Die Kunst braucht das Internet nicht, um ein Phänomen der
Massenkultur zu werden. Sie ist es bereits. Im Internet wird die
Kunst neue Formen der Präsentation, das Museum neue Besucherschichten
zu finden suchen. Kunst wie Museum treten dabei nicht als Bittsteller
auf. Die digitale Welt wird diese Gäste willkommen heißen, weil sie
Glanz und Prestige mitbringen. Und sie wird auf diese Gäste achtgeben
müssen. Denn Kunst wie Museum befinden sic
Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln, das sind die
Kernaufgaben, die von der Sparkassen-Stiftung mit dem Museumspreis
gekürt werden. Wie das im Alltag aussehen kann, führt das Emsland
Moormuseum vor: Das Haus hat sprichwörtlich den Grund zum Thema, auf
dem es gebaut ist. Torf und Moor werden hier als Teil der regionalen
Kulturgeschichte begriffen, und das gleichermaßen profund und
anschaulich.
Noch ist nicht geklärt, ob menschliches
Versagen, ein technischer Defekt oder bodenlose Fahrlässigkeit zum
Tod des achtjährigen Lukas geführt hat. Fest steht aber, dass – wie
bereits mehrfach in der Vergangenheit – erneut ein Kind in einem
Hotelpool ums Leben gekommen ist. Und wieder gab es ein Problem mit
der Absauganlage. Wenige Tage vor den Herbstferien in NRW dürfte das
tragische Unglück auf Fuerteventura für erhebliche Unruhe nicht nur
bei vielen El
In ZDFkultur werden demnächst Prominente prominent
eingesperrt: Im Musentempel verbringen sie in der neuen sechsteiligen
Reihe "Art Clash" gemeinsam eine Nacht. Los geht es am Donnerstag,
20. Oktober 2011, 23.30 Uhr. Dann heißt es "Eine Nacht im Museum mit
Birgit Minichmayr und Jim Rakete".
Die Schauspielerin und der Fotograf treffen sich in Salzburg und
haben für eine Nacht das Museum der Moderne ganz für sich allein. Die
Ausstellung "Rollen
Genies sind leicht reizbar, oft von Wahnsinn gezeichnet. Die
außergewöhnliche Leistung gibt es scheinbar nur um den Preis der
Abnormität. Vincent van Gogh hat wie kein zweiter Künstler dieses
Bild vom getriebenen, vom kranken Genie geprägt. Jetzt bröckelt das
Bild vom irren Maler. Selbstmord oder Unfall? Mit der Antwort auf
diese Frage steht und fällt eine schaurig-schöne Legende. Zum Glück
ble
Ausgerechnet in der für ihre Kirchen berühmten
Hansestadt Lübeck ist ein Streit ums Glockengeläut entbrannt – und
ausgerechnet die Kultursenatorin hat ihn ausgelöst. Das berichten die
Lübecker Nachrichten (Dienstagsausgabe). Senatorin Annette Borns
(SPD) beklagte sich auf Facebook über das frühe Läuten der
Altstadtkirchen am Sonntag. "Domgeläut, Schlaf vorbei", schrieb
Borns. "Muss das wirklich um 8 Uhr jeden Sonntag sein?&quo
Boualem Sansal schlägt den Bogen, so weit es nur geht: Aus den
nordafrikanischen Befreiungsbewegungen leitet er einen weltweiten
Wandel ab – und sieht nicht nur den Nahost-Konflikt vor der Lösung,
sondern selbst China im Umbruch.
Kein Mensch im Saal glaubt, dass alles das demnächst eintritt. Und
doch ist der Applaus berechtigt. Dafür hat Sansal ja den Preis
bekommen: dass er ein Gegenbild zu den Repressionen der ganzen Welt
entwirft. Umso kl&uu
Lesen. Was? Wie? Und wo? Den einen spornen die
digitalen Seiten von Amazon & Co. zum vergnüglichen Lesen an, dem
anderen bleibt das Gedruckte heilig über alles. Wir werden trotz
zunehmender Digitalisierung der Lesegesellschaft noch lange an der
Tradition festhalten. Wenn wir es denn den sagenumwobenen Isländern
nachtun, die in Frankfurt als wahre Bücherwürmer gefeiert wurden. 20
gedruckte – und selbst gekaufte! – Exemplare verschlingen Mann und
Frau von der In
Die Literatur, sagte Peter von Matt in seiner
brillanten Laudatio auf Friedenspreisträger Boualem Sansal, "ist eine
langsame Gewalt. Aber es gibt keinen Felsen, der ihr auf Dauer
widerstehen könnte". Der Algerier selbst ist zu bescheiden, um sich
mit Lorbeer zu bekränzen, doch er weiß, dass Schriftsteller,
Philosophen, Intellektuelle "einen winzigen Beitrag" dazu geleistet
haben, dass frischer Wind durch die arabischen Staaten weht. Nicht
überr
Ohne solch "unbändigen Erzähler" wie Sansal
– was nicht nur das mutige Ankämpfen gegen politische Willkür,
sondern auch die freie Art des Geistes im Literarischen meint -, gäbe
es keine Entwicklung zum besseren, menschlichen Miteinander. Auch,
wenn seine Bücher in Algerien verboten sind, der Autor lässt sich
nicht vertreiben. Besonders im Osten Deutschlands weiß man: Wenn
solche Leute bleiben, beginnt die Revolution. +++