Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Literatur / Räuber Hotzenplotz / 50 Jahre

Her damit!

Zum 50. Geburtstag hat Räuber Hotzenplotz frische Farbe ins
Gesicht bekommen. Zur bunt illustrierten Neuausgabe im Buchregal
kommt jetzt die App-Version aus dem Thienemann-Verlag. So soll sich
die berühmte Kasperlgeschichte auch noch an ihrem 100. Geburtstag
weltweiter Beliebtheit erfreuen.

Ist das nötig? Für Puristen mag das nach einer digitalen Spielerei
klingen. Wer das Original in seiner Jugend gelesen hat, dem kommen
solche Versuche von Verlagen,

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Oper

Ein Leben ohne "Zauberflöte" ist möglich

Festspielkultur von Bayreuth bis Salzburg hat glanzvoll zu sein.
Der helle Schein der Super-Festivals fällt nicht allein auf
"Lohengrin" oder "Ariadne", sondern auch auf das Verhältnis der Kunst
zu dem Geld, das sie ermöglicht. Während Salzburgs Festspielintendant
Perreira gerade sein Budget kräftig nach oben getrieben hat, legt
Festredner von Matt den Finger in die von viel rauschend

Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung aus Frankfurt (Oder) schreibt zum Prozessauftakt gegen die Punkband Pussy Riot:

Über die musikalische Qualität kann man
getrost unterschiedlicher Meinung sein. Über die Art und Weise, wie
die russische Justiz mit den Musikerinnen von Pussy Riot umspringt,
sollte es in einem Rechtsstaat hingegen keine zwei Meinungen geben.
Doch einmal mehr zeigt sich, dass die russische Obrigkeit eben dieses
Prädikat noch immer nicht verdient hat.

Wer dachte, nach den wütenden Demonstrationen im vergangenen Jahr
würde die Regierung an mehr Rechtsstaatli

Neue OZ: Kommentar zu Festspiele / Bayreuth

Aufarbeitung, ja vielleicht, aber bitte so, dass
sie uns nicht zu nahekommt: Nach diesem Motto haben sich die
Nachfahren Richard Wagners bislang mit der Tatsache
auseinandergesetzt, dass die Bayreuther Festspiele von jeher ein Hort
des Antisemitismus gewesen sind. Nur wenige Mitglieder des
Wagner-Clans, etwa Nike Wagner, haben sich dezidiert anders
verhalten.

Jetzt zeigt die Ausstellung "Verstummte Stimmen" nachdrücklich,
dass sich die Bayreuther Wagner-Wahn-Welt nicht nu

WAZ: Juristische Fehler schaden dem Opfer. Kommentar von Stefan Wette

Schmerz und Trauer von Opferfamilien sind von
Außenstehenden kaum zu ermessen. Es ist dennoch nachzuvollziehen,
dass die Entscheidung des Landgerichts Essen auf die Angehörigen des
im Wachkoma liegenden Gladbeckers Kevin Schwandt herzlos wirken muss.
Aus formalen Gründen nimmt sie ihnen die Möglichkeit, gegen das aus
ihrer Sicht zu milde Urteil des Jugendschöffengerichts Gladbeck in
der Berufung vorzugehen. Ein Jahr Haft mit Bewährung hatte ein
18-Jährig

Neue OZ: Kommentar zu Medien / Kirche / Papst / Titanic

Tabulos

Wahrscheinlich müsste die "Titanic" ihre Papst-Fotos nicht mal
verfremden: Wenn Benedikt XVI. auf dem Cover erscheint, ist fromme
Wut sicher. Die empörten Katholiken tun dem Heft allerdings zu viel
der Ehre, allen voran der Papst selbst mit seiner taktisch dummen
Unterlassungsklage. Die inkontinenten Kusslippen-Päpste, mit denen
das Magazin in diesem Sommer Auflage macht, sind infantil, sicher
auch ehrabschneidend, als Religionskritik sind sie aber vor