WAZ: Das Still-Leben auf der A 40 – Schön ist es auch anderswo. Leitartikel von Jens Dirksen

Selbstverständlich war es eine völlig abgefahrene
Idee, die Hauptschlagader des Reviers für einen Tag abzusperren. Doch
der Verkehrsinfarkt, den viele drumherum befürchtet hatten, blieb
aus. Das heißt: Eigentlich fand er genau dort statt, wo er sonst auch
zu Hause ist – statt Autos stauten sich auf dem Asphalt der A 40
Fahrräder in geradezu holländischen Ausmaßen: So sieht Freude am
Ausnahmezustand aus.

Schlendernd, radelnd haben die Menschen ein

Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Kulturministerin Schäfer: Keine Kürzung des Kulturetats

Die neue rot-grüne Regierung in NRW wird den
Kulturetat des Landes nicht kürzen. Das versicherte Kulturministerin
Ute Schäfer (SPD) im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger
(Samstag-Ausgabe). Man werde vielmehr zusätzliche Mittel für den
"Kultur-Rucksack" aufbringen, da die kulturelle Bildung eine
herausragende Aufgabe sei. Der "Kultur-Rucksack" soll Kindern und
Jugendliche freien Zugang zu allen Kultureinrichtungen des Landes
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Neue OZ: Kommentar zu Kunst / Ausstellung / Caravaggion

Unerwartetes Comeback

Die Alten kommen! Zu Ausstellungen von Meisterwerken Rembrandts,
Botticellis und nun Caravaggios strömten in den letzten Jahren
jeweils mehrere Hunderttausend Besucher. Die bildungsbürgerliche
Schwärmerei für vergötterte Malergestalten ist vorüber – die
Altmeister feiern dennoch ein rauschhaftes Comeback. Hat da ein
junges Publikum die Jugendlichkeit von Bildern entdeckt, die zwar
seit Jahrhunderten in Galerien hängen, aber nicht

Kölner Stadt-Anzeiger: Extrem-Schwimmerin Büchse hat das Wasser manchmal gehasst

Für Peggy Büchse, ehemalige Weltmeisterin im
Freiwasserschwimmen, wurde auch das Wasser manchmal zum Gegner: "Bei
stürmischem Wetter und starkem Wellengang habe ich es richtig
gehasst. Da kämpft man nicht nur mit der Konkurrenz, sondern auch mit
der Natur", sagte Büchse dem "Kölner Stadt-Anzeiger", dessen Magazin
(Samstagsausgabe) in einem Sonderheft Freibäder, Badeseen und
Wassersportmöglichkeiten vorstellt. Ihr Verhältnis z

Neues Deutschland: (Berichtigung Sterbedatum)
Schriftsteller Günter Görlich gestorben

Nach langer schwerer Krankheit ist der
Schriftststeller Günter Görlich am 14. Juli in einem Hospiz in
Berlin-Lichtenberg verstorben. Das teilte seine Frau der Tageszeitung
"Neues Deutschland" mit.

Am 6. Januar 1928 in Breslau geboren, hat Görlich an die 30 Bücher
veröffentlicht. Mit Romanen und Erzählungen wie "Unbequeme Liebe"
(1965), "Den Wolken ein Stück näher" (1971), "Eine Anzeige in der
Zeitung" (1978),

Neues Deutschland: Schriftsteller Günter Görlich gestorben

Nach langer schwerer Krankheit ist der
Schriftststeller Günter Görlich am 14. Juni in einem Hospiz in
Berlin-Lichtenberg verstorben. Das teilte seine Frau der Tageszeitung
"Neues Deutschland" mit.

Am 6. Januar 1928 in Breslau geboren, hat Görlich an die 30 Bücher
veröffentlicht. Mit Romanen und Erzählungen wie "Unbequeme Liebe"
(1965), "Den Wolken ein Stück näher" (1971), "Eine Anzeige in der
Zeitung" (1978),

Neue OZ: Kommentar zu Kulturzentrum Tacheles

Voller Einsatz für das Establishment

Berlin kämpft um das "Tacheles". Kein Wunder. Denn gerade die
Hauptstadt weiß, was sie an dieser Kulturfabrik mit ihrem
kunterbunten Image hat. Gründermythos der Wendezeit, Inbegriff eines
kreativen Klimas, Imageträger für eine Metropole als Ort des
Experiments – all dies verkörpert das "Tacheles" mit rauem Charme,
der an der Spree wie nirgends sonst zu Hause ist.

Der Einsatz von Politikern

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu moralisch fragwürdigen Fernsehshows

Die Deutschen können inzwischen 1030
Fernsehsender empfangen. Um aufzufallen, neigen die Programmmacher
immer wieder dazu, die Grenzen des guten Geschmacks und der Moral
auszutesten. Mit »Big Brother« begann der Dammbruch: Totale
Kameraüberwachung, Privatsphäre und Intimität zählten nicht mehr. Die
Dschungelshow »Holt mich hier raus – ich bin ein Star« machte mit
Ekel Quote. Kakerlaken essen vor laufender Kamera. Der Sportsender
DSF, der sei

WAZ: Operation in e-Moll. Kommentar von Jens Dirksen

Der Hang zum Besonderen nimmt zuweilen derart
bizarre Züge ab, dass wir uns daran gewöhnt haben, extraschräge
Konzerte zu vermelden – wie jüngst noch jenes für Hunde in der Oper
von Sydney. Oder John Cages Orgelwerk "So langsam wie möglich", bei
dem alle Jubeljahre mal eine Taste gedrückt wird. In Halberstadt
spielt man es derzeit – und wenn keiner der Musiker aus dem Takt
kommt, wird man den Schlussakkord im Jahre 2639 vernehmen.

Nicht wen

WAZ: Fliegen ist immer noch billig. Kommentar von Frank Preuß

Fliegen wird teurer. Wer re-flexartig schimpft, der
vergisst: Das Fliegen ist in den letzten 40 Jahren immer billiger
geworden. Wer 1970 nach New York abhob, hatte fast so viel zu
bezahlen wie 2010. Dabei musste sich ein Familienvater mit einem
Fünftel des heutigen Einkommens begnügen.

Der Konkurrenzkampf am Himmel hat die Preise auf den Boden
gedrückt. Und wir haben uns zu sehr an das 50-Euro-Ticket durch
Europa gewöhnt. Da muss man – Verzeihung – läppische 13