technische und wirtschaftliche Dienstleistungen sowie Bildungseinrichtungen mit Games-Bezug. Damit lassen sich nicht nur umfangreiche Auswertungen über die deutsche Games-Branche durchführen, auch kann ganz gezielt nach einzelnen Unternehmen gesucht werden. Die Datenbank wird kontinuierlich gepflegt, um die deutsche Games-Branche bestmöglich abzubilden. So wird jeder einzelne Datensatz, der Unternehmen des Kernmarktes betrifft, mindestens einmal jährlich aktualisiert. Auch haben die Unternehmen selbst die Möglichkeit, ihre Angaben zu aktualisieren und zu ergänzen. Dadurch ergibt sich eine einmalige Datenqualität zur Games-Branche in Deutschland.

Die gamesmap ist die Grundlage für zahlreiche statistische Auswertungen zur deutschen Games-Branche. Sie bildet unter anderem die Basis für die Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt wurde. Die gamesmap ist ein Angebot des game – Verband der deutschen Games-Branche in Zusammenarbeit mit Goldmedia.

Über die Marktdaten

Die Daten basieren auf einer Erhebung von Goldmedia auf Basis der Einträge auf gamesmap.de im Auftrag des game – Verband der deutschen Games-Branche mit dem Stichtag 31.03.2026.

Bitte beachten Sie: Durch die Erstellung der Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“, die im Januar 2026 gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium veröffentlicht wurde, konnte die Datenbank der gamesmap erweitert werden. Diese verbesserten Daten fließen in die aktuellen Zahlen zu Unternehmen und Beschäftigten ein. In der Folge wurden zum Zwecke der Vergleichbarkeit die Daten für 2025 durch Goldmedia rückwirkend angepasst. Dies ist der Grund, warum die im vergangenen Jahr kommunizierten Werte nicht mit den aktuell kommunizierten übereinstimmen.

game – Verband der deutschen Games-Branche

Wir sind der Verband der deutschen Games-Branche. Unsere Mitglieder bilden das gesamte Games-Ökosystem ab, von Entwicklungs-Studios und Publishern bis hin zu E-Sport-Veranstaltern, Bildungseinrichtungen oder Institutionen. Als Mitveranstalter der gamescom verantworten wir das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. Wir sind Gesellschafter der USK, der Stiftung Digitale Spielekultur, der esports player foundation, der game events und der Verwertungsgesellschaft VHG sowie Träger des Deutschen Computerspielpreises. Als zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft beantworten wir alle Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Gemeinsam machen wir Deutschland zum Herzen der Games-Welt. Wir bereichern mit Games das Leben aller Menschen.

Pressekontakt:

Martin Puppe
game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.
Friedrichstraße 165
10117 Berlin
Tel.: 030 2408779-20
E-Mail: martin.puppe@game.de
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