Bayreuths neuer "Tannhäuser" macht nicht jedes
Regie-Mätzchen mit. In Unterwäsche wird man den Tenor Torsten Kerl
jedenfalls auf dem Grünen Hügel nicht sehen. "Als klar war, dass ich
hier den "Tannhäuser" singen würde, wusste ich, dass ich bestimmte
Dinge nicht tun werde, etwa in Unterhosen über die Bühne rennen. Wir
haben darüber geredet und das gibt es jetzt auch nicht", sagte Kerl
in einem Interview mit der
Die Stuttgarter Opernpremiere "Don Giovanni"
am 25. Juli um 20.15 Uhr auch live als Kulturevent im
SWR-Informationsprogramm SWRinfo zu hören
Das SWR-Informationsprogramm SWRinfo überträgt die Stuttgarter
Opernpremiere "Don Giovanni" live als Kulturevent am kommenden
Mittwoch, 25. Juli ab 20.15 Uhr. Für alle, die das Ereignis in
perfekter digitaler Stereoqualität hören möchten, bietet SWRinfo dies
im gesamten Sendegebiet über Di
Die Bayreuther Festspiele haben ihren Skandal. Die
Festspielleitung hat nicht so genau hingeschaut, als mit Evgeny
Nikitin der Bassbariton mit hipper Vergangenheit als Metal-Drummer
verpflichtet wurde. Oper trifft Subkultur: wie schick und trendy. Auf
den nordischen Bilderwirrwarr, den sich Nikitin auf den Körper hat
tätowieren lassen, achtete niemand. Eine entlarvende
Unterlassungssünde.
Seinen Prozess hat er verloren. Ai Weiwei durfte nicht mal im
Gericht erscheinen, als es um seine Klage gegen angebliche
Steuerschulden in Millionenhöhe ging. Trotzdem geht er als Sieger vom
Platz. Das Forum eines Gerichts braucht Chinas weltberühmter Kritiker
nicht. Gleich nach dem Urteil hatte er Stellungnahmen in die Welt
getwittert. Auch die Strafe trifft ihn kaum. Die Steuerschuld ist
bezahlt, aus Spenden. Außerdem ist der Kun
"In Bayreuth darf keine einseitige Regie-Handschrift
entstehen." Das sagt Festspiel-Leiterin Katharina Wagner (34) in
einem Interview mit der in Hagen erscheinenden Westfalenpost
(Samstagsausgabe). Die unterschiedlichsten Interpretationsansätze zum
Werk des Komponisten Richard Wagner seien von zentraler Bedeutung
auf dem Grünen Hügel. Bei Dirigenten dagegen habe sich Kontinuität
bewährt. "Regisseure muss man öfter mal umbesetzen, aber Christian
Reisende sollten zumindest ein paar Worte in der
Sprache ihres Gastlandes beherrschen, findet Yared Dibaba. "Die
Sprache ist immer der Schlüssel. Ich rate jedem, der in ein Land
fährt, sich vorher ein paar Worte anzueignen, wenigstens Hallo, Danke
und Tschüss. Ich finde, das sollte man einem Land entgegenbringen",
sagte der Moderator ("Land & Liebe", NDR; "Arte Lounge") dem Magazin
des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).
In der Rubrik "Da-Da-Documenta" stellt das 3sat-Magazin
"Kulturzeit" am Montag, 23. Juli, 19.20 Uhr, den mexikanischen
"documenta"-Künstler Pedro Reyes vor. Reyes hat in der Kasseler
Karlsaue ein "Sanatorium" aufgebaut. Ein kleines, eigens für sein
"fortlaufendes performatives Projekt" entworfenes Haus, in dem
Besuchern und erschöpften Kunst-Touristen eine "Kurzthe
Pompeji rottet gemächlich vor sich hin, das legendäre Filmstudio
Cinecittà brennt. Was die Pflege der eigenen Kulturdenkmäler angeht,
scheint es in Italien nur noch um das Tempo der Zerstörung zu gehen.
Für ein Land, das Ruhm und Tourismus ganz auf die große Geschichte
gründet, ist das reichlich verblüffend.
Der Fall der Filmstudios bei Rom beweist einmal mehr, wie schnell
der historische Glanz zur Blamage wir
"ttt" kommt am Sonntag, 22. Juli 2012, um 23.30
Uhr vom Hessischen Rundfunk und hat folgende Themen:
Mit Hacken und Äxten gegen das Weltkulturerbe "ttt" über die
drohende Zerstörung der ältesten Bibliothek des Islam Das sagenhafte
Timbuktu im Westen Afrikas ist ein mystischer Ort voller Geschichte
und Geschichten. Seit Jahrhunderten lagern Kulturschätze von
fantastischem Wert in der Wüstenstadt im Norden Malis, die während
des Mitt