Schade, dass Ernest Archer nicht mehr lebt. Den Oscar hat der
Production Designer von "2001" knapp verpasst. Stattdessen könnte er
jetzt die gesamte Touchscreen-Industrie verklagen. Zumindest wenn
Samsung vor den Patentrichtern auf offene Ohren stößt. Der
Technologiekonzern hält seinen Tablet-PC deshalb für kein Plagiat des
iPad, weil Kubricks Weltraum-Klassiker vor 43 Jahren schon ähnliche
Geräte zeigte.
Jetzt geht es den Online-Abzockern an den Kragen.
Klingt nach einem guten Plan. Die Opposition spricht von einem längst
überfälligen Schritt, Verbraucherschützer geben sich allerdings
deutlich zurückhaltender. Denn sie wissen: Der neue Warnknopf vor
Kostenfallen im Internet kann nur funktionieren, wenn es Berlin
gelingt, auch die letzten Schlupflöcher für Betrüger zu schließen.
Und das, Sie werden es ahnen, ist wohl eher frommes Wunschdenken.
W
Wer auf einer Party die meisten Lacher auf seiner
Seite haben will, muss nur ein paar Beispiele aus dem deutschen
Steuerrecht in die Runde werfen. Gern zitiert ist der Esel, der 19
Prozent Mehrwertsteuer kostet. Im Gegensatz zum fast baugleichen
Maultier, auf das nur sieben Prozent Steuern fällig werden. Die zwei
Welten bei der Umsatz- und Mehrwertsteuer wollten Generationen von
Politikern längst vereinen. Sie sind aber immer wieder an mächtigen
Lobbyisten gescheitert oder
Zwei Gedanken zum Tod von Loriot – Nummer eins: Der Komiker hat
den großen Auftritt gemieden. Wäre es möglich, den eigenen Nachruf zu
lesen, hätte er sich über jeden Anflug von Heiligenverehrung
erbarmungslos lustig gemacht. Man sollte ihn nicht posthum mit
falschen Superlativen in Verlegenheit bringen.
Zu den Leistungen Loriots gehört es, die Nation vom Wert der Komik
überzeugt zu haben. Dass die Rolle des Clowns im Kulturbetr
Wer wirklich etwas bedeutet in diesem Land, der
schafft es zu Weihnachten ins deutsche Wohnzimmer. Der
Bundespräsident zum Beispiel. Oder Loriot. Die Hoppenstedts ("Ein
Klavier, ein Klavier") heitern zuverlässig auch die tristeste
Familienrunde auf, so wie die Nudel ("Hildegard …"), das
Quietsche-Entchen ("Herr Müller-Lüdenscheid …") und Meredith
Hesketh-Fortescue (aus Nether Addlethorpe). Je mehr Comedians die
Bühnen bevölke
Loriot war ein Genie, weil er Komik und Haltung
miteinander verbinden konnte. Unter allen Preußen war er der
liebenswerteste, weil er deren Tugenden in den Dienst des Lachens
gestellt hat. Die Lücke, die er hinterlässt, wird auf Dauer bleiben.
Er wird uns fehlen. Aber genau genommen hat er uns längst gefehlt.
Sein 85. Geburtstag vor drei Jahren und der 80. zuvor, das waren noch
einmal Anlässe für das Fernsehen, sich seiner grandiosen
Alltagsdramen zu erinnern
Man frage einen Engländer, was er von
deutschem Humor halte. Er wird aufstöhnen: "Oh my God!" Dann wird er
scherzhaft einen Befehl bellen, ein paar Meter im Stechschritt
marschieren und dabei die Hand zum militärischen Gruß an die Schläfe
reißen. In den Augen der Welt trägt der deutsche Humor eben noch
immer Uniform und Erobererblick. Dass die Deutschen selbst über sich
und ihr Deutschsein längst lachen können, ist auch das uner
Die Verunsicherung in Sachen Urheberrecht ist riesig – genau wie
die Summen, die in diesem Zusammenhang genannt werden: Mal beklagt
die Musikindustrie Millionenverluste durch Raubkopien. Dann wieder
klingeln die Kassen, weil ein YouTube-Video um die Welt geht – und
ein illegal verwendeter Song dank des Klick-Erfolgs noch einmal die
Charts stürmt. Für die großen Kreativkonzerne liegen Chancen und
Risiken des Internets nah b
Der frühere langjährige WDR-Radiojournalist und
Erfinder der Sendung ZeitZeichen, Wolf Dieter Ruppel, ist tot. Er
starb am 18. August im Alter von 78 Jahren in Bonn.
Wolf Dieter Ruppel, geboren am 5. Januar 1933 in Hindenburg
(Oberschlesien), war von 1964 an, zunächst als freier Mitarbeiter,
für den WDR tätig. Seine erste Station war die Redaktion heute
morgen, das spätere Morgenmagazin, zu dessen Mitbegründern Ruppel
gehörte und dessen Leitung e
3sat überträgt das wetterbedingt verschobene Konzert der Berliner
Philharmoniker live aus der Berliner Waldbühne.
Sie gilt als eine der schönsten Freilichtbühnen überhaupt: die
Waldbühne beim Berliner Olympiastadion. Doch Schönheit schützt vor
Regen nicht, das alljährliche große Konzert der Berliner
Philharmoniker musste am 3. Juli ausfallen – und damit auch die
Fernsehübertragung