Neue OZ: Kommentar zu Kunst / Ausstellungen / documenta

Die hohe Kunst des Gemüses

Eins muss man ihr lassen: Humor hat die neue Documenta-Chefin.
Kurz vor der Eröffnung ihrer Großausstellung mal eben den Unterschied
zwischen Kunst und Natur vom Tisch zu wischen, das macht auf jeden
Fall neugierig.

Und tatsächlich kann Carolyn Christov-Bakargievs Frontalattacke
auf die grundlegenden Kategorien unseres Selbstverständnisses ja in
viele Richtungen fruchtbar sein. Die Aufwertung von Tieren ist
sowieso hochgradig ehre

WAZ: Limo trinken wie aus Eimern. Kommentar von Petra Koruhn

Keine Angst, keine Aufregung: Wir sind nicht in New
York. Wir müssen nicht fürchten, dass uns einer den Riesenbecher Cola
wegnimmt, wie es der Bürgermeister von New York plant. Wir können
selbst bestimmen, ob wir uns neben all den Kalorien auch noch eine
Extra-Ladung durch Limo im Mega-Becher gönnen. Eine kleine Portion
wäre doch genug. Theoretisch haben wir die freie Entscheidung.
Praktisch oft nicht. Wann waren Sie zuletzt im Kino? Da werden
Getränkebec

Neue OZ: Kommentar zu Israel / Deutschland / Musik

Das israelische Recht auf Irrationalität

Vielen Israelis ist Richard Wagner immer noch eine Persona non
grata, eine zutiefst unerwünschte Figur. Denn für sie verbinden sich
Wagners germanisch gefärbten Mythen mit dem Terror
Hitler-Deutschlands, wird Wagners Antisemitismus zum Vorläufer der
nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie. Damit mögen sie dem
Dresdner Komponisten unrecht tun, er war Antisemit, aber kein
Menschenschlächter. Und für

FT: Kommentar zu: Urteil Aufruf zur Lynchjustiz

Nichts rüttelt so sehr auf wie Verbrechen an
Kindern. Oft kochen die Emotionen hoch, gewinnt der Wunsch nach
Selbstjustiz Oberhand über das Rechtsverständnis. Friedrich
Dürrenmatt hat dafür in "Es geschah am hellichten Tag" ein
einprägsames Beispiel geliefert. In dem Spielfilm aus dem Jahr 1958
will ein aufgebrachter Mob einen Hausierer lynchen, der sich in
Polizeigewahrsam befindet. Im Dorf hatte sich herumgesprochen, dass
der Mann ein kleines M&au