Neue OZ: Kommentar zu Hamburg Zuzugspolitik





Bunte Republik

Hebelt die Hamburger Kultursenatorin eine restriktive
Zuzugspolitik aus? Ein bisschen. Nicht das monatliche Einkommen zählt
für Barbara Kisseler, sondern das kreative Potenzial der Neubürger.
Denn sie weiß: Ohne kulturelle Vielfalt wird Hamburg abgehängt von
Städten, die sich zu Kulturmetropolen internationalen Zuschnitts
mausern. Berlin lockt nicht nur durch günstige Mieten, sondern auch
durch seine Quirligkeit.

Kisseler setzt damit ihren Korrekturkurs fort. Erweckte Hamburg in
der Vergangenheit den Eindruck, seine Kulturszene bestehe nur noch
aus der Elbphilharmonie, kümmert sich die neue Senatorin verstärkt um
die freie Szene – wohl wissend, dass die hoch subventionierten
Flaggschiffe wichtig, aber eben nur ein Teil der Kulturszene sind.
Nach dem Symphoniekonzert in den Live-Club, das ist längst nicht mehr
die Ausnahme, sondern die Regel.

Diese freie Szene aber lebt eben von ihrer Buntheit, von ihrer
Internationalität. Nun verdient aber ein freischaffender Künstler in
der Regel keine 66 000 Euro im Jahr. Hamburg entwickelt deshalb ein
Modell für die Szene – und unsere künftige Gesellschaft. Die wird
nämlich deutlich internationaler sein, als sie es heute ist.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 29. Apr 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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