Aufsichtsrat und neuer Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit initiieren Wiederaufnahme der vom Altvorstand gestoppten Syrien-Untersuchungen

Aufsichtsrat und neuer Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit initiieren Wiederaufnahme der vom Altvorstand gestoppten Syrien-Untersuchungen

Der Aufsichtsrat von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. und der im März 2026 neu eingesetzte Vorstand haben die Wiederaufnahme der Untersuchungen zu Vorfällen von zwangsweiser Unterbringung von Kindern in SOS-Kinderdörfern in Syrien beschlossen. Die erneute Mandatierung des unabhängigen, internationalen Untersuchungsteams knüpft an bereits begonnene Ermittlungen an, die der frühere Vorstand von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. im November 2025 vor deren Abschluss beendet hatte. Ziel ist eine möglichst vollständige Klärung möglicher Kinderschutzverletzungen zur Zeit des Assad-Regimes in Syrien, ihrer Ursachen und die Verantwortlichkeiten.

Bereits im Mai 2024 waren auch auf Hinwirken des Aufsichtsrats externe Anwälte von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. beauftragt worden, mögliche Missstände in Syrien zu prüfen. Im November 2025 kündigte jedoch der damalige Vorstand von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. das Mandat zum Jahresende 2025, ohne den Aufsichtsrat vorab zu informieren. Dies sowie die Nichtweiterleitung des letzten Untersuchungsberichtes an den Aufsichtsrat durch die damalige Vorstandsvorsitzende führten u.a. zur sofortigen Abberufung und fristlosen Kündigung des Altvorstands durch den Aufsichtsrat am 12. Februar 2026 aufgrund der groben Missachtung von Abstimmungs- und Berichtspflichten.

In der Folge kam es zur Neubesetzung des Vorstands von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. im März 2026. Neben Susanne Prinzessin von Hessen gewann der Verein mit Prof. Dr. Sabina Schutter und Petra Sorge-Booms zwei weitere exzellente Expertinnen und Persönlichkeiten, die die begonnenen Aufklärungsprozesse konsequent und kompromisslos weiterführen und die Organisation klar auf Transparenz und Verantwortung ausrichten.

„Wir stehen für eine konsequente und unabhängige Aufklärung und haben deutlich gemacht, dass mangelnde Transparenz und Verstöße gegen Governance-Regeln nicht akzeptiert werden“, sagt Dr. Christoph-Marc Pressler, Vorsitzender des Aufsichtsrats von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. „Die Wiederaufnahme der Untersuchungen zu Syrien ist für den Aufsichtsrat und neuen Vorstand ein weiterer zentraler Schritt, um Versäumnisse konsequent aufzuarbeiten und die Strukturen so auszurichten, dass sie höchste Compliance-Anforderungen erfüllen.“

Der im März 2026 neu eingesetzte Vorstand steuert gemeinsam mit dem Aufsichtsrat die Finalisierung des Untersuchungsberichts zu Syrien an.

Der gesamte Aufsichtsrat von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. ist seit Jahren treibende Kraft hinter der Aufarbeitung früherer Kinderschutzverletzungen und der Reform der Governance-Strukturen in der Föderation.

Vor diesem Hintergrund weist der Aufsichtsrat auch die nachweislich falschen Behauptungen des Altvorstands entschieden zurück, er habe die Aufklärungsarbeit innerhalb der SOS-Kinderdörfer behindert. Die zahlreichen Maßnahmen, die mit tatkräftiger Unterstützung von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. eingeleitet wurden, die kontinuierliche Einbindung externer Experten und die laufenden Strukturreformen stellen sicher, dass aus schweren Verfehlungen und Missständen klare Konsequenzen gezogen und wirkungsvolle Maßnahmen getroffen werden – mit einem zentralen Ziel: Kinder künftig besser zu schützen.

Über die SOS-Kinderdörfer weltweit

Die SOS-Kinderdörfer weltweit (https://www.sos-kinderdoerfer.de/) sind eine unabhängige, nichtstaatliche und überkonfessionelle Kinderrechtsorganisation, die seit 75 Jahren aktiv ist. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, verlassenen und notleidenden Kindern Sicherheit und Schutz zu schenken – und sie in eine bessere Zukunft zu begleiten. Global finden elternlose und verlassene Kinder in SOS-Kinderdörfern ein neues Zuhause und erhalten in über 2.880 Programmen Unterstützung. So erreicht die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit jährlich 2,5 Millionen Menschen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 – 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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