Achtung! Die TV-Sender casten wieder. Aber ein Ende ist in Sicht.
Seit mehr als zehn Jahren flimmern Castingshows über deutsche
Fernsehbildschirme. Das Publikum zeigt Ermüdungserscheinungen. Die
Einschaltquoten sinken von Staffel zu Staffel – selbst beim
Platzhirsch "Deutschland sucht den Superstar". Die "Stars"
verschwinden nach einem Hit wieder in der Versenkung – den letzten
"Popstars"-Bands gelang nicht einmal mehr das.
Die Entwickler des neuen Bluttests zur
Erkennung des Down-Syndroms preisen ihre Erfindung als medizinischen
Fortschritt. Schließlich sei die Methode schonender als die
risikoreiche Fruchtwasseruntersuchung, die bisher angewendet wurde.
Doch ist diese Erfindung auch ein gesellschaftlicher Schritt nach
vorne? Wohl kaum. Es gibt mit Sicherheit gute Gründe, die für eine
Abtreibung sprechen. Gleichzeitig ist es beklemmend zu sehen, dass
die technische Entwicklung das makabre Au
"Ich habe mich schon öfter mal am Telefon als meine Tochter
Suzanne von Borsody ausgegeben. Unsere Stimmen klingen gleich. Da hab
ich so manche Dinge erfahren, die sie mir so nicht erzählt hätte."
Das verrät die Grande Dame der deutschen Theaterbühne, Rosemar
Die Debatte um den Kulturinfarkt ist kaum verklungen – da legen
die deutschen Bühnen eine Bilanz vor, die zusätzlich zur
Beschwichtigung taugt. Der angeblich kränkelnde Patient blickt auf
eine durchaus vitale Spielzeit 2010/2011 zurück. Besucherzahlen,
Eigeneinnahmen – überall sind stabile, sogar leicht steigende Zahlen
zu bilanzieren. Selbst die Zahl der Beschäftigten mit Festvertrag ist
gleich geblieben – auch wenn das mitunter nur dank Ge
OVI war mein Zeichen", schluchzte es jahrzehntelang von
Autoaufklebern im heutigen nördlichen Landkreis Schwandorf. "SAD
musst– es weichen!" Als wäre der damalige Landkreis Oberviechtach von
einer Besatzertruppe aus Schwandorf eingenommen worden. Dabei
eliminierte Innenminister Bruno Merk 1972 mit seiner Gebietsreform
nur eine bayerische Kleinstaaterei, die längst zu teuer und
ineffektiv geworden war. Zimperlich gingen seine Beamten
Auf den ersten Blick besteht Rio de Janeiro nur aus
Cristo und Copacabana, aus Strand und Samba. Auf den zweiten Blick
sind es die Favelas, die ins Auge fallen. Die Armenviertel von Rio de
Janeiro sind nicht zu übersehen. An den Hängen über den Stränden und
in den Außenbezirken der Stadt wohnen Hundertausende Einwohner von
Rio de Janeiro in illegal gebauten, einfachen Siedlungen, die bisher
oft von Drogengangs beherrscht wurden.
Eine Holzbaracke als Kreativort auf dem Plateau der Hamburger
Kunsthalle: Brigitte Kölle, die seit Jüngstem die Geschicke der
Galerie der Gegenwart mitregiert, versteht ihr Projekt als Öffnung
der ehrwürdigen Institution zur Stadt, als Wette auf die eigene
Improvisationsfähigkeit und als sichtbares Bekenntnis zu Dialog und
künstlerischem Experiment. Prima, das hört jeder gern.
Hauptsache auffällig! Die Berliner Seebühne setzt auf die
populärsten Evergreens des Musiktheaters und vertraut auf
Regie-Stars, die zum Theaterblut auch noch Leinwand-Glamour
mitbringen. Das alles ist beim Festspielbetrieb vollkommen legitim.
Peinlich wird es allerdings, wenn Jahr um Jahr Streitigkeiten mit
Behörden in voller Lautstärke in die Welt geblasen werden. Nun
appelliert ein enttäuschter Volker Schlöndorff an die Ima
Sein erstes Sachbuch hieß "Was lebt in Tümpel,
Bach und Weiher?" und war ein einschneidendes Erlebnis. "Jahrelang
war ich fasziniert von trüben Gewässern", sagt Roger Willemsen, "über
das Sachbuch kann man wirklich in jeden Bereich des Lebens
einsteigen". In diesem Jahr ist der Publizist und Moderator neu in
der Jury des NDR Kultur Sachbuchpreises. Bis Freitag, 31. August,
können noch Bücher oder Druckfahnen bei NDR Kultur ei