Schwäbische Zeitung: Nicht schnitzen, formen! – Leitartikel

Es ging nicht um den Titel. Es war nur ein
WM-Qualifikationsspiel, ein 4:4 gegen Schweden. Dies kann nur
behaupten, wem Fußball völlig egal ist. Denn am Dienstagabend ist im
Berliner Olympiastadion sporthistorisch Einmaliges geschehen. Um das
Debakel von Joachim Löws Mannschaft einzuordnen, lohnt der Blick
zurück. Den größten Vorsprung, den eine deutsche
Fußballnationalmannschaft jemals aus der Hand gegeben hat, war ein
4:1. Geschehen ist dies vor 100

Themenwoche „Das Böse“ / 15 Dokumentationen, Spielfilme und Gespräche vom 21. bis zum 25. Oktober / Vier Erstausstrahlungen

Ist das "Gute" wirklich immer gut, das "Böse"
tatsächlich immer böse? Was ist DAS "Böse" überhaupt? Sind es die
Menschen, die böse sind oder "nur" ihre Taten? Meist sind Gutes und
Böses unlösbar miteinander verwoben, obwohl in den Medien oft
suggeriert wird, dass das Böse eindeutig zu benennen sei.

In 15 Dokumentationen, Spielfilmen und Gesprächen vom 21. bis zum
25. Oktober geht 3sat in der Themen

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Verlage / Duden

Digital-Verlierer?

Noch ein Lexikon-Klassiker, der sich im Internet-Zeitalter nicht
zurechtfindet? Die Kündigungen bei Duden verlocken zum vorschnellen
Urteil. Tatsächlich liegt die Ursache aber wohl weniger in der
Digitalisierung als in der Globalisierung.

Seit 2009 gehört das Bibliographische Institut und mit ihm die
Marke Duden zu Cornelsen – und damit laut "Buchreport"-Ranking zum
drittgrößten der deutschsprachigen Verlage. Als Bildungsanbiete

Todesanzeigen, begehbare Rauminszenierungen, Koffer fürs Jenseits: Ausstellungen des rbb zur ARD-Themenwoche 2012

Im Fernsehen, im Radio und im Internet widmet sich
die ARD vom 17. bis 23. November 2012 bundesweit einem Thema, das
jeden betrifft und trotzdem tabubehaftet ist: Sterben und Tod. Die
ARD-Themenwoche unter dem Motto "Leben mit dem Tod" will dazu
beitragen, Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu
überwinden, dem Verdrängen entgegenzuwirken und einen
gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Die Federführung für diese
Themenwoche liegt beim Rundfunk Berl

Neue OZ: Kommentar zu Literatur / Grass / Geburtstag

Gestritten und gelitten

Günter Grass darf nicht als Denkmal bewundert, er muss selbst wie
ein Roman gelesen werden. Denn der Autor, der wie kein zweiter
Schriftsteller seine Rolle als moralische Instanz entworfen hat,
verkörpert in Wirklichkeit, was er kritisiert, die Geschichte
Deutschlands mit ihren Defiziten und Möglichkeiten. Grass ist
ärgerlich in seinen Irrtümern, groß in seinen Geschichten. Er hat
gefehlt, als er sich allzu spät an seine Verga

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielfeld) zu Baumgartners Rekordsprung

Gefährlich? Natürlich! Wer im freien Fall aus 39
Kilometern Höhe in Richtung Erde stürzt, der geht nun einmal ein
nicht wegzudiskutierendes Risiko ein. Wahnwitzig? Eher nicht. Denn
Felix Baumgartner war sich der Gefahr sehr bewusst, hat sie aber
seiner Ansicht nach kalkulieren können. Der Österreicher hat in
seinem Leben hart für dieses Ziel trainiert, sich körperlich, mental
und auch technisch auf das Extremprojekt vorbereitet. Zudem wurde
nichts de

WAZ: Wenn man schneller als der Schall fliegt. Kommentar von Achim Beer

Was passiert, wenn ein Mensch die Schallmauer
durchbricht? Dank Felix Baumgartner wissen wir es. Es zieht nicht an
den Füßen und knallt nicht in den Ohren. "Du spürst es nicht", sagt
der glückliche Österreicher nach seinem verrückten Sprung. Felix
Baumgartner: ein paradoxer Ikarus, der nicht hoch hinaus wollte,
sondern tief hinunter; ein Bruder Wright der Krisenzeit, der den
Traum vom Stürzen träumte; ein Neil Armstrong im Rückwä

Allgemeine Zeitung Mainz: Spesen / Kommentar zum Rekordsprung

Ein Mensch fällt freiwillig aus rund 40 Kilometer
Höhe wie ein Stein zur Erde und macht seinen Sponsor um einige
Milliönchen reicher als die ganze Aktion gekostet hat. Und weil
wirklich jeder im Zeitalter von YouTube daran teilhaben kann, wird
der Sturzflug natürlich zum massenmultimedialen Event. So weit so
vorhersehbar. Wer Spaß daran hat, soll ihn haben. Und danach bitte
wie Felix Baumgartner wieder auf den (Erd-)Boden der Tatsachen
zurückkehren. Etwa, we

Neue OZ: Kommentar zu USA /Österreich / Rekorde

Schneller, höher, weiter

Warum will ein Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen,
warum begibt er sich freiwillig in 39 Kilometer Höhe? Gibt es nichts
Wichtigeres zu tun? Das mag so mancher angesichts des Rekordsprungs
von Felix Baumgartner denken. Die Antwort ist simpel und
faszinierend: weil es in unserer Natur liegt, schneller, höher und
weiter hinauszuwollen. Nur weil er sich nie mit dem Vorgegebenen
zufriedengab, sondern neugierig neue Lebensräume erob

Neue OZ: Kommentar zu Literatur / Buchmesse / Friedenspreis

Schmerzhafte Vorwürfe an den Westen

Verwirrend, was da momentan geschieht: Ein der autoritären
Regierung Chinas nicht wirklich fernstehender Schriftsteller erhält
den Literatur-Nobelpreis, ein scharfer Kritiker hingegen den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der eine Preis stärkt das
Selbstbewusstsein der Führung, der andere wird vermutlich als
Einmischung verbucht.

Liao Yiwus Rede führt vor Augen, auf welch tönernen Füßen die
pol