In der Hansestadt Uelzen wird am Sonntag, 26. April, eine interaktive Klanginstallation im öffentlichen Raum eröffnet. Der sogenannte Flüsterbrunnen am Schnellenmarkt verbindet Kunst, Technik und Stadtentwicklung und soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gezielt erhöhen.
Das Konzept ist bewusst ungewöhnlich: Sobald sich Besucherinnen oder Besucher am Brunnen niederlassen, stoppt das Wasserspiel. Stattdessen setzt eine akustische Inszenierung ein. In insgesamt 100 „Wassergeschichten“ erzählt der Brunnen aus seiner eigenen Perspektive. Der Ort wandelt sich damit vom Durchgangsraum zu einem Platz des Verweilens.
Die Texte wurden von den Uelzener Bürgerinnen und Bürgern Jana Schröder, Anja Krämer und Christopher Thiele verfasst. Eingesprochen sind die Geschichten von Christian Steyer, dessen markante Stimme unter anderem aus der MDR-Sendung „Elefant, Tiger & Co.“ bekannt ist. Durch die einheitliche Vertonung erhält die Installation einen klaren erzählerischen Rahmen.
Der Brunnen geht auf den Künstler Georg Münchbach zurück und wurde im Zuge der Neugestaltung technisch und konzeptionell weiterentwickelt. Neben der Installation der Klangtechnik wurden auch Wasser-, Strom- und Steuerungssysteme umfassend erneuert.
Die Umsetzung erfolgte durch das Berliner Unternehmen Rotes Pferd, das auf interaktive Formate im öffentlichen Raum spezialisiert ist. Ziel ist es, Orte stärker erlebbar zu machen und die Verweildauer im Stadtraum zu erhöhen.
Der Flüsterbrunnen ist Teil der Entwicklung des Quartiers am Schnellenmarkt zu einem Kunst- und Kulturstandort. In den vergangenen Jahren wurden dort neue gastronomische Angebote geschaffen, Leerstände reduziert und kulturelle Nutzungen ausgebaut. Die Installation knüpft an diese Entwicklung an und setzt einen weiteren Impuls für die Belebung der Innenstadt.
„Unser Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der Menschen zum Innehalten bewegt und die Innenstadt nachhaltig stärkt“, sagt Alexander Hass, Betriebsleiter für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing der Hansestadt Uelzen.
Zur Eröffnung am 26. April um 14 Uhr werden neben Falk Münchbach, Sohn des verstorbenen Künstlers, auch die Autorinnen und Autoren der Wassergeschichten anwesend sein. Ebenso nimmt Sprecher Christian Steyer an der Veranstaltung teil.
In den Abendstunden wechselt die Installation in einen Nachtmodus. Die Inhalte können dann über Bluetooth mit eigenen Kopfhörern oder mobilen Endgeräten abgerufen werden.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“. Die Weiterentwicklung erfolgt über das Landesprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“.
Die Veranstaltung findet im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags statt.
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