Die Bilanz ist eindeutig: Bushidos Plan ist
aufgegangen. Der Unternehmer in der Branche Rap hat einiges in das
Marketing für sein Produkt – also sich selbst – investiert, und
offensichtlich zahlt sich diese Investition aus. Viel öffentliche
Kritik und als Krönung eine Strafanzeige. Besser kann sich ein
inzwischen millionenschwerer Musik-Geschäftsmann nicht zurück in die
Liga der bösen Buben spielen. Wenn die Nummer jetzt noch auf den
Index kommt, hat Bushido
»Stress ohne Grund« heißt die Single von
Skandalrapper Bushido, die derzeit mit schwulenfeindlichen Aussagen
gegen Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit sowie Gewaltandrohungen
gegen Claudia Roth und Oliver Pocher für Aufsehen sorgt – »Stress mit
Grund« hätte sie wohl besser geheißen. Hier der Integrations-Bambi,
dort das Praktikum im Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Christian
von Stetten: Die Fans haben dem vermeintlich beinharten R
Der Afrojazz-Star Manu Dibango (79) kritisiert
Europa scharf: "Ihr habt uns alles genommen: Öl, Holz, Elfenbein –
und Ihr habt fast nichts dafür bezahlt", sagte der Saxofonist aus
Kamerun in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung"
(Montagsausgabe). Der Musiker lehnt gegen Waffenexport nach Afrika ab
und rät dazu, den jüngsten Afrika-Besuch von US-Präsident kritisch zu
betrachten: "Er ist in erster Linie Amerikaner und nicht Afrikaner.
Also
Neues Pirmasenser Kulturzentrum präsentiert zum 250-jährigen Stadtjubiläum die Ausstellung"Wald, Schloss, Schuh – Die Geschichte der Siebenhügelstadt"// Vorpremiere in neu restauriertem historischen Postgebäude aus der Kaiserzeit
Bekannt geworden ist Anis Ferchichi, so Bushidos bürgerlicher
Name, vor einigen Jahren mit homophoben, frauenfeindlichen und
gewaltverherrlichenden Texten. 2011 erhielt der Skandal-Rapper den
Integrations-Bambi. Er sei geläutert, führte die Jury als Begründung
an. Anschließend ließen sich Politiker gern mit ihm ablichten und
Bushido sich in Boulevard-Zeitungen als treu sorgender Familienvater
und politikinteressierter Bundestagspraktikant abbi
Es ist das Los der Freiheit, dass es immer welche
geben wird, die sie missbrauchen. Die sich unter dem Deckmantel,
Künstler zu sein, die Taschen mit dem Geld ahnungsloser Fans
vollstopfen. Unter dem Schutzschirm künstlerischer Freiheit verhöhnen
schräge Vögel wie Anis Mohamed Youssef Ferchichi unser Rechtssystem.
Wir haben ihm auch noch zugejubelt und ihm einen Bambi für
"Integration" an den Hals gehängt. Der Demagoge hat–s genommen und
seinen
Leider darf man bei Bushido seinem ersten
Reflex nicht folgen. Der lautet nämlich: Da ist einer durchgeknallt,
am besten ignorieren wir das, um nicht noch Werbung für ihn zu
machen. Doch bei dem Rapper funktioniert Totschweigen nicht. Obwohl
er als künstlerisch dürftig gilt, verfolgen viele Menschen
elektrisiert sein Tun. Allein das mittlerweile nur über Umwege
zugängliche Skandal-Video wurde schon fast eine Million mal
angesehen. Und darin ruft er eindeutig
Neun Kulturprogramme der ARD bringen vom 13. Juli
bis 7. September wieder herausragende Konzert-Produktionen aus ihren
Sendegebieten in das ARD Radiofestival ein. In diesem Jahr liegt die
Federführung bei SWR2. Programmchef Johannes Weiß gibt einen
Ausblick: "Gemeinsam mit den anderen Kulturradios der ARD ist es uns
gelungen, wieder ein großartiges Klassik- und Jazzprogramm
zusammenzustellen. Ich freue mich besonders darüber, dass SWR2
zahlreiche Konzertmitschn
Thematischer Schwerpunkt und Standort im Ullsteinhaus ergänzen
sich ideal. Denn im Ullsteinhaus wurde seit 1914 die "Vossische
Zeitung" gedruckt, in der neben anderen der glühende Aufklärer
Gotthold Ephraim Lessing schrieb. Der bekämpfte nicht nur Vorurteile
etwa gegen die Juden und ihren Glauben, sondern setzte sich auch für
die Pressefreiheit ein. Allein schon mit der Pressefreiheit lässt
sich wunderbar historisch doku
Der Schauspieler Matthias Brandt schaut sich die
"Polizeiruf"-Folgen, in denen er mitspielt, immer sofort an.
"Manchmal auch schon in Zwischenstadien", erzählt er der Stuttgarter
Zeitung (Samstagsausgabe). Allerdings ist er dafür gern allein. Er
könne sich nicht so gut vorstellen, eine Arbeit, in die er doch sehr
involviert sei, in einem größeren Kreis anzuschauen. "Man registriert
da als Schauspieler doch sehr genau, wie die Menschen um ein