Schwäbische Zeitung: Schreckliche Versäumnisse im Mordfall Lena – Kommentar





Ein Mord wie in Emden ist schrecklich genug. Was
sich in diesem Zusammenhang nun an Pannen und Versäumnissen
offenbart, ist nicht minder bestürzend. Möglicherweise wäre der Mord
an der elfjährigen Lena zu verhindern gewesen, hätte es bei den
staatlichen Stellen klare Zuständigkeiten und unverzügliche
Ermittlungen gegeben.

Diese bittere Erkenntnis wird die Trauer und Wut der Familie und
Freunde des Opfers ins Unermessliche steigern. Die, die ermitteln
sollten, stehen jetzt selbst im Fokus, eben weil sie nicht ermittelt
haben. Dabei lagen eindeutige Fakten auf dem Tisch. Der geständige
18-Jährige hatte sie der Polizei sogar selbst geliefert, da er
offenbar seine pädophilen Neigungen bekämpfen wollte. Doch das
Verfahren wurde auf die lange Bank geschoben.

Die Forderung, aus dieser Tragödie rasch die nötigen Konsequenzen
zu ziehen, ist verständlich. Dass dabei auch Missstände wegen
personeller Engpässe im öffentlichen Dienst ans Tageslicht kommen,
wäre nicht verwunderlich.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de

veröffentlicht von am 4. Apr 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de