Vom Lausitzer Braunkohlerevier nach Wien: In der Tragikomödie „Wilma will mehr“ wagt Fritzi Haberlandt als tatkräftige Wilma mit Mitte 40 einen radikalen Neuanfang. Die MDR-Kinokoproduktion von Regisseurin Maren-Kea Freese ist ab 24. Oktober in der ARD Mediathek und in der Nacht zum 26. Oktober 2026 um 0.05 Uhr erstmals im Ersten zu sehen. Große Teile wurden in Sachsen und Sachsen-Anhalt gedreht.
Elektrikerin, Maschinistin, Obst-Expertin und Optimistin: Wilma (Fritzi Haberlandt) ist eine Frau mit vielen Talenten und noch mehr Lebenserfahrung. Ende der 1990er-Jahre lebt sie mit ihrem Mann Alex (Thomas Gerber) im Lausitzer Braunkohlerevier. Doch als sie ihren Job im Baumarkt verliert und ihren Mann mit einer anderen Frau erwischt, bricht ihre bisherige Welt zusammen.
Wilma lässt ihre Heimat hinter sich und zieht zu ihrem alten Freund Martin (Stephan Grossmann) nach Wien. Mit Mitte 40 beginnt sie dort noch einmal ganz von vorn. Sie schlägt sich mit Handwerkerjobs durch, findet Anschluss an eine Bohemian-WG und landet schließlich sogar als Lehrerin in einer traditionellen Tanzschule. Zwischen Elektroinstallationen und Walzer entdeckt Wilma neue berufliche Perspektiven und gewinnt die Hoffnung zurück, dass ein Neuanfang möglich ist.
Regisseurin Maren-Kea Freese, die auch das Drehbuch geschrieben hat, erzählt mit feinem Humor und Melancholie von einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen ihren eigenen Weg sucht. Über ihren Film sagt Freese: „Mein Film spielt in einer Umbruchszeit, in der viele Weichen gestellt wurden. Hoffnung und Desillusionierung. Wilmas Weg, als Skizze eines Neuanfangs, ist eine Suchbewegung ins Heute und Morgen, Ende offen.“
An zahlreichen Orten in Mitteldeutschland gedreht
Gedreht wurde „Wilma will mehr“ im Herbst 2023 an zahlreichen Schauplätzen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zu den Drehorten gehörten u.a. Leipzig, Markkleeberg, Lobstädt, Großpösna, Weißwasser/Oberlausitz und Halle (Saale). Auch die Leipziger Kultkneipe „Frau Krause“ wurde zum Filmset und verwandelte sich für eine Szene kurzerhand in ein Wiener Lokal.
Die Tragikomödie wurde von der Leipziger Ma.ja.de. Filmproduktions GmbH in Koproduktion mit dem MDR produziert und kam im Sommer 2025 in die Kinos. Gefördert wurde die Produktion von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM), der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) sowie Creative Europe MEDIA. Beim Neiße Filmfestival 2025 wurde „Wilma will mehr“ mit dem Publikumspreis in der Kategorie Spielfilm ausgezeichnet.
MDR engagiert sich für Kinofilme aus Mitteldeutschland
Durch redaktionelle und finanzielle Beteiligungen an Kinokoproduktionen unterstützt der MDR Filmschaffende und Produktionsunternehmen in Mitteldeutschland und trägt dazu bei, Geschichten aus und in der Region für das Kino zu ermöglichen. Zugleich finden die Koproduktionen ihren Weg ins öffentlich-rechtliche Programm: Kinofilme sind in der ARD Mediathek, im Ersten und im MDR-Fernsehen wichtiger Bestandteil des Programmangebots.
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