Estnischer Premierminister Kristen Michal sieht Russland trotz neuer Angriffe gegen die Ukraine in der Defensive

Estnischer Premierminister Kristen Michal sieht Russland trotz neuer Angriffe gegen die Ukraine in der Defensive

Der estnische Premierminister Kristen Michal ist trotz der jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew optimistisch, dass sich die Ukraine gegen Russland behaupten wird, appelliert jedoch auch an die Nato-Staaten, in ihrer Unterstützung Kiews nicht nachzulassen und die Ausgaben für Verteidigung auszubauen. „Russland wird nur durch Stärke und Geschlossenheit gestoppt. Wir kommen jeden Tag dem Punkt näher, wo sie gezwungen sein werden, mit der Ukraine zu reden und die Ukraine einen dauerhaften Frieden zu ihren Bedingungen bekommt“, erklärte der estnische Premierminister im Fernsehsender phoenix. Die Sanktionen, das Vorgehen gegen die russische Schattenflotte und das Einfrieren russischer Vermögen zeigten Wirkung. Hinzu kämen ukrainische Angriffe, die erhebliche Folgen hätten. „Häfen werden angegriffen, große Städte brennen.“ Der russische Präsident Putin müsse einsehen, dass für ihn dieser Krieg nicht zu gewinnen sei, solange die Nato-Staaten einig hinter der Ukraine stünden.

Sicherlich sei Russland nach wie vor eine Bedrohung für die Nato-Staaten, doch allmählich wende sich das Blatt. „Unsere Verteidigungsfähigkeit nimmt zu und Putin wird nicht länger das Zeitfenster haben, um die Nato anzugreifen“, war Michal überzeugt. Notwendig sei es, dass die Nato-Staaten die vereinbarte Erhöhung der nationalen Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts auch ernst nähmen. „Jeder sollte mehr tun. In Estland übertreffen wir diesen Wert bereits. Wir erwarten, dass auch alle Bündnispartner das tun“, äußerte sich der estnische Premierminister vor dem am kommenden Montag beginnenden Nato-Gipfel im türkischen Ankara.

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