Unabhängig, aber nicht unverwundbar: Wenn Katzen Schmerzen still ertragen / Woran Katzenhalter*innen mögliche Anzeichen von Arthrose erkennen und wie sie ihre Katze im Alltag unterstützen können

Unabhängig, aber nicht unverwundbar: Wenn Katzen Schmerzen still ertragen / Woran Katzenhalter*innen mögliche Anzeichen von Arthrose erkennen und wie sie ihre Katze im Alltag unterstützen können

Katzen gelten als eigensinnig, anpassungsfähig und wahre Meister darin, sich Schwächen nicht anmerken zu lassen. Genau das wird ihnen jedoch häufig zum Verhängnis: Denn Katzen zeigen Schmerzen meist nicht offensichtlich. Statt zu lahmen oder schmerzende Gelenke zu entlasten, verändern sie schleichend ihr Verhalten – oft so unauffällig, dass Erkrankungen wie Arthrose lange unbemerkt bleiben.

Aus diesem Grund klärt Zoetis Tierhalter*innen regelmäßig zu Schmerzanzeichen auf und lenkt im Schmerz-Awareness-Monat September besondere Aufmerksamkeit auf das Thema.

Arthrose ist eine chronische, fortschreitende Gelenkerkrankung, die bei allen Katzen unabhängig von der Rasse vorkommen kann. Arthrose ist nicht heilbar, allerdings können Arthrose-bedingte Schmerzen mit einer geeigneten Schmerztherapie effektiv und langfristig gelindert werden. Aktuelle Studien zeigen, dass rund 40 % (1) aller Katzen im Laufe ihres Lebens von Arthrose und den damit einhergehenden Schmerzen betroffen sind – damit zählt die Gelenkerkrankung zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Katzen. (2)

Entgegen der weit verbreiteten Annahme betrifft die Erkrankung jedoch nicht ausschließlich ältere Tiere: Bereits Katzen ab einem Alter von 2 Jahren können erste Anzeichen zeigen. (3) Arthrose kann durch ein primäres Problem am Gelenk, zum Beispiel eine Fehlstellung oder Instabilität oder auch durch übermäßige Belastung z.B. durch Übergewicht entstehen. Bei Katzen über 12 Jahren konnten sogar in 9 von 10 Fällen Anzeichen einer Arthrose im Röntgenbild festgestellt werden. (4)

„Viele Tierhalter*innen bringen Veränderungen im Verhalten ihrer Katze zunächst mit dem Älterwerden in Verbindung. Tatsächlich können dahinter aber bereits Arthrose-bedingte Schmerzen stecken.“

Dr. Christina Mayer – Medical Lead Companion Animals und Fachtierärztin für Kleintiere bei Zoetis)

Arthrose-bedingte Schmerzen richtig deuten

Während Hunde bei Gelenkschmerzen häufig steifer laufen oder betroffene Gelenke vermehrt lecken, reagieren Katzen deutlich subtiler. Ihr natürlicher Überlebensinstinkt sorgt dafür Schwächen möglichst nicht zu zeigen. Stattdessen passen sie ihr Verhalten unauffällig an – genau deshalb wird Arthrose laut einer Studie nur bei rund 18 % der betroffenen Katzen tatsächlich diagnostiziert. (5)

Wer seine Katze gut kennt, kann jedoch auch kleine Veränderungen im Alltag bemerken. Dazu gehören beispielsweise:

– weniger Spielfreude und mehr Rückzug
– vorsichtigeres Laufen oder Zögern beim Treppensteigen
– nachlassende Sprungkraft
– ein ungepflegtes Fell oder Schwierigkeiten beim Gang zur Katzentoilette
– gereiztes oder aggressives Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Katzen

Frühzeitig erkennen, gezielt handeln

Da Arthrose eine fortschreitende Erkrankung ist, spielt die frühe Erkennung eine entscheidende Rolle. Heute stehen Katzenhalter*innen innovative und gut verträgliche Therapieoptionen zur Verfügung, die in der Tierarztpraxis unter die Haut verabreicht werden und zum Teil mehrere Monate wirken.

Besonders für Katzen, die auf regelmäßige Praxisbesuche sensibel reagieren, besteht somit die Möglichkeit, stressreiche Praxisbesuche zu reduzieren und die Behandlung besser in den Alltag von Katze und Halter*in zu integrieren.

Welche Behandlung geeignet ist, sollte immer individuell entschieden und regelmäßig gemeinsam mit der Praxis überprüft und angepasst werden. Denn jede Katze entwickelt sich anders – und auch die Schmerztherapie sollte sich an ihren individuellen Bedürfnissen orientieren.

Kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken

Eine Arthrose-Diagnose bedeutet nicht, dass Katzen ihre Lebensfreude verlieren müssen. Neben der kontinuierlichen, individuell abgestimmten Schmerztherapie können auch gezielte Anpassungen im Alltag helfen, die Beweglichkeit zu unterstützen und den Alltag angenehmer zu gestalten.

Dazu zählen eine angepasste Ernährung zur Gewichtskontrolle, regelmäßige Bewegung im individuell passenden Rahmen sowie eine katzengerechte Umgebung: Leicht erreichbare Lieblingsplätze, niedrigere Liegeflächen oder Hilfen, die hohe Sprünge vermeiden, können die Gelenke zusätzlich entlasten. So können betroffene Katzen ihren Alltag wieder aktiver und unbeschwerter erleben.

Die Zoetis Arthrose-Checkliste (https://www.zoetispets.com/de-de/katze-gesundheit/arthrose-quiz/?utm_source=pr&utm_medium=b2cpressemitteilungseptember&utm_campaign=arthritis_campaign&utm_content=pressemitteilung&utm_country=de&utm_format=button&utm_screener=oa_cat) unterstützt Tierhalter*innen dabei, mögliche Anzeichen frühzeitig einzuordnen und eine erste Einschätzung zu erhalten. Bei einem Verdacht kann die Checkliste außerdem helfen, den Praxisbesuch gezielt vorzubereiten und gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt über mögliche Therapieoptionen zu sprechen.

(1: Enomoto, M. et al., Vet Rec, 2019; 2: Handbook of Small Animal Anesthesia and pain Mgt (2nd edition) page 393; 3: Godfrey, DR., et al. J Small Anim Pract, 2005.; 4: Hardie, EM, et al. J Am Vet Med Assoc,2002.; 5: Zoetis Market Research Kynetec. 2023.)

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