Der von Verteidigungsminister Thomas de
Maizière nun verkündete Dresdner Erlass war längst überfällig, und es
ist zu hoffen, dass er den bürokratischen Albtraum, der die Truppe
seit Jahren lähmt, auch wirklich beendet. Die außerordentliche
Stärkung des Generalinspekteurs ist dabei ein richtiger Schritt. Denn
oft genug waren es die Inspekteure der Teilstreitkräfte mit ihren
Stäben, die wichtige Entscheidungen oft verzögerten, wenn
Köln. Der Münsteraner Kirchenrechts-Professor Thomas
Schüller sieht im Streit zwischen der Stadt Königswinter und dem
Erzbistum Köln über die Entlassung einer Kindergarten-Leiterin ein
"einmaliges Politikum". Zum ersten Mal "schlägt der Staat zurück",
sagte Schüller dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). Die
Frau war vom Kindergarten-Träger, dem Erzbistum Köln, entlassen
worden, weil sie nach
"ttt" kommt am Sonntag 25. März 2012, um 23.20 Uhr
vom Norddeutschen Rundfunk und hat folgende Themen:
Freiheit für Liu Xiaobo – Auftakt der "ttt"-Reihe "Künstler in
Gefahr!" / Unvergessen ist sein leerer Stuhl bei der Verleihung des
Friedensnobelpreises im Jahr 2010: Statt in Oslo den Preis entgegen
zu nehmen, sitzt der Dichter und Menschenrechtsaktivist Liu Xiaobo in
China im Gefängnis – er ist bereits zum vierten Mal inhaftiert. Sein
V
Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden
überträgt SWR2 am Karfreitag, 6. April 2012, von 17.05 Uhr bis 21
Uhr, Johann Sebastian Bachs "Matthäuspassion". Die Titelpartien
singen Mark Padmore (Tenor) und Michael Nagy (Bariton). Das Konzert
mit dem Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe
Herreweghe bildet den Abschluss einer Kurztournee: Das Collegium
Vocale Gent gibt die "Matthäuspassion" auf weiteren internationalen
Bühnen, u. a. in
Man möchte sich fast schon gelangweilt abwenden: Der nächste
Prominente fordert besseren Musikunterricht. Der springende Punkt ist
nur: Die Forderung verliert leider nicht an Brisanz. Es ist noch
lange nicht selbstverständlich, dass Schüler nachhaltig an Musik
herangeführt werden.
Dabei darf man keine Wunderdinge erwarten. Das
nordrhein-westfälische "Jedem Kind ein Instrument" führt gewiss nicht
dazu, dass zwis
Früher setzte Saudi-Arabien auf Weizenanbau. Da
dieser aber Unmengen an Wasser verbraucht, schwenken die Scheichs nun
auf den wasserschonenderen Bio-Landbau um. Aber eines der
wasserärmsten Länder der Welt sollte nicht den Anspruch haben, ein
Gemüseexporteur zu sein. Denn Landwirtschaft in Wüstenregionen ist
die reinste Wasserverschwendung. Die Trinkwasserversorgung für die
Einwohner nachhaltig zu sichern, wäre viel wichtiger. Diese wurde
bisher immer durc
Kultur braucht Debatte. Das haben jene Kultursachwalter ignoriert,
die mit Sätzen wie "Theater muss sein" oder "Wir fördern, was es
schwer hat" Begründungen geliefert haben, die einfach keine sind,
oder dem Rückzug in die selbst gewählte Nische gefährlichen Vorschub
geleistet haben. Antje Vollmers Vorschlag, alle deutschen
Stadttheater als UNESCO-Welterbe unter Schutz zu stellen, markierte
den Gipfelpunkt e
In Woody Allens Komödie "Celebrity" gibt es eine schöne Szene, die
hinter den Kulissen einer Talkshow spielt: Da treffen sich Neonazis
und Rabbis nach dem hasserfüllten TV-Gefecht am Buffet und machen
freundliche Witze. Fernsehen ist eben immer nur Show; am Ende sind
alle Kollegen.
Beim Echo geht es ganz genauso zu. Hier klopft sich die
Musikindustrie für den eigenen Erfolg auf die Schulter. Und es spielt
keine Rolle, um was es eigen
Das alte perfide Muster: Es gibt ein drängendes
Problem, und der, dem die Aufgabe zufällt, es zu lösen, sucht sich
einen Nebenkriegsschauplatz – in der Hoffnung, dass niemand
mitkriegt, wie ansonsten alles beim Alten bleibt. So verfährt derzeit
der SWR-Intendant Peter Boudgoust. Er ist aufgefordert, bei der von
ihm geleiteten Sendeanstalt die Kosten zu senken. Das ist ein
Unterfangen von nahezu herkulischem Ausmaß. Denn die
Rundfunkanstalten sind große Appar