Eine raffinierte Attacke hat der italienische
Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo sich da ausgedacht – würde man
sagen, wenn man nicht wüsste, dass bittere Ironie, besonders in
schriftlicher Form geäußert, leicht missverstanden wird. Die große
Jagd "der Machthaber" auf Theaterleute erhofft er, auf dass diese aus
der "Diaspora" heraus wieder mehr angehört würden. Sarkasmus, hilf,
vor allem, wenn solch eine Botscha
Auch nach 40 Jahren muss man der Zivilcourage
des damals jungen Zahnarztes Dr. Rainer Burckhardt aus Weiden großen
Respekt zollen. Obwohl das Volk gegen die "kriminellen Tschechen" im
Allgemeinen und die "langhaarigen Gammler" im Besonderen pöbelte,
erkannte er die Not der jungen Mutter Olga, die aus Liebe zu ihrem
Freund Komplizin von Flugzeugentführern wurde. Zusammen mit seiner
Frau kümmerte er sich um sie – Bande der Freundschaft entstanden, die
Es ist doch noch mehr Geld in den heimischen Kassen,
als man gemeinhin unkt. Immerhin 35000 Lokalpatrioten haben im
Ruhrgebiet 40, 50 Euro in die Hand genommen, um sich ein neues, altes
Autokennzeichen an ihren Wagen zu klemmen. Viel Geld für – ja was
denn eigentlich? Ein Stückchen Identifikation aus Blech? In Zeiten
einer Globalisierung, die weiß Gott nicht nur Erfreuliches mit sich
bringt, ist der Rückzug ins vermeintlich idyllische Klein-Klein ein
natürlicher Re
Wetzlar (ERF). Der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Jürgen
Werth (Wetzlar), begeht am 1. April sein 40-jähriges Dienstjubiläum.
Nach einem Volontariat bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund,
Hagen und Lüdenscheid wurde Werth 1973 Redakteur bei ERF Medien. Nach
einigen Jahren wurde er Leiter des Jugendprogramms "e. r. f. junge
welle" (heute CrossChannel.de). 1986 berief ihn die Leitung zum
Radio-Chefredakteur. Acht Jahre später (1994) &uum
So ändern sich die Zeiten: Frankfurt leistete sich in den
Achtzigerjahren ein ganzes "Museumsufer". Der Vergleich mit dem
Wiener "Museumsquartier" oder gar der Berliner "Museumsinsel" war
gewollt. Jetzt zögern und zaudern die Kulturpolitiker der
Mainmetropole vor dem vergleichsweise überschaubaren Projekt eines
Romantikmuseums, das mit 16 Millionen Euro nur knapp ein Drittel des
neuen Essener Museums Folkwang kosten wür
Der späte Frost hat mir alles verdorben. Ich habe
schon über 100 Pflanzen verloren." Diese Notiz eines Hofrates, liebe,
gänzlich zu Recht über den nicht enden wollenden Winter klagende
Leser, ist uralt. Doch weniger die Tatsache, dass sie von 1793
stammt, ist der Erwähnung wert als ihr Datum: Mitte Juni! So wird all
unser Klagen relativ: über die Heizkosten, das Lichtjahre entfernte
Holzkohlegrillen und die schlappen Primeln, die wir vor zwei Wochen
in fr&
Das zehntägige Festival widmet sich zentralen Fragen
unserer Gesellschaft. WWTBD greift Thomas Bernhards kritisches wie
unbequemes Denken auf, überträgt es in die heutige Zeit und fächert
es in verschiedene Disziplinen im Sinne einer prägnanten
Gegenwartsanalyse auf.
Rund einhundert Akteure aus der bildenden Kunst, Musik, Literatur,
Kunsttheorie, Soziologie, Philosophie und den
Wirtschaftswissenschaften wirken an diesem spektakulären wie
innovativen Bühnens
Mit der umjubelten Ausstellung "Manet – Portraying
Life" aus der Londoner Royal Academy of Arts kommt am Donnerstag, den
11. April 2013, um 20 Uhr, die erste von insgesamt drei hochkarätigen
internationalen Ausstellungen auf die große Leinwand in ausgewählten
CinemaxX Kinos. Dank herausragender Bild- und Tontechnik wird der
Ausstellungsrundgang zu einem unvergesslichen Erlebnis. Fachmännische
Kommentare und spannende Hintergrundinformationen rund um die
Kün
Neue Osnabrücker Zeitung, Montagausgabe vom 25.
März 2013, Nr. 71
Ein Stück der künftigen Hochkultur
Gehört der Popstar ins Museum? Aber ja. Museen setzen mit ihren
Ausstellungen kulturelle Standards. Das gilt erst recht für die
Frage, welche Objekte sie in ihren Sammlungsbestand aufnehmen. Die
Präsentation mit Kostümen und vielen weiteren Objekten zum Werk David
Bowies macht aus Unterhaltung einen Teil des neuen kulturellen
Kanons, transponie
Es gibt Wochen, da keimt tatsächlich so etwas wie
Hoffnung in die Restvernunft der Menschheit. Nein, nicht Zypern,
nicht der Frühling, nicht mal Steinbrück, sondern ein viel
schwierigerer Patient – das deutsche Fernsehen. Die vergangene Woche
begann mit einem unglaublichen Interesse für das Kriegs- und
Nazi-Epos "Unsere Mütter, unsere Väter". Obgleich es keinen aktuellen
Anlass gab, berührte der Dreiteiler im ZDF offenbar ein verschüttetes
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