Die katholische Kirche gilt ja nicht gerade als
Speerspitze der Emanzipation. Umso mehr Lob gebührt den Herren vom
Erzbistum München-Freising für ihre Entscheidung, eine Frau ans
Dirigentenpult zu berufen. Eigentlich kein Wunder; was zählt, ist
Können und nichts sonst.
Im Orchester sitzen Frauen gleichberechtigt neben den männlichen
Kollegen, zumindest solange es nicht um die Schlüsselposition des
Konzertmeisters geht. Auch als Solistinnen stellt sie
„Unterwegs zu apokalyptischen Orten“ heißt das Motto, dass ab 9. September bis 21. November 2010 in Würzburg zu einem ganz besonderen Weg durch die Stadt einlädt. Dieser Gang führt uns auch zu Jacques Gassmanns „Apokalypse“. In 32 großformatigen Leinwandarbeiten mit einer Gesamtlänge von 80 Metern wird das Buch der Offenbarung des Johannes vollständig in Frankens erstem barockem Bauwerk, dem Stift Haug, präsentiert. Eingebunden ist die Ausstellung in die
Negativpreise schaffen große Momente für Besserwisser und
Pedanten. Besonders, wenn es um Sprache geht. Der Eifer der Empörten
ist hier enorm und trifft oft die Falschen – zuletzt ein Unwort, das
nur per Hörensagen in die Welt gekommen war. Diesmal ist zumindest
auf dem ersten Rang ein echter Übeltäter. Wenn die Kulturhauptstadt
ihre eigene Sprache nicht spricht, ist das peinlich.