Neues Deutschland: Frankfurter Buchmesse: Lesen? Nein!

Am Anfang war das doch so: Weil die Menschen nicht
schreiben und nicht lesen konnten, mussten sie ins Erzählen kommen.
Die Literatur begann mit der Konzentrationsfähigkeit, der listigen
Auffassungs- und Erfindungsgabe, dem feinen Ohr und dem guten
Gedächtnis von Analphabeten. Mythos und Kinderreim, Märchen und Lied,
Gebet und Rätsel – alles älter als die Schrift. Zur heute Abend
beginnenden Frankfurter Buchmesse kurz und bündig: Es muss ein neuer
Analphab

GLOBALIZE:COLOGNE. Spielplan!

Von 19. November bis 17. Dezember 2011 heißt es im alten Ufa-Filmpalast in Köln GLOBALIZE:COLGONE. Das internationale Festival des Kölner Ensemblenetzwerks Freihandelszone findet dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt und ist eine Zeit des kreativen Austauschs. Die Ensembles der Freihandelszone haben hochkarätige Gastkünstler aus Island, Japan, Frankreich, Belgien, der Schweiz und den USA eingeladen und werden ihre Produktionen den Arbeiten der Gäste gegen&

Neue OZ: Kommentar zu Literatur

Lust auf Lyrik

Und wo bleibt Hesse? Sein Gedicht "Stufen" liegt meistens vorn,
wenn Menschen in Deutschland nach ihrem Lieblingsgedicht gefragt
werden. Bei den Promis, denen Marburger Studierende die gleiche Frage
stellten, macht Rilkes "Panther" das Rennen. Sprichwörtlich gewordene
Zeilen bieten sie beide – Rilkes "Hinter tausend Stäben keine Welt"
steht Hesses "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" keinen Deut
nach. Die Sentenz macht

WAZ: Sozial-Spannerei. Kommentar von Frank Preuß

Die Geschichte des privaten Fernsehens ist immer
eine Geschichte der Tabubrüche gewesen. Die nackten Früchtchen, die
im Auftrag von RTL auf Quotenfang gingen, lösten einst noch Debatten
um die guten Sitten aus. Mit dem Wissen, was die Sender heutzutage
verbrechen, bleibt "Tutti Frutti" als reizender Blödsinn in
Erinnerung.

Im täglichen Sozial-Spanner-Programm werden Frauen getauscht,
Kinder vermöbelt, Hässliche umoperiert, Schwiegertöch

Westfalenpost: Nur wer lesen kann, kann auch Demokratie

Von Monika Willer

Warum ist die Frankfurter Buchmesse Jahr für Jahr so faszinierend
für ein sehr breites Publikum? Die Antwort zielt auf unser
Verständnis als Kulturnation: Weil in Frankfurt traditionell die
einander sonst eher widerstrebenden Kräfte Geschäft und Geist,
Bildung und Kommerz, Glamour und Sozialkritik zusammenkommen. Und
weil das Buch – oder besser das vervielfältigte Wort – nach wie vor
das Leitmedium unserer Gesellschaft ist. Alle unsere

Eugen Ruge erhält den Deutschen Buchpreis 2011 für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“

Der Gewinner des Deutschen Buchpreises
2011 ist Eugen Ruge. Er erhält die Auszeichnung für seinen Roman "In
Zeiten des abnehmenden Lichts" (Rowohlt). "Eugen Ruge spiegelt
ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. Es gelingt ihm, die
Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer
dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen. Sein Buch erzählt
von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen
abverla

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) zum Gastland auf der Frankfurter Buchmesse:

Der Skalden wegen, die mit ihren Gesängen
das Isländische schon vor Jahrhunderten zur Kultursprache erhoben,
begreifen die Isländer die Literatur als Kulturgut. Und weil die
isländischen Autoren bis heute nicht aufgehört haben, sich
einzumischen und die Befindlichkeiten der sie umgebenden Gesellschaft
mit Humor und ernsten Absichten zu durchleuchten. Auf der Frankfurter
Buchmesse, die heute Abend eröffnet wird, präsentiert sich mit Island
ein Gastland, dess