Wenn das Hörgerät mal nicht so will

Wenn das Hörgerät mal nicht so will

Bei Schwerhörigkeit ermöglichen individuell angepasste Hörsysteme den Betroffenen soziale Teilhabe. Ein schlechter Sitz des Hörsystems oder störende Nebengeräusche sind aber häufige Gründe, warum Hörgeräte nicht genutzt werden. Was man selbst tun kann, wenn die Hörhilfe nicht so will, wie man selbst und ab wann man einen Hörakustiker aufsuchen sollte, erklärt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha).

Kein Klang

„Hörsysteme sorgen nicht nur dafür, dass Töne lauter wahrgenommen werden, sie verschaffen im besten Fall ein optimales Klangerlebnis“, erklärt der Hörakustiker-Meister Schmidt. Hört man allerdings über das Hörgerät gar nichts, ist das meist ein Zeichen für leere, verrutschte oder falsch eingesetzte Batterien. Dies kann ganz einfach selbst überprüft und wiederhergestellt werden.

Verringerte Lautstärke

Wird das Gehörte immer leiser, kann der Grund neben ebenfalls schwächer werdenden Batterien auch eine Verstopfung des Passstücks oder des Mikrofons durch Ohrenschmalz (Cerumen) sein. In diesem Fall kann man selbst vorsichtig versuchen, mit einem Bürstchen die Verstopfung im Gerät zu lösen, sicherer wäre aber eine professionelle Reinigung durch den Hörakustiker. Dieser hilft zudem beim Wechsel einzelner Teile, sollten diese defekt sein.

Das Hörsystem pfeift

Unangenehm bis schmerzhaft und auch von außen zu hören: das Hörgerät pfeift. Hier gibt es gleich mehrere mögliche Ursachen. Entweder ist das Hörsystem nicht richtig eingesetzt oder das linke und rechte Teil wurden vertauscht. Auch Ohrpassstück oder Schallschlauch könnten defekt sein. Bei letzterem ist der Hörakustiker der richtige Ansprechpartner für eine fachmännische Reparatur.

Das Hörsystem rutscht aus dem Ohr

Gleitet das Hörgerät aus dem Ohr, kann auch hier Cerumen ein Grund sein oder das Hörgerät sitzt zu locker. Bei einem zu lockeren Sitz kann der Hörakustiker behilflich sein, indem er das Hörgerät wieder individuell anpasst.

„Hörakustiker nehmen in der Gesellschaft einen wichtigen Platz ein. Sie sind flächendeckend über die Bundesrepublik verteilt und bieten eine wohnortnahe, hochqualitative und individuelle Versorgung an. Rund 20.000 Hörakustiker in über 7.500 Fachgeschäften versorgen und begleiten hörbeeinträchtigte Menschen, in der Regel über viele Jahre“, erklärt Eberhard Schmidt.

Weitere Informationen rund um die Pflege des Hörsystems (in verschiedenen Sprachen):

https://www.richtig-gut-hoeren.de/downloads/

Mehr Informationen rund ums Hören:

https://www.richtig-gut-hoeren.de

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