Es war Mark Twains Letzter Wille: Erst 100 Jahre nach seinem Tod
sollte seine Autobiografie veröffentlicht werden. Nun ist es bald so
weit: Seine Memoiren, die die ganze Zeit über sicher in einem Tresor
verschlossen lagerten, werden ab November nach und nach
veröffentlicht. 100 Jahre geschützte Privatsphäre scheinen damit
beendet. Das Interesse, jemand anderen als den Gentleman, für den man
ihn bisher gehalten hatte, in den Aufzeichnungen
Billigfernsehen funktioniert in Einzelfällen.
»Bauer sucht Frau« ist günstig in der Herstellung und beschert RTL
eine hohe Einschaltquote. Wenn aber alle Privatsender, und zum Teil
auch ARD und ZDF, auf Dokusoaps setzen, entsteht Einheitsbrei, der
dem Zuschauer nicht mehr schmeckt. Er ist übersättigt. Diese
Erfahrung droht der ARD 2011 auf anderem Gebiet. Nach der
Verpflichtung von Günther Jauch soll es jeden Tag eine Talksendung
geben. Die lassen sich
Tausende werden die Straßen in Stockholm säumen, um
einen Blick auf das Brautpaar zu werfen, Millionen werden die
Hochzeit im Fernseher verfolgen. Warum bloß? Eigentlich gibt es doch
kaum etwas, das so unzeitgemäß ist wie eine Monarchie. Doch was
politisch stimmen mag, muss nicht zwangsläufig auch emotional richtig
sein. Der Traum von Glanz und Gloria, von Reichtum und Schönheit, wir
träumen ihn gern. "Stellvertretend für uns alle", s
"Tatort"-Erfinder Gunther Witte freut sich immer
noch auf jeden Folge seiner Krimi-Reihe, die im Herbst ihr
40-jähriges Jubiläum feiert. Zuhause gucke er die Episoden "auf jeden
Fall", sagte der ehemalige Filmchef des WDR, der im September 75
Jahre alt wird, im Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe
(Samstagausgabe). Er liebe "alle mit Prahl und Liefers". Der
Wahl-Berliner fügte hinzu: "Selbst wenn einer ihrer Fälle mal do
Als Piraten das Schiff –Faina– im September 2008 vor
Somalia kapern, gelangt eine brisante Fracht in ihre Hände: 33
ukrainische Panzer, tonnenweise Kalaschnikows und Munition, Raketen
und Luftabwehrwaffen sind an Bord. Mit der Berichterstattung über die
Entführung erfährt die Weltöffentlichkeit von der tödlichen Ladung.
Nach dem Ende der Geiselnahme begann der Autor Rainer Kahrs mit
seinen Recherchen über die –Faina– für "das ARD radiofea
Auch die zweite Jahreshälfte 2010 verspricht eine
Fülle von Höhepunkten im Kunstgeschehen. Der Juli-Ausgabe des
Kunstmagazins art liegt die große Halbjahresvorschau "art kompakt"
als Booklet bei, mit einer ausführlichen Ausstellungsvorschau für die
"neue Kunstsaison" von Juli bis Dezember. Sie dient als
Orientierungshilfe und bietet die Möglichkeit, Ausstellungsbesuche
und Kunstreisen rechtzeitig zu planen. Auf 34 Seiten liefert art
s
Der Kyoto-Preis, neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten
Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in
Kultur und Wissenschaft, geht in diesem Jahr an den Künstler William
Kentridge, an den Mathematiker Dr. László Lovász sowie an Dr. Shinya
Yamanaka, Arzt und Stammzellenforscher. Die mit jeweils 50 Millionen
Yen (rund 450.000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die
Inamori-Stiftung vergeben, die 1984
Gelegentlich muss sich auch die Avantgarde mal wieder ihrer
Wurzeln versichern. Deshalb kehrt die bildende Kunst zum Tafelbild
zurück, deshalb stellt das Festival in Donaueschingen das
Streichquartett ins Zentrum: jene komplexeste aller musikalischen
Gattungen, die jede Schwäche gnadenlos entlarvt.
Damit setzt sich beim wichtigsten Neue-Musik-Festival der Welt der
Trend fort, die traditionellen Klangkörper unter dem Aspekt des
Zeitgenössischen
Vom 20. Juni bis 14. November 2010 zeigt
das Heimatmuseum in Keitum die schönsten Sylt-Bilder des Worpsweder
Malerpaars Fritz und Hermine Overbeck. Die Ausstellung wird am 19.
Juni im Rahmen der Kunstnacht im Garten des Sylter Heimatmuseums
eröffnet.
Das Tosen der blauen Brandung, das Rote Kliff in der Morgensonne
oder die weißen Friesenhäuser in List – dies sind nur einige
Eindrücke, die Fritz und Hermine Overbeck auf ihren Sylt-Bildern
eingefangen haben. Ihr
Der Südwestrundfunk (SWR) zeigt von Juni bis
August 2010 insgesamt sechs Dokumentarfilme im Ersten, jeweils
dienstags um 22.45 Uhr. Der SWR stellt damit den größten Anteil der
diesjährigen Dokumentarfilm-Sommerstaffel im Ersten.
Redaktionsleiterin Martina Zöllner: "Exklusiver Zugang,
gesellschaftliche und politische Relevanz und natürlich eine
besonders spannende Geschichte – das sind unsere Kriterien für den
SWR-Dokumentarfilm im Ersten."