Zu Beginn des Jahrtausends sah es aus, als sei die große
Musical-Welle vorbei. Zwar versuchte mindestens jede zweite Stadt
zwischen Garmisch und Kiel, auf den Zug aufzuspringen. Doch die
meisten Unternehmungen mussten erkennen, dass sie entweder zu spät
kamen, die Stücke zu schlecht waren, oder beides. Die Hansestadt
Bremen etwa setzte aufs ruinöse Debakel mit Jekyll & Hyde noch eins
drauf und opferte ein paar Jahre später Marie
Zweite Plätze zählen nicht soviel, und eine
Bewerbung für Olympia ist auch eine Art Hochleistungssport mit noch
einem Makel im Falle des verpassten Triumphs: Tatsächlich gibt–s
keine Silbermedaille. Höchstens eine zweite Chance. Die Münchener
haben unglaublich viel investiert. Sie werden prüfen, ob sie das
alles nun für vergeblich erachten oder es für 2022 gleich wieder
versuchen. Ihr südkoreanischer Bezwinger hat es gezeigt:
Beharrlichke
Wir werfen immer mehr weg. Nicht nur Konsumgüter aller Art,
sondern auch Texte, Bilder, Daten und mit ihnen Erinnerungen. Mit den
medialen Explosionen der digitalen Welt wächst der Überdruck all
dessen, was wir sehen, lesen, zur Kenntnis nehmen könnten. Die
einzige Vorkehrung gegen solche Überforderung: wegwerfen, ignorieren,
gar nicht erst hinsehen. Mutet es vor diesem Hintergrund nicht
seltsam an, dass Forscher einen hauchfeinen Über
Ein Mann wie Bischof Richard Williamson ist
eine Schande für die katholische Kirche und für die ultrakonservative
Pius-Bruderschaft. Ein Geistlicher, der den Holocaust leugnet und aus
innerer Überzeugung nicht bereit ist, der historischen Wahrheit ins
Gesicht zu schauen, sollte nicht nur ohne offizielle Aufgaben in der
Büßerstube seinen Lebensabend verbringen müssen. Durch Kirche und
Bruderschaft müsste ein Aufschrei der Empörung über den kranken
Schon 700 000 Apps zählt ZKM-Chef Peter Weibel. Ein Wust digitaler
Anwendungen, der vom Routenplaner bis zum Ballerspiel alles umfasst.
Per Kunstpreis und Ausstellung will das Zentrum für Kunst und
Medientechnologie hier ästhetische Kriterien einführen. Recht so!
Vorauswahl kann bei einem so unüberschaubaren Angebot nur nutzen.
Wird der App Store damit zur Galerie? Seinen Vorschlag, auf der
Plattform eine Sparte für Media Art ei
Hannover lädt iranische Schauspieler ein, Osnabrück zeigt Nader
Mashayekhis Oper "Neda" und schickt Musiker nach Teheran. Und im Kino
laufen die Filme von Rafi Pitts, Asghar Farhadi und Jafar Panahi.
Zwischen Deutschland und dem Iran herrscht ein erfreulicher
Kulturaustausch – und die Begegnung mit den Künstlern und ihren
Werken sorgt immer wieder für verblüffte Reaktionen.
Themen, die hierzulande aufgeregt diskutiert werden, lassen die
Te
Zum ersten Mal in der neunjährigen Geschichte von
ENERGY IN THE PARK musste Deutschlands grösstes Gratis Radio Open-Air
im Berliner Strandbad Wannsee heute auf Grund einer Unwetterwarnung
abgebrochen werden.
Nach einer Warnung des Deutschen Wetterdienstes mit zu erwartenden
Windstärken bis Stärke 8 war die uneingeschränkte Sicherheit der
Veranstaltung nicht mehr gewährleistet.
"Die Sicherheit unserer Hörer, Gäste, Mitarbeiter und Künst
Für seinen neuen Roman "Muttersohn" hat der
Schriftsteller Martin Walser auch die Jesus-Biographie von Papst
Benedikt XVI. gelesen und sich daraus einige Sätze notiert. Solche
"Melodien habe er sich gern zuspielen lassen", sagte Walser der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Für ihn
sei das Schreiben die "einzige Erlösung" und der neue Roman, der am
15. Juli erscheint, eine "frohe Botschaft&qu
Die eine Generation verschlingt ihre Bücher, die nächste
Generation lässt sie links liegen: Auch große Autoren sind vor den
Tücken ihrer unberechenbaren Wirkungsgeschichte nicht gefeit. Ernest
Hemingway warf als unverrückbare Landmarke einen sehr langen
Schlagschatten über die Karte der literarischen Landschaft. Seine
Person, seine Werke waren der legitime Ausdruck des Lebensgefühls von
Millionen, die wie ihr Idol durch Kriegser
Hurra, es ist vollbracht! Der freiheitsliebende Fürst ist unter
der Haube, und damit ein Thronfolger für das mondäne Mini-Reich am
Mittelmeer zumindest in Aussicht gestellt. Ein legitimer,
wohlgemerkt. Für Nachwuchs hat der 53-jährige Albert nämlich längst
gesorgt, allerdings für unehelichen. Und dieser, derzeit sind ein
Sohn und eine Tochter offiziell bestätigt, ist zwar erbberechtigt,
aber von der Thronfolge ausgeschlossen.