1635 kenterten vor der Küste der karibischen Insel
St. Vincent zwei Sklavenschiffe im Sturm. Einige Dutzend der
Afrikaner, die von Nigeria aus verschleppt worden waren, konnten sich
an Land retten – und damit begann eine wenig bekannte und um so
faszinierendere Geschichte. Die ehemaligen Sklaven vermischten sich
mit den Ureinwohnern der Insel, den Kariben, und so entstanden die
"Garifuna".
Über ein Jahrhundert lang lebten sie als freie Menschen auf ihrer
Insel, umge
Kunstfälscher geben gute Helden ab. Nicht im
Sinne von redlich und moralisch gut, aber im Sinne von beeindruckend
und unterhaltsam, gewitzt und wief, auch wegen ihrer handwerklichen
Meisterschaft. Wolfgang Beltracchi ist hierfür ein herrliches
Beispiel. Auch wenn sich der Richter erleichtert den Schweiß von der
Stirn wischen kann, weil er das Urteil dank der Geständnisse nach
sehr viel weniger Prozesstagen fällen konnte – und ohne fast 170
Zeugen hören zu m&
Nichts gegen eine Justiz, die zügig arbeitet. Der Prozess gegen
Wolfgang Beltracchi und seine Fälscherfreunde hätte hingegen gern
noch etwas länger dauern dürfen. Dabei steht nicht einmal der Wunsch
im Vordergrund, dem begnadeten Selbstdarsteller Beltracchi noch
ausführlicher dabei zusehen zu dürfen, wie er sein Leben zwischen
Prunk und Pleite, Kunst und Klamotte weiter ausbreitet. Das kommt
ohnehin früh genug. Wetten, d
Ja, das Ruhrgebiet kann stolz sein auf seine
Geschichte. Aber das ist noch lange kein Grund, die zwei Jahrhunderte
von Kohle und Stahl, die gerade ihrem Ende entgegengehen, in
Kunstharz zu gießen. Genau das jedoch würde geschehen, wenn die
Region oder ganze Flächenzüge den Stempel des Unesco-Welterbes
erhielten, wie das jetzt einige Denkmalpfleger planen. Als gäbe es
keine Zukunft mehr für das Land zwischen Emscher und Ruhr!
"Herzog." Regie-Star Werner Herzog (69) stellt
sich tz-Kolumnistin Ulrike Schmidt höflich vor. Das ist selten
geworden in einer supermedialen Zeit, wo der Mensch im Begriff Star
verloren scheint. Lange schon lebt der gebürtige Münchner in Los
Angeles, und nur ein Bruchteil seiner regen Filmarbeit schafft es in
die alte Heimat, wie "Die Höhle der vergessenen Träume", die am
Donnerstag bei uns im Kino anläuft. Es ist eine 3D-Reise zu den
&au
Er sei "streng, leistungsbetont" erzogen worden,
sagte der Schauspieler Christian Berkel, 53, dem ZEITmagazin. "Aber
es gab einen Bereich, da herrschte die totale Freiheit: Alles, was
mit Kultur zusammenhing, war jederzeit erlaubt", so Berkel. Das
Schauspielen sei seine Rettung gewesen. "Ich wollte unbedingt ein
anderer sein. Die Schule, die Welt der Erwachsenen, das wirkte so eng
und fantasielos. Was die meisten –Leben– nannten, war mir ein Buch
mit sieben Siege
Von bekannten Herzspezialisten empfohlen! Mit diesem Slogan
bewirbt Bastei Lübbe seine Heftreihen mit Arztromanen. Kardiologen
sind sicher nicht das Verkehrteste. Pulsrasen dürften die
Eichborn-Mitarbeiter beim Übernahmeangebot durch den
Unterhaltungsverlag tatsächlich bekommen. Aus vielen Gründen: Der
Deal gibt den Verlagsangestellten unerwartete Hoffnung, ihren
Arbeitsplatz zu behalten, für den sie dann womöglich nicht nach
B
Eine S-Bahn ohne Toilette? Das ist, Verzeihung, ein
unhaltbarer Zustand. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat sicherlich
kein Geld zu verschenken, aber bei einer Zugbestellung auf dieses
Minimum an Service zu verzichten, ist selbst auf Kurzstrecken
kundenfeindlich. Gerade mit Blick auf die vielen älteren Nutzer. Dass
die Verantwortlichen das mittlerweile eingesehen haben und bei
künftigen S-Bahnen ändern wollen, ist ein schmaler Trost: Noch rollen
die klofreien Züge durchs
Als "Sensation" feiern die Archäologen den Fund des Römerlagers in
Olfen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass viele Funde nur
dem Engagement ehrenamtlicher Helfer zu verdanken sind, so auch in
diesem Fall. Die ehrlichen Finder kommen bei der Verkündung aller
"Sensationsfunde" nämlich oft zu kurz.
Zwar sind an der Lippe keine Goldfunde wie in Diepholz zu
erwarten. Aber das heißt nicht, dass das Lager f&uum
Das Kino entdeckt die Künstler, und vollzieht damit doch nur einen
Trend nach, der schon seit Jahren läuft. Künstler sind Stars, die
auch außerhalb des Kunstbetriebes nicht nur interessieren, sondern
Menschen auch bewegen und infizieren. Mitten in der funktional
ausdifferenzierten Gesellschaft tritt mit der Künstlerfigur das
Individuum neu auf den Plan, das sich in der Lage zeigt, die Welt
überraschend neu zu int