Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Oper

Bayreuther Tradition

Frank Castorf fügt sich irgendwie ins Bayreuther Konzept:
Christoph Schlingensief tobte sich auf seiner Volksbühne aus,
Sebastian Baumgarten, Regisseur der diesjährigen Neuproduktion des
"Tannhäuser", ebenfalls. Beide wurden noch vom Festspiel-Patriarchen
Wolfgang verpflichtet. Jetzt lassen die Töchter den künstlerischen
Ziehvater der beiden zum Zug kommen.

Immerhin wird es mit ihm kaum Differenzen um 3-D-Filmrechte geben,

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Tod von Amy Winehouse

Die Anfangszeile ihres Songs "Rehab" sagte
alles: "They tried to make me go to rehab, I said –No, no, no–" – Sie
wollten mich in die Reha schicken, ich sagte nein, nein, nein. Das
jüdische Mädchen aus dem Norden Londons, das Ausnahmetalent, das sich
mit nur zwei Alben in die moderne Popgeschichte einschrieb, verlor
ihren Kampf mit Drogen und Alkohol. "Rehab" war einer der vielen
erfolgreichen Songs ihres zweiten Albums "Back to Black", das

Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien / Winehouse / Tod

Der öffentliche Zerfall

Über der 27 liegt offenbar ein Fluch: Jimi Hendrix starb mit 27
Jahren, Janis Joplin im selben Alter, und nun auch noch Amy
Winehouse. Drei kometenhafte Aufstiege, drei entsetzliche Abstürze.
Mag es auch furchtbar klingen: Der Tod der Britin wird trotz ihres
geringen Alters niemanden ernsthaft überrascht haben. Zu vorhersehbar
war ihr Sturz in den Abgrund, zu öffentlich der Zerfall dieser
modernen Ikone, deren Hang zur Selbstzerstöru

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zum Tod von Amy Winehouse

Amy Winehouse täuschte unbändige Stärke vor. Dabei
war diese exzentrische Sängerin mit der so kraft- und seelenvollen
Heiserstimme sichtbar verletzlich – so wie einst die Piaf oder Janis
Joplin. Jetzt ist die Soul-Diva tot – und Chronisten ordnen sie
eilends ein in den "Club der 27", jener Musikheroen von Brian Jones
bis Curt Cobain, die an ihren eigenen Ansprüchen, denen des
unerbittlichen Showgeschäfts oder der unersättlichen Öffentlichke

Neue OZ: Kommentar zu Festspiele auf dem Berliner Wannsee

Berechtigtes Veto

Wer Bregenzer Festspiele auf dem Berliner Wannsee ausprobieren
will, muss sich warm anziehen – in vieler Hinsicht. Naturschützer
werden nicht gleich zu Mozart-Freunden, auch wenn die herzerfrischend
urige Katharina Thalbach das Regiezepter schwingt. Das
"Zauberflöten"-Event auf der Halbinsel Hermannswerder haben sie
jedenfalls konsequent verhindert. Aber im Fall des neuen Spielortes
Wannsee geht es gar nicht in erster Linie um den Wasserschutz,
son

WAZ: Verbieten, bitte sofort. Kommentar von Angelika Wölke

Respekt- und vor allem skrupellos Menschen
vorzuführen, diesen Vorwurf muss sich Vera Int-Veen seit dem Beginn
ihrer TV-Karriera 1996 mit "Vera am Mittag" gefallen lassen. Wie sie
sich jetzt in ihrer als Dokumentation getarnten Trash-Reihe
"Mietprellern auf der Spur" als geifernde Sensationsreporterin
gebärdet, erfüllt sogar Straftatbestände. Gleich mehrere.

Nur zum Verständnis: Es geht nicht darum, Mietpreller, die
womöglich andere Men

WAZ: Das Recht auf die Wahrheit. Leitartikel von Frank Preuß

Die Bilder der Katastrophe, sie sind nicht
verblasst. Jetzt, wo sich die Tragödie um die Loveparade zum ersten
Mal jährt und mit einer Gedenkfeier an die Opfer erinnert wird, zeigt
sich, wie tief sich die Bilder in unsere Erinnerung gegraben haben.

Schreckliche Bilder von jungen Menschen, die sich nur amüsieren
wollten und plötzlich um ihr Leben kämpfen müssen. Ein Kampf, den 21
von ihnen verlieren. Wenn uns, die wir nicht selbst dabei waren,
diese Bilder s

NRZ: NRW-Landesregierung schickt eigenes Filmteam zur Loveparade-Gedenkfeier.

Nach der Entscheidung des Westdeutschen Rundfunks,
die Loveparade-Gedenkfeier in der Duisburger MSV-Arena am Sonntag
nicht live im WDR-Fernsehprogramm zu zeigen, kündigte die
Landesregierung gestern überraschend an: "Wir übertragen live von
14.45 Uhr bis 16.45 Uhr." Der WDR ist zwar mit Kameras vor Ort, will
aber erst ab 19.10 Uhr Ausschnitte in der Sendung "Aktuelle Stunde"
zeigen. Nun springt die NRW-Staatskanzlei in die Bresche: "Wir haben
ein ei

Das Erste: „ttt – titel thesen temperamente“ am 24. Juli 2011

"ttt" kommt am Sonntag, 24. Juli, um 23.30 Uhr vom
Westdeutschen Rundfunk und hat folgende Themen:

Medien und Macht
Zum Verhältnis von Presse und Politik in Deutschland

"Verlorene Ehre"
Warum musste Hatun Sürücü sterben?

Green und Peace
40 Jahre Kampf für eine bessere Welt

Perfekte Schönheit mit politischer Botschaft
Der Künstler Isaac Julien als Ästhet und Aktivist

Vergessene Opfer
Gervasio Sánchez– Fotos von Trauer und

Mittelbayerische Zeitung: Zum Ende der Atlantis-Ära: Servus, Atlantis

Schade, schade. Gestern wurde mit der Raumfähre
"Atlantis" die grandioseste aller Flugmaschinen ausgemustert. Die
technischen Fähigkeiten der Space Shuttles sind legendär: Ihre 18
Meter lange Nutzlastbucht konnte Objekte bis zum märchenhaften
Gewicht von 24,5 Tonnen plus sieben Astronauten befördern. Ihr
Nachteil: Die Raumfähren waren viel zu kompliziert und teuer. Die
einst kalkulierten Kosten von 10,5 Millionen Dollar pro Start haben
sich bald verf