Schwäbische Zeitung: Nach dem Kalinka-Prozess bleibt ein schales Gefühl – Kommentar

Der Pariser Prozess gegen Dieter K. wird in die
deutsch-französische Justizgeschichte eingehen. Ohne die Entführung
des Lindauer Arztes hätte es ihn nämlich gar nicht gegeben. Doch der
Vater von Kalinka hatte keine Ruhe gegeben – verständlich, sah er
doch in dem Arzt den Mörder seiner Tochter. Gerechtigkeit konnte es
für ihn, einen französischen Staatsbürger, nur noch in Frankreich
geben. Weshalb er den Arzt von der Bodenseegegend ins Elsass
ve

Berliner Zeitung: Kommentar zur Intendantenwahl beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR):

Nun liegt es an Udo Reiters designierter
Nachfolgerin Karola Wille, die am Sonntag vom Rundfunkrat des MDR
gewählt wurde, den Sender aus der Skandalecke herauszuholen. Dazu
braucht es als Erstes: keine neuen Skandale. Und zweitens:
Transparenz bei der Aufklärung der alten. Es steht allerdings die
Frage im Raum, wie glaubwürdig die künftige MDR-Intendantin
Fehlentwicklungen ans Licht bringen kann, für die auch sie selbst
als bisherige Vize-Intendantin in der Mitv

WDR: Ehemaliger Afrika-Hörfunkkorrespondent Michael Franzke gestorben

Michael Franzke, ehemaliger und langjähriger
Afrika-Korrespondent des WDR, ist in der vergangenen Nacht nach
kurzer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren gestorben. Als
Leiter des ARD-Hörfunkstudios Nairobi und später als
Reisekorrespondent berichtete der am 13.06.1938 in Wien geborene
Journalist vor allem in den 90er Jahren aus den Kriegs- und
Krisengebieten Afrikas.

Zuvor prägte er als Chef der Aktuellen Abteilung des WDR-Hörfunks
in den 70er und 80er Ja

LVZ: MDR-Rundfunkrat Mohring (CDU): Schluss mit dem Ostalgie-Gehampel und den Schlagerfuzzis beim MDR“ / Sender braucht komplett neues Gesicht

Das Mitglied des MDR-Rundfunkrates, Thüringens
CDU-Fraktionschef Mike Mohring, hat von der künftigen MDR-Führung
verlangt, "dem Sender ein ganz neues Gesicht zu geben". In einem
Gespräch mit der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe) sagte
Mohring, der MDR befände sich strukturell "in einem erschütternden
Zustand" und "das ganze Ostalgie-Gehampel ist sowieso nicht mehr zum
Anschauen und entspricht schon längst nich

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Museen / Jüdisches Museum

Kraft der Veränderung

Vom Streitfall zum Anziehungspunkt: Das Jüdische Museum hat sich
nicht nur etabliert, es zeigt auch, welch verändernde Kraft
Kulturinstitutionen entfalten können. Das Berliner Haus macht die
Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland neu sichtbar und verleiht
der Gegenwart des jüdischen Lebens hierzulande mehr Präsenz. Das von
Daniel Libeskind entworfene Haus wirkt in die Gesellschaft hinein.
Dass die Gegenwart nur gewinnt, wer s

Schwäbische Zeitung: Galilieo: Zu spät und zu teuer – Kommentar

Gut– Ding will Weile haben. Schenkt man dem
Sprichwort Glauben, müsste das Satellitennavigationssystem Galileo
ein großer Wurf werden. Da war es nur selbstverständlich, den
überragenden Forscher Galileo Galilei als Namensgeber zu wählen. Das
war im Jahr 2003, als die EU das Vorhaben halb privat auf den Weg
brachte. Letzlich entwickelte sich daraus aber ein öffentlich
finanziertes Projekt, das frühestens 2014 ansatzweise in Betrieb
gehen wird.

Genau