NEUERSCHEINUNG SEPTEMBER 2026: „Vom Überleben zur Kunst“ von Chen Qingqing

Vom Überleben zur Kunst
Chen Qingqings Kunst ist eng mit ihrer persönlichen Geschichte verbunden. Die Ausstellung verbindet Objekte, biografische Dokumentation und Film zu einem Gesamtkunstwerk. Raumgreifende Installationen und Leuchtkasten-Arbeiten zeigen eine Kunst, die stark von Materialität und von dem geprägt ist, was die Künstlerin als „körperliche Erinnerungen“ beschreibt. Eine Dokumentationswand zeichnet drei Jahrzehnte ihres künstlerischen Schaffens in Peking nach.

Die Autobiografie eröffnet dabei einen besonderen Zugang zu ihrem Werk. Sie erzählt nicht nur von einer historischen Epoche, sondern von den konkreten Erfahrungen eines Kindes und einer jungen Frau in einer Zeit, in der politische Ereignisse tief in den privaten Alltag eingriffen. Aus diesen Erinnerungen entwickelte Chen Qingqing später eine eigenständige künstlerische Sprache.
„Vom Überleben zur Kunst“ beschreibt damit nicht nur den Lebensweg einer Künstlerin. Das Buch zeigt, wie Erinnerung weiterwirken kann – und wie aus persönlichen Erfahrungen, Verlusten und Überlebensstrategien schließlich künstlerische Ausdrucksformen entstehen.

Ausstellung, Buch und Film
Die Ausstellung „Vom Überleben zur Kunst – Chen Qingqings Museum der Fantasie“, kuratiert von Bai Jing (Kiyono) und Liu Yilei, macht die Verbindung von Biografie und Kunst sichtbar. Neben den Kunstwerken dokumentiert sie drei Jahrzehnte von Chen Qingqings Schaffen in Peking. Ein begleitender Film zeichnet die prägenden Erinnerungen nach, aus denen heraus sich ihr Werk entwickelt hat.
Chen Qingqings autobiografische Aufzeichnungen erzählen von ihrer Kindheit und Jugend während der Kulturrevolution und von den Erfahrungen, die ihr weiteres Leben und ihre künstlerische Arbeit prägen sollten.
Damit ergänzen sich Ausstellung und Buch: Während die Kunstwerke Erinnerungen in Material, Raum und Licht übersetzen, gibt die Autobiografie den Erlebnissen eine persönliche Stimme.

Zum Buch:
Chen Qingqing?VOM ÜBERLEBEN ZUR KUNST?Taschenbuch, 152 Seiten?26,00 € (D), 26,50 € (A)?ISBN: 978-3-912802-02-3

Was bleibt, wenn uns alles genommen wird?
Ein Stuhl, der unter Hochspannung zu stehen scheint, und auf dessen Sitzfläche ein feines Gewebe leuchtet, das Geborgenheit verspricht. Diese Installation von Chen Qingqing auf dem Einband trägt den Titel „Zuhause“ und fängt Erfahrungen ihrer Kindheit ein, die von extremen Gegensätzen geprägt war – dem Erleben schrecklicher Geschehnisse und der Suche nach Wärme, Schutz und menschlicher Nähe.
In ihren atmosphärischen Erinnerungen erzählt die heute renommierte Künstlerin von ihrem mühevollen Weg, der sie aus der Abgeschiedenheit Pekinger Dienstresidenzen an die schlammigen Ufer ländlicher Provinzen führte, wo harte Arbeit, Hunger und Elend ihre täglichen Begleiter waren. Sie berichtet von dem Kleid, durch das sie als kleines Mädchen zum ersten Mal erfährt, was Zärtlichkeit und Schönheit bedeuten und schreibt von der tiefen Zuneigung zu ihrem Hasen Datu, von der Weisheit eines alten Meisters der traditionellen Medizin und von der Kraft, die sie fand, als sie auf sich allein gestellt um ein Zuhause für ihre sterbende Mutter kämpfte.
Mit dem präzisen Blick einer Bildhauerin setzt Qingqing die Bruchstücke ihrer Vergangenheit zu beeindruckenden Bildern neu zusammen. Schubladen, Uhrenfragmente und Katzenstimmen erzählen von einer Zeit, in der das Individuum nichts, aber menschliche Wärme alles war.
Ein tief bewegendes, hochliterarisches Memoir über die heilende Kraft der Kunst, die enge Bindung zwischen Mensch und Tier und den Mut einer Frau, sich ihre eigene Freiheit zu erschaffen.
Presse- und Ansichtsexemplare bestellen Sie bei: info@drachenhaus-verlag.com

Die Künstlerin Chen Qingqing
Chen Qingqing ist eine chinesische Künstlerin, deren Werk in besonderer Weise von Erinnerung, Materialität und persönlichen Erfahrungen geprägt ist. Über drei Jahrzehnte entwickelte sie in Peking eine eigenständige künstlerische Position. Ihr Werk verbindet persönliche Geschichte mit einer Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und historischen Erfahrungen Chinas.
„Seidene Fäden. Steinerne Wege. Vom Überleben zur Kunst“ ermöglicht nun erstmals deutschsprachigen Leserinnen und Lesern einen unmittelbaren Einblick in die Biografie, die hinter diesem künstlerischen Schaffen steht.

Vernissage und Buchvorstellung
Vom Überleben zur Kunst – Chen Qingqings Museum der Fantasie
Vernissage / Buchvorstellung / Film:?3. September 2026, 18:00 Uhr
Ausstellung:?4. September – 18. Oktober 2026?Donnerstag – Sonntag, 16:00–20:00 Uhr?oder nach Vereinbarung