Literaturnobelpreisträger Günter Grass fühlt sich
von seinen Kritikern missverstanden. Gegenüber dem NDR nahm er
erstmals nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Gedichts "Was
gesagt werden muss" Stellung.
Grass wörtlich: "Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf
den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich
zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt."
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Als das Media Art Festival sein Debüt feierte, entstanden die
Kritiken noch an der Schreibmaschine. Schon über die bloße Hardware
konnte Medienkunst damals den Avantgarde-Charakter unter Beweis
stellen. Das passte zur inhaltlichen Ausrichtung: Das Osnabrücker
Festival begriff sich als Teil der Gegenkultur – Videos und
interaktive Automaten waren das Mittel, die Meinung der Eliten zu
unterminieren.
Ein Mord wie in Emden ist schrecklich genug. Was
sich in diesem Zusammenhang nun an Pannen und Versäumnissen
offenbart, ist nicht minder bestürzend. Möglicherweise wäre der Mord
an der elfjährigen Lena zu verhindern gewesen, hätte es bei den
staatlichen Stellen klare Zuständigkeiten und unverzügliche
Ermittlungen gegeben.
Diese bittere Erkenntnis wird die Trauer und Wut der Familie und
Freunde des Opfers ins Unermessliche steigern. Die, die ermitt
"Was gesagt werden muss" titelt Günter Grass seinen Text, den er
als Gedicht verstanden wissen will. Das doch eigentlich sehr
prosaische Stück löst keine Debatte über moderne Lyrik aus, sondern
über die Gesinnung ihres Verfassers. Grass versteht einiges von
Marketing, spielt souverän die Klaviatur der Eigen-PR. Auf dass alle
Welt höre, was der Dichter des Nordens an zorngefärbten Mahnungen
Die seit Jahren gärenden Debatten um die Einführung
einer Pferdesteuer nehmen in NRW Gestalt an. Die Stadt Remscheid will
am 28. Juni landesweit erstmals über einen entsprechenden Vorschlag
der Verwaltung entscheiden. Das berichtet die "Neue Ruhr/Neue Rhein
Zeitung" (Essen, Donnerstagsausgabe). Veranschlagt sind demnach
jährlich 750 Euro pro Pferd.
Den Remscheider Vorstoß sehen Reiter und Verbände mit Sorge. Für
Hermann Bühler, Referent
NEXT ART GENERATION lädt zum exklusiven Gala-Dinner mit dem britischen Künstler Antony Gormley. 300 Gäste aus Kunst, Wirtschaft und Medien sind wieder mit dabei.
Aussagekräftig auf den Punkt gebrachte, mal zynisch, authentisch verpackte Gedanken zum Hier und Jetzt. Sympathisch präsentiert von vier Musikern aus dem Ruhrgebiet.
Google ist böse: Diese Sicht ist weit verbreitet, bestimmte nach
dem furiosen Jubel früher Jahre doch zunehmend Kritik am Umgang mit
Daten die Wahrnehmung des Unternehmens. Indem die Kalifornier nun
Kultur einstellen, schlagen sie sich nicht automatisch auf die Seite
der Guten. Doch sie lenken den Blick darauf, dass das Web weit mehr
ist als ein Sammelbecken von Schurken, die Daten sammeln,
Kreditkartenkonten plündern und Kinderpornos tauschen
Der Mordfall Lena, diese Tragödie in der
norddeutschen Provinz, wird für die Ermittler immer mehr zu einer an
Peinlichkeit kaum zu überbietenden Kette von Fehlleistungen. Erst die
Verhaftung und quasi-öffentliche Präsentation eines unschuldigen
Jugendlichen. Und nun die bittere Befürchtung, dass das Mädchen
vielleicht noch leben könnte, wenn ein paar ostfriesische Polizisten
etwas schneller reagiert hätten.