Moderatorin Christine Westermann (WDR) verspürt wegen
ihres Alters eine unbestimmte Unruhe: "Ich habe das Gefühl, auf der
Zielgeraden des Lebens zu sein, ohne zu wissen, in welchem Rennen ich
bin. Marathon oder Kurzstrecke? Habe ich noch Kilometer vor mir, oder
sind es nur ein paar Meter bis zum Ziel?", sagte Westermann dem
Magazin des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Das Alter
holt mich nicht ein, es kommt mir entgegen und umarmt mich – imme
Augen zu und durch: Ganz so ungewiss soll die unendliche
(Leidens-) Geschichte Hamburgs mit der Elbphilharmonie und ihren
explodierten Kosten nicht weitergehen. Für den neuen Vertrag mit
Hochtief sind ein paar Sicherungen eingebaut worden, die die Risiken
weiterer Verschleppungen und Kosten begrenzen. Aber verzweifelt
klingen diese Zwischentermine mit ihrem Sonderkündigungsrecht für die
Stadt eben doch noch: Wer will jetzt noch ernstlich, in so weit
fort
Erneute schlechte Nachrichten für die
Ludwigsburger Schlossfestspiele: Die beiden Musiker Daniel Hope und
Thomas Hengelbrock stehen nicht mehr als künftige Festivalleiter zur
Verfügung. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung (Freitagausgabe).
Der Geiger Daniel Hope und der Dirigent Thomas Hengelbrock galten als
Wunschkandidaten für die Nachfolge des Ende 2014 ausscheidenden
Intendanten Thomas Wördehoff.
"Daniel Hope und Thomas Hengelbrock haben die Gespr&aum
Der neue Stalin-Kult – Wohin treibt Russland? Er
ist wieder da. 60 Jahre nach seinem Tod am 5. März 1953 wird Josef
Stalin in Russland wieder als Nationalheld gefeiert: Sein Konterfei
schmückt moderne Kunstwerke, Werbung, Schulhefte und sogar einen
"Stalinbus". In Liedern wird der Mann, der Millionen Menschen
vernichtet hat, verherrlicht, in Fernsehsendungen als einer der
größten Russen aller Zeiten dargestellt. "ttt" spricht mit Autoren,
Journalis
Dies darf noch einmal der Augenblick stark gemischter Gefühle
sein: Erleichterung, weil es eine starke und traditionsreiche
überregionale Zeitung, wenn auch massiv verschlankt, doch noch in die
Zukunft schaffen könnte. Amüsierte Verwunderung, weil ausgerechnet
der politische Erzgegner früherer Jahre, die konservative FAZ, das
aufrecht linksliberale Blatt übernimmt. Die großen politischen Lager
und Grabenkämpfe der jüngere
Grönemeyer hat sich einfach an die falsche Band gehalten: "Ich
scheiß auf deutsche Texte", sangen einst Die Sterne. Herbie hat den
ironischen Vers wahr gemacht, und sein Publikum mit englischen Songs
verprellt. Hätte er doch nur Die Fantastischen Vier zurate gezogen.
Die haben die Beziehung zu ihren Fans auf einen schlichten Begriff
gebracht: Treue. In leicht verrappter Rechtschreibung wurde sie zum
Titelthema des Songs "Troy". Die
Der Kulturkonvent des Landes Sachsen-Anhalt fordert
eine Erhöhung des Landeskultur-Etats von derzeit 85,2 Millionen Euro
auf jährlich 100 Millionen Euro plus Finanzausgleich. In Magdeburg
wird heute der Abschlussbericht übergeben, der im Auftrag des
Landtages Empfehlungen zur Entwicklung der Kulturlandschaft bis 2025
bieten soll. Der 158-seitige Bericht zielt auf einen Umbau der
Kulturförderung, der eine Professionalisierung der Verwaltung,
Begutachtung und Vermarktun
Der Standort Deutschland braucht bestens
ausgebildete junge Menschen mehr denn je. Da passt es ja gut, dass
die Studentenzahlen neue Rekordwerte erreichen. Das ist ebenso
erfreulich, wie es dank der doppelten Abiturjahrgänge vorhersehbar
war. Allein: Jetzt steht die Bildungspolitik ratlos vor diesen 2,5
Millionen studierwilligen Jugendlichen, und es fehlt an allem: an
Professoren, an bezahlbaren Unterkünften, an der kompletten sozialen
Infrastruktur.Die Situation kommt nicht &uu
Es hat einen Grund, dass der Begriff des
"Fremdschämens" immer häufiger gebraucht wird. Der amerikanische
Medienwissenschaftler Neil Postman wusste schon Mitte der 80er-Jahre,
was auf eine Gesellschaft mit entfesseltem Fernsehen zukommen würde:
Die totale Enthüllung, bei der zutiefst private Bereiche des Lebens
offengelegt würden, habe nicht nur den Abbau des Schamgefühls,
sondern auch den Zusammenbruch gewachsener und moralisch begründeter
Verh
Heute Abend um 20 Uhr endet das Pontifikat von
Benedikt XVI. Nicht, weil der Himmel ihm eine Frist gesetzt hätte.
Sondern weil ein hoch betagter Mann seine Kräfte angesichts einer
sich schnell verändernden Welt realistisch einschätzt: Physisch und
mental zu schwach, um das nötige Tempo noch halten zu können. Alles
hat seine Zeit, sagt der Prediger Salomo in der Bibel. Rückte der
polnische Vorgänger Johannes Paul II. mit seinem öffentlichen Leide