Abgesang: Heute moderiert Thomas Gottschalk zum
regulär letzten Mal "Wetten, das…?" Nach einem letzten
Mallorca-Ausflug im Sommer ist dann Schluss mit Samstag-Abend-Lustig.
Das bedeutet dann das Ende einer großen deutschen Fernseh-Karriere.
Es bedeutet nicht das Ende der großen Samstagabend-Show. RTL oder
ProSieben können dieses Feld jederzeit quotenköniglich mit "DSDS"
oder "Next Top Model" besetzen. Nur die Öffentlich-Rechtli
Es war eine unbedeutende Veranstaltung. Ein
Thronfolger in der doppelten Warteschleife hat geheiratet. Belanglos
angesichts drängender Probleme in Europa und drängenderen noch in
Japan und oder der sogenannten Dritten Welt.
Die Wertigkeit, die das Londoner Ereignis in den Medien erhielt,
ist natürlich rein rational skandalös. Das ganze Gewese um den
Hochadel ein Relikt aus feudalen Herrschaftszeiten. Vorgestrig. Aber
es war ein schöner Schein.
Hebelt die Hamburger Kultursenatorin eine restriktive
Zuzugspolitik aus? Ein bisschen. Nicht das monatliche Einkommen zählt
für Barbara Kisseler, sondern das kreative Potenzial der Neubürger.
Denn sie weiß: Ohne kulturelle Vielfalt wird Hamburg abgehängt von
Städten, die sich zu Kulturmetropolen internationalen Zuschnitts
mausern. Berlin lockt nicht nur durch günstige Mieten, sondern auch
durch seine Quirligkeit.
Der Kuss auf dem Balkon – sympathisch unbeholfen.
Dann noch einer, spontan. Höhepunkt der stilvollendeten und
tatsächlich in gewisser Weise bescheidenen Hochzeit von Kate und
Prinz William. Die Schleppe der Braut, so kurz, dass sie nicht einmal
die kleine Treppe zum Altar herunterreicht. Überhaupt ist das Kleid
zart und zurückgenommen, genauso wie der Brautstrauß. Der Ehering?
Ein schmales Band, mehr nicht. Dianas Schleppe im Jahr 1981 war
dreimal so lang, prunken
Die Monarchie abschaffen? Königin Elizabeth II.
aufs Altenteil nach Schottland schicken? Charles und Camilla in die
Karibik verbannen? Den Rest der Royals zu ehrlicher Arbeit
verpflichten? Alles kein Thema mehr in England! Nach Jahren auf der
Kippe steht die Monarchie wieder auf sicheren Füßen. Es ist ja auch
ein bisschen wie im Märchen: Der künftige König von England heiratet
in einer perfekten Inszenierung eine Bürgerliche. Eine resolute junge
Frau, ke
Beim Küssen kann der Bräutigam hoffentlich noch
zulegen. Aber abgesehen von allzu spitzen Lippen auf dem Balkon des
Buckingham Palastes hat die pompöse Hochzeitsshow von Kate und
William all das geboten, was man sich von royaler Folklore made in
Britain verspricht – und mehr ist es ja nicht. Mit Kutschen, Chören
und Karossen, gekrönten Häuptern im Dutzend und Hüten, in denen auch
Blumen ihre Freude gehabt hätten. Das britische Empire läuft bei