Künstler sind irgendwie immer Fremdwohner. Sie sind es gewohnt,
Räume zu besetzen, die ihnen eigentlich nicht zugedacht waren.
Insofern trifft der deutsch-französische Häusertausch auf der
Biennale den Nerv etablierter Praxis. Zudem erlaubt es der
wechselseitige Umzug, dem leidigen Nationenprinzip der Biennale zu
entkommen. Pro Land ein Ausstellungshaus: Das wirkt längst
anachronistisch. Kunst ist so internationalisiert, dass es sinnlos
Das Geschäft mit dem Fußball boomt in
Deutschland. Die Stadien sind voll, die Begeisterung ist immens. An
jedem Wochenende, nicht selten auch an ganz normalen Werktagen,
wollen Hunderttausende daran teilhaben, wenn ihre Mannschaft aufläuft
und schnelle Kombinationen auf dem grünen Rasen bietet. Die Mehrheit
liebt es friedlich. Sie streift sich ein Trikot über. Dann singt und
tanzt sie auf den Rängen. Doch es gibt auch eine Minderheit, die im
Grunde nicht am F
Vaduz, 19. November 2012 – Die Schatzkiste der
Mathematik öffnet die Wanderausstellung
"Geopythafibotonpolyhypotesaeder! Matheliebe." ab 22. November 2012
im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz (bis 7. April 2013).
Mathematik erklärt die Welt Mathematik ist schön, sie ist sinnlich
– und als lebendige Geisteswissenschaft ist sie allgegenwärtig. Die
heutige Mathematik hat sich über Jahrtausende entwickelt, viele ihrer
Wurzeln liegen in den Naturwiss
In den Palästinensergebieten fehlt es am Nötigsten – und da kommt
eine Horde deutscher Spinner und hat nichts Besseres zu tun, als
Musik zu machen? Ja, genau. "Ein Schreiner macht auch in Krisenzeiten
Tische. Warum soll ein Musiker aufhören, Musik zu machen?", hat der
syrische Klarinettist Kinan Azmeh einmal Reporter gefragt. Seit
Ausbruch des Bürgerkriegs gibt er in seiner Heimat mehr Konzerte denn
je. Dabei hat er seinen Wohnsitz sch
Jetzt bekommt auch noch eine ehemalige Markthalle ihre Schrägen,
Scharten und Schnitte. Daniel Libeskind inflationiert konsequent
seine zum Markenzeichen erstarrte Formensprache. Die Verletzungen,
die Libeskind seinen Bauwerken einzeichnete, verwiesen symbolisch auf
Qual, Furcht und Tod, die Gewalt und Vertreibung Menschen angetan
hatten. Der Architekt hat seine Bauwerke so mit dramatischer
Bedeutung aufgeladen. Jetzt multipliziert er nur noch sein
Markenzeic
Die hitzigen Debatten über die Zusammenlegung
von Kirchenkreisen in der Evangelischen Kirche von Westfalen sind
vorbei. Vorbei sind auch Massenaustritte, das vielfach bemängelte
Ausbleiben von Gottesdienstbesuchern sowie die Diskussion über eine
finanzielle Notlage, da das Kirchensteueraufkommen schmilzt. Und auch
die Kritik, ob sich Kirche wirklich zu jeder politischen Nachricht
äußern, sprich ihren Senf überall und immer dazuzutun muss, ist
verstummt. Warum
Ab sofort können Beiträge eingereicht werden /
Preisverleihung am 26. April 2013 in Hamburg
Zum neunten Mal schreiben Europas führender Zeitschriftenverlag
Gruner + Jahr und sein Magazin stern den Henri Nannen Preis aus. Ab
sofort können für diesen renommierten Journalistenpreis Print- und
Online-Arbeiten vorgeschlagen werden, die 2012 in deutschsprachigen
Medien erschienen sind. Dabei ist jeder – Leser, Autoren, Fotografen
– aufgerufen, preiswürdige Beitr
Schon die Maya wussten: Am 21. Dezember 2012
geht die Welt unter! Leider, leider. Moderator und Comedian Jan
Böhmermann möchte sich darum noch einmal in aller Form bei den
Zuhörern und Fans der LateLine, mit einer großen Live-Tour
verabschieden. Unter dem Motto "Danke und Tschüss – Der Weltuntergang
ist doch kein Weltuntergang!" ist Böhmermann vom 22.11. bis 20.12. in
ganz Deutschland unterwegs, immer donnerstags von 23 bis 1 Uhr.
Erstmals wird die A
Xavier Naidoo hat sich blamiert. In dem Song "Wo sind sie jetzt?"
vermischen er und Kool Savas auf krude Weise Homosexualität mit
Pädophilie, verurteilen außerdem Abtreibung. Naidoo, der bislang mit
Kuschelsongs vor allem Frauenherzen erweichte, ist ein gläubiger –
manche behaupten gar fundamentaler – Christ. Das ist nicht neu. Doch
solche drastischen Worte dürften auch viele Fans schockiert haben.
Rechtsprechung ist manchmal schwer zu verstehen: Da
klaut ein 13-Jähriger völlig ungeniert, weil er wie immer mehr vor
allem jüngere Zeitgenossen glaubt, dass geistiges Eigentum – in
diesem Fall das an Musiktiteln – nichts wert ist. Oder mit einiger
Wahrscheinlichkeit gar nicht weiß, was das ist. Und damit wäre das
eigentliche Problem, das kein Gericht dieser Welt lösen kann,
benannt. Natürlich ist es für Eltern völlig unzumutbar, die
elektron