LIVE-Gedichte vom Kölner Kunstfälscherprozess

Der Autor und Künstler Klaus-Werner Klausens hat den nun zuende gegangenen Kölner Kunstfälscherprozess an allen Verhandlungstagen mit LIVE-Gedichten begleitet. Auf diese Weise entstand ein Zyklus von Gedichten, der ganz neue Blicke auf diesen Prozess wirft.

Mittelbayerische Zeitung: Zum Urteil im Kölner Kunstfälscherprozess / Blamage für die Experten

Kunstfälscher geben gute Helden ab. Nicht im
Sinne von redlich und moralisch gut, aber im Sinne von beeindruckend
und unterhaltsam, gewitzt und wief, auch wegen ihrer handwerklichen
Meisterschaft. Wolfgang Beltracchi ist hierfür ein herrliches
Beispiel. Auch wenn sich der Richter erleichtert den Schweiß von der
Stirn wischen kann, weil er das Urteil dank der Geständnisse nach
sehr viel weniger Prozesstagen fällen konnte – und ohne fast 170
Zeugen hören zu m&

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Kriminalität / Kunstfälscher

Hauptfrage nicht gestellt

Nichts gegen eine Justiz, die zügig arbeitet. Der Prozess gegen
Wolfgang Beltracchi und seine Fälscherfreunde hätte hingegen gern
noch etwas länger dauern dürfen. Dabei steht nicht einmal der Wunsch
im Vordergrund, dem begnadeten Selbstdarsteller Beltracchi noch
ausführlicher dabei zusehen zu dürfen, wie er sein Leben zwischen
Prunk und Pleite, Kunst und Klamotte weiter ausbreitet. Das kommt
ohnehin früh genug. Wetten, d

WAZ: Das Erbe ist schon schwer genug ! Kommentar von Jens Dirksen

Ja, das Ruhrgebiet kann stolz sein auf seine
Geschichte. Aber das ist noch lange kein Grund, die zwei Jahrhunderte
von Kohle und Stahl, die gerade ihrem Ende entgegengehen, in
Kunstharz zu gießen. Genau das jedoch würde geschehen, wenn die
Region oder ganze Flächenzüge den Stempel des Unesco-Welterbes
erhielten, wie das jetzt einige Denkmalpfleger planen. Als gäbe es
keine Zukunft mehr für das Land zwischen Emscher und Ruhr!

Und ja, das Unesco-Siegel brin

tz München: „Kein Film ist perfekt!“ tz-Interview mit Regielegende Werner Herzog über Höhlen und Leidenschaften

"Herzog." Regie-Star Werner Herzog (69) stellt
sich tz-Kolumnistin Ulrike Schmidt höflich vor. Das ist selten
geworden in einer supermedialen Zeit, wo der Mensch im Begriff Star
verloren scheint. Lange schon lebt der gebürtige Münchner in Los
Angeles, und nur ein Bruchteil seiner regen Filmarbeit schafft es in
die alte Heimat, wie "Die Höhle der vergessenen Träume", die am
Donnerstag bei uns im Kino anläuft. Es ist eine 3D-Reise zu den
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