Howard Arman verabschiedet sich mit umjubeltem Nachtgesang vom Leipziger Publikum

15 Jahre leitete Howard Arman den MDR
RUNDFUNKCHOR. Am 30. April gab er in der vollbesetzten Peterskirche
seinen letzten Nachtgesang. MDR-Hörfunkdirektor Johann Michael Möller
würdigte sein außerordentliches Engagement.

Wenn junges Publikum A-cappella-Gesang lauscht, alle Plätze in der
Leipziger Peterskirche besetzt sind und Neue Musik mit minutenlangem
Applaus gefeiert wird, ist man Teil des Nachtgesangs des MDR
RUNDFUNKCHORES. Howard Arman, der künstleris

Neue OZ: Kommentar zu Musik/Festspiele

Mut zum Schmerz

Mit großer Geste macht Dresden seine Musikfestspiele zum Ort der
Versöhnung. In der von britischen Fliegern zerstörten Frauenkirche
wird eine englische Totenklage zu hören sein: Brittens "War Requiem".
Die Musiker stammen aus Birmingham, jenem britischen
Rüstungsstandort, der im Weltkrieg von Deutschland verwüstet wurde.
In diesem Konzert legen alle ihre Wunden offen. Die Festivalleitung
zeigt Mut zum Schmerz.

Noch vor dem kul

Schwäbische Zeitung: Zäsur für die Niederlande – Kommentar

Der Generationenwechsel auf dem
niederländischen Thron ist eine Zäsur: Mit Beatrix verschwindet auch
das Majestätische der Monarchie. Willem-Alexander will ein
Bürgerkönig sein, den jeder ansprechen darf, wie er mag. Hollands
Royals werden menschlicher – und medialer. Der neue Monarch startet
mit einem Vertrauensvorschuss. Er muss Modernisierer und Bewahrer
zugleich sein. Ein schwieriger Spagat. Ob er gelingt, entscheidet
über die Zukunft der Monarchie im Nac

Andrea Zschunke ist Leiterin der neuen WDR 3-Programmgruppe „Musik- und Radiokunst WDR“

Die Musikjournalistin Andrea Zschunke ist ab heute
Leiterin der neuen WDR 3-Programmgruppe Musik- und Radiokunst. Die
Programmgruppe ist im Zuge der Organisationsreform des Kulturradios
im vergangenen Jahr entstanden. "Andrea Zschunke ist die erste Wahl
für die Leitung dieser in der ARD erstmalig geschaffenen
Programmgruppe. WDR 3 hat damit die Spaltung von Musik- und
Wortredaktionen zugunsten einer stärkeren Zusammenarbeit der
Fachredaktionen aufgehoben. Diese neue Organis

Michael Thalheimer: Das Schlagzeug brachte ihn zum Theater

Michael Thalheimer, 47, Theaterregisseur und
ehemaliger Schauspieler, entdeckte über das Schlagzeugspielen seine
Liebe zum Theater. Mit zehn Jahren, sagte Thalheimer dem ZEITmagazin,
habe er sein erstes Schlagzeug bekommen und im Keller gespielt: "Das
war für mich der absolute Rückzugspunkt. Ich habe mich nirgends
wohler gefühlt als am Schlagzeug".

Mit 13 habe er seine erste Band gegründet, und "in diesem
Partykeller die ersten Joints geraucht, da

Rheinische Post: Der Bürger-König eint die Niederlande

Anders als die Windsors sind die
niederländischen Könige und Königinnen des Hauses Oranien-Nassau kein
Teil der Unterhaltungsindustrie. Das Königshaus ist heute – im
Gegensatz zur Stimmung bei der Krönung von Beatrix im Jahr 1980 – für
viele Niederländer wieder ein Symbol der nationalen Identität, das
sie in krisenhafter Zeit verbindet. Das Königshaus der Oranier gehört
zu den Niederlanden wie Rembrandt und die Frikandel spezial. Dennoch
muss

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Korruption im Welt-Fußball

Sepp Blatter hat seit jeher eine eigene Sicht
der Dinge. Wie nun möglicherweise auch der Fall Hoeneß belegt, kann
sich die tatsächliche Wahrheit in eine subjektive Wahrnehmung
verwandeln. Die Grenzübertretung ist fließend. Wann ist Betrug
Betrug? Wann ist Bestechung Bestechung? Da verrutschen gern mal die
Maßstäbe, wenn erst die verlockende Aussicht auf einen Vorteil viel
stärker wird als der Respekt vor Verbot und Gesetz. Die Korruption in
der Fi

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thronwechsel in den Niederlanden

Mehr menscheln kann man bei einem solchen
Ereignis wohl kaum. Der Thronwechsel in den Niederlanden ist zu einem
großen Familienfest mit Beteiligung des Volkes und einigen geladenen
Gästen geworden. Es war ebenso sehenswert wie beeindruckend, mit
welcher Herzlichkeit und Selbstverständlichkeit die königliche
Familie ohne jede Scheu vor den Blicken der Welt miteinander umgeht.
Keine Spur von steifem Gebaren oder Distanziertheit. Im Gegenteil.
Hier war ein Sohn zu sehen,

WAZ: Gute Arbeit macht nicht krank. Kommentar von Petra Koruhn

Morgens noch schnell das Kind zur Schule gebracht,
dann ins Büro. Mittags ein Brötchen vor dem Computer. Abends in den
Supermarkt, Hausaufgabenkontrolle und noch schnell zum Yoga. Klar,
dass man da fix und fertig ins Sofa fällt. Das ist viel. Aber macht
das krank? Nein. Arbeit, auch viel Arbeit, macht nicht krank. Im
Gegenteil. Wer keine Arbeit hat, weiß, was ihm fehlt: Geld. Aber auch
das Gefühl, etwas geleistet zu haben, wichtig zu sein, Teil einer
Gemeinschaft

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Willem-Alexander ist neuer König der Niederlande Wechsel in der Beständigkeit MATTHIAS BUNGEROTH

Diese Szene hat Symbolkraft: Inmitten
zehntausender Menschen, die auf dem Platz vor dem Palast in Amsterdam
ihrem neuen König Willem-Alexander zujubeln, steht Hans Maessen. Auf
einem Schild mit den Nationalfarben der Niederlande fordert er
Demokratie statt Monarchie. Niemand in dem Meer von Menschen, die
sich aus Anlass des Wechsels auf dem niederländischen Thron in
orangefarbenen Outfits dort eingefunden haben, nimmt Anstoß an diesem
Auftritt. Hans Maessen wird in den Zeitu