Es ist richtig, auf die Gefahr weiterer Kostenexplosionen bei der
Elbphilharmonie hinzuweisen, wer will noch einmal 175 Millionen mehr
für den Bau verantworten? Gleichzeitig ist es billig, diesen Umstand
zum Spielball parteipolitischen Kalküls zu machen.
Wie ein steuerloses Containerschiff trudelt die Elbphilharmonie
dahin. Dabei ist es völlig egal, wer im Senat das Sagen hat: Das
Gezänk mit der Baufirma Hochtief blieb ohne Kons
Es war noch nie so leicht, zu schwer zu sein. Wer
durch eine Fußgängerzone schlendert, gerät von einer Döner- oder
Backduftschwade in die nächste, die werden ja nicht ohne Absicht auf
die Passanten geblasen. Überhaupt: Bis zum nächsten Lebensmittel sind
es selten mehr als ein paar Meter. Und selbst die lassen sich oft im
Aufzug zurücklegen oder auf der Rolltreppe. Wir brauchen immer
weniger körperliche Energie, um unseren Alltag zu bewältig
Wie bearbeitet die klassische deutsche First
Ladyein öffentliches Geraune? Über Johannes Rau war Bösartiges im
Umlauf. Christina Rau hat weise geschwiegen. Oder Eva Julia Köhler.
Sie hätte abrechnen können mit Kanzlerin und Medien. Würdevolle Ruhe.
Und wie hätte eine Dame von Welt pikanteGerüchte mit Stil gekontert?
Sie hätte beiläufig erwähnt, dass ihre eine Hure mit Herz allemal
lieber sei als eine höhere Tochter voller Nied
Hell ging der Stern von Simone Young in Hamburg auf. Das war keine
Selbstverständlichkeit, folgte sie doch auf Ingo Metzmacher, unter
dessen Ägide die Hamburgische Staatsoper zu den zentralen
Schauplätzen des deutschen Musiktheaters geworden war. Doch den
durchgängigen Erfolg Metzmachers konnte die australische Chefin nicht
für sich verbuchen. Fatal für Hamburg.
Jetzt schickt sich die Stadt an, einer der zentralen Plätze f&uum
Vielleicht denkt man sich das Glück auch eine
Nummer zu groß. Vielleicht ist weniger mehr. (…) Sicher ist:
Kleines Glück existiert in vielerlei Gestalt. Eine Aufmerksamkeit,
ein Händedruck, Zeit, die man in Familie und Freunde investiert. Auch
Begegnungen zählen dazu, die ein Lächeln hinterlassen. Wie das
Erlebnis, das ein Kollege am Montag auf einem Flug nach Berlin hatte.
Er wurde von einem dunkelhäutigen Steward bedient. Auf seinem
Namensschild stand
Ein Appartement für Goethe: Das klingt nach verrückter Luxuslaune,
trifft aber ganz den Kern der Sache. Denn der Weimarer Minister und
früh berühmte Dichter wünschte sich seinerzeit, was viel später
Virginia Woolf "A Room of One–s Own", ein eigenes Zimmer, nennen
sollte, einen Ort ganz für sich allein, ein eigenes Zimmer als Symbol
für jenen Freiraum, den jeder Mensch braucht, um zu sich selbst zu
Angebliche Ermittlungspannen, Gerüchte und ein
grausamer Mord, das alles mischt sich im Fall Bögerl. Ob nun in der
Vergangenheit Fehler gemacht wurden oder nicht, sollte vorerst in den
Hintergrund treten. Denn das ist zu gegebener Zeit zu klären, nämlich
dann, wenn es zu einem Verfahren kommt. Die Bevölkerung braucht
zuerst eine lückenlose Aufklärung der Tat, damit in der Region auf
Dauer wieder Ruhe einkehren kann.
Obsessive Jesus-Verehrung, amerikanische Sekten-Kritik und ein
Gangsterfilm, dessen Titel auf die Muttergottes anspielt:
Ausgerechnet im katholischen Italien treibt ein Filmfest die
religiöse Debatte voran. In seiner zweiten Amtszeit als Festivalchef
in Venedig hat Alberto Barbera ein konzises Programm vorgelegt. Und
die Jury hat dessen thematische Dichte noch einmal gewaltig
verstärkt.
Diese Biennale wird als Filmfest des religiösen Grenzgangs in
Tonbandgerät sind die Gewinner des New Music Award
2012. Die Band aus Hamburg hat sich heute beim Finale im Berliner
Admiralspalast gegen acht weitere Newcomerbands und neue Talente aus
ganz Deutschland durchgesetzt. Ihre musikalischen Qualitäten und die
beeindruckende Bühnenpräsenz überzeugten die Fachjury. Tonbandgerät
erhalten Musik-Equipment im Wert von 10.000 Euro sowie den New Music
Award – einen der wichtigsten Preise für junge Musikerinnen und
Mu
Sinkende Zuschauerzahlen und Einnahmen, Nachwuchsprobleme brachten
der Waldbühne Bremke bei Göttingen das Aus – wie schade. Zumal sie
1949 zu Ehren der Gebrüder Grimm eingerichtet wurde. Und seitdem Jahr
für Jahr unbeirrt von wechselnden Moden deren schönste Märchen
aufführte. Nicht einmal von einem geradezu märchenhaften Schlag ließ
sich die Bühne mit den immerhin 940 Plätzen entmutigen: Ein drei
Tonnen schwerer