Stuttgarter Nachrichten: Loveparade

19 Tote, mehr als 340 Verletzte: Ohne das
Versagen, die Ignoranz, die Überheblichkeit der Duisburger
Stadtspitze könnten sie noch leben. An deren Verantwortung und Schuld
gibt es nichts zu beschönigen. Die Verantwortlichen reden sich raus,
leugnen jede Verantwortung, reden Zahlen schön. Das ist unfassbar,
zynisch, infam. Duisburgs Polizeichef behauptet allen Ernstes, es
habe keine Massenpanik gegeben. Die Staatsanwaltschaft sucht nach den
Schuldigen. Lange wird sie nicht

Neue OZ: Kommentar zu Musik / Festspiele / Bayreuth

Töchter schleifen die Burg der Väter

Bei Hans Neuenfels rollen Köpfe – zumindest auf der Opernbühne.
2003 machte sein Berliner "Idomeneo" Skandal: Die Häupter von
Poseidon, Christus, Mohammed und Buddha wurden wie Trophäen einer
Götterexekution präsentiert. Das Ergebnis: Neuenfels– Version der
Mozart-Oper flog zeitweise aus dem Programm.

Unabhängig von seiner ersten Regiearbeit auf dem Grünen Hügel, dem
"Lohengrin

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT(Bielefeld) zur Frauen U20-WM

Die nimmermüden Koreanerinnen haben hier
gespielt, die hübschen Schwedinnen, auch die US-Amerikanerinnen, die
zu den Titelfavoritinnen zählten. Doch ganz ehrlich: Bisher war
Bielefeld bei der U20-WM nur ein Nebenschauplatz. Das Herz des
Turniers schlägt in Bochum. Dreimal haben die Menschen dort schon die
deutsche Mannschaft spielen sehen. Jedes Mal war die Stimmung
prächtig, die Resonanz unerwartet groß. Viel mehr als die im Schnitt
fast 18 000 Zuschauer wir

Ostsee-Zeitung: Love Parade/Duisburg/Ermittlungen

Stadt und Sicherheitsbehörden verschanzten sich
gestern hinter Mauern aus amtsdeutschen Begriffen. Dabei wurde in
Internet-Foren des Ruhrgebiets schon Tage vor der Love Parade
deutlich davor gewarnt, dass es Tote geben könnte, wenn sich nichts
am Konzept ändere. Es sieht so aus, als hätten die Blogger aus dem
Bauch heraus die Lage besser eingeschätzt als die Planer der Love
Parade, denen Zahlen zur Verfügung standen. Aber was für welche?
Nicht mal im Ans

Der Tagesspiegel: Bertelsmann-Musikrechtetochter BMG will schneller wachsen und plantÜbernahmen

Die Musikrechtetochter des Bertelsmann-Konzerns
will schneller wachsen. "Wir prüfen insgesamt rund 40 Projekte und
arbeiten konkret an zwei signifikant großen Übernahmen", sagte
Hartwig Masuch, Vorstandsvorsitzender der BMG Rights Management GmbH,
dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Das Volumen der beiden Projekte
bezifferte er auf eine "Größenordnung von 50 bis 80 Millionen Euro".
BMG ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Medienkonzerns und des

Neue OZ: Kommentar zu Italien / Kunst

Die Zweifel überwiegen

Es wäre einfach zu schön gewesen: ein unbekanntes Bild von
Caravaggio – passgenau zum großen Malerjubiläum entdeckt! Nun
geschieht mit der vermeintlichen Sensation jedoch, was zu erwarten
war. Sie zerplatzt wie eine Seifenblase.

Dabei stimmten die Voraussetzungen. Mit dem 400. Todestag des
Genies mit dem wüsten Leben war die Aufmerksamkeit der Medien und der
Öffentlichkeit einer Nachricht von unvorhergesehenem Finderglüc