Pressestatement zum Vorschlag des SPD-Arbeitnehmerflügels zu einer bundesweiten Ausbildungsplatzumlage

Pressestatement zum Vorschlag des SPD-Arbeitnehmerflügels zu einer bundesweiten Ausbildungsplatzumlage

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.:

„Eine vom SPD-Arbeitnehmerflügel vorgeschlagene bundesweite Ausbildungsplatzumlage lehnt die vbw strikt ab. Viele tausend nicht zu besetzende betriebliche Ausbildungsstellen in Bayern sprechen eine klare Sprache und sind das beste Argument, solche Ideen nicht weiterzuverfolgen. Ein Hauptgrund für den Rückgang von Ausbildungsverträgen ist die mangelnde Anzahl an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern und nicht der fehlende Einsatz der Unternehmen für die Ausbildung. Es ist geradezu grotesk, die Betriebe, die trotz ihrer Bemühungen offene Ausbildungsstellen nicht besetzen können, auch noch mit einer Umlage zu bestrafen. Besonders in der aktuell wirtschaftlich sowieso schon angespannten Lage brauchen unsere Betriebe dringend Entlastungen und nicht weitere Belastungen.

Klar ist auch: Die gesunkenen Ausbildungszahlen spiegeln auch die schwierige wirtschaftliche Lage wider. Wenn sich diese verbessert, können die Unternehmen auch wieder mehr ausbilden. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung im Inland jetzt für mehr Planungssicherheit sorgt. Wir brauchen jetzt einen Wirtschaftsumschwung, wir brauchen jetzt echte Reformen und eine Stärkung unseres Standorts. Gerade auch das Problem der steigenden Sozialabgaben muss dringend angegangen werden – sie belasten den Arbeitsmarkt, hemmen Investitionen und wirken sich so auf Arbeits- und Ausbildungsplätze aus. Wir erwarten von der Bundesregierung jetzt Entscheidungen zur Stabilisierung und Senkung der Lohnzusatzkosten, insbesondere in der Renten- und Krankenversicherung.“

Pressekontakt:

Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203, charlotte.offermann@vbw-bayern.de

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