Vor den Wahlen im Osten: / MDR-Dokus „Schwarz, Rot, Blau“ und „Land unter Druck“ im Ersten

Vor den Wahlen im Osten: / MDR-Dokus „Schwarz, Rot, Blau“ und „Land unter Druck“ im Ersten

Wie ist die Stimmung vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin? Was bewegt die Menschen vor Ort, was frustriert sie, was gibt Hoffnung? Die Dokumentationen „Fakt: Schwarz, Rot, Blau – Sachsen-Anhalt vor der Wahl“ (MDR) und „Land unter Druck – 50 Stimmen aus dem Volk“ (MDR, NDR, rbb) zeichnen ein vielschichtiges Bild gesellschaftlicher und politischer Stimmungen im Osten Deutschlands.

„Fakt: Schwarz, Rot, Blau – Sachsen-Anhalt vor der Wahl“

ab sofort in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/film/schwarz-rot-blau-wahl-sachsen-anhalt/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi83MzQyZDU1NC05OTExLTQyODQtODZjMS1iZGM3NjhlODIyZWIgMWRhMDUyYTYtNzZmMC00ODQ1LWFiM2YtYjkwMTA4ZGMwMTQ0) sowie am 1. September 2026, 21.45 Uhr im Ersten

Die Landtagswahl wirft ihre Schatten voraus. Während viele Beobachter auf den politischen Umbruch in Sachsen-Anhalt blicken, erzählt diese Reportage vom Leben auf dem Land – dort, wo auch Wahlen entschieden werden und politische Entwicklungen ganz konkret spürbar sind.

Zwischen Unzufriedenheit, Veränderungswünschen und demokratischem Engagement begleitet der Film von Christin Simon und Benjamin Arnold Menschen, die stellvertretend für viele andere stehen. Ein vielschichtiges Porträt eines Bundeslandes auf der Suche nach seinem politischen und gesellschaftlichen Kurs.

Ausgangspunkt ist eine Tankstelle in Arendsee in der Altmark: Hier lebt und arbeitet die 24-jährige Unternehmerin Marie-Josephine Landsberg. Sie hat den Familienbetrieb übernommen und sich bewusst für ein Leben in ihrer Heimat entschieden. Doch Bürokratie, hohe Kosten und eine vielerorts mangelhafte Infrastruktur prägen ihren Alltag…

Auch der Landwirt Jacques Köpke steht unter Druck. Der 28-Jährige kämpft mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und den Folgen von Ernteausfällen. Wiederholt hat er sich mit seinen Sorgen an politische Entscheidungsträger gewandt – ohne die erhofften Antworten zu erhalten.

Die Grafikdesignerin Anne Buch engagiert sich für demokratische Teilhabe und die Interessen junger Menschen in der Altmark. Sie setzt auf Dialog statt Polarisierung und möchte dazu beitragen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in politisch aufgeheizten Zeiten erhalten bleibt.

„Land unter Druck – 50 Stimmen aus dem Volk“

31. August 2026, 20.15 Uhr im Ersten sowie in der ARD Mediathek

Vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist das Land unter Druck, die Bevölkerung verunsichert, die Stimmung vielerorts mies. Wo entsteht der Frust? Was muss sich ändern? 50 Menschen erzählen, wie sie Politik erleben, was sie für ihre Region wollen, wo sich was ändern muss und welche Erwartungen sie an die Landtagswahlen haben.

Mit einem mobilen Studio sind Jan. N. Lorenzen, Emma Mack und David Holland durch den Osten Deutschlands gezogen und haben mit 50 Menschen gesprochen – darunter Prominente wie Franziska van Almsick, Claus Weselsky und Martin Brambach, aber auch Bürgermeisterinnen und Landräte, Unternehmer und Bauern, Schulleiterinnen und Klinikchefs, Engagierte in Bürgerinitiativen und einfache Wählerinnen und Wähler. Sie alle äußern sich zur aktuellen politischen Situation und erzählen von ihren Erfahrungen mit Ämtern, überbordender Bürokratie, mangelnder Transparenz bei politischen Entscheidungen, unklaren Strukturen und sich überschneidenden Zuständigkeiten. Alle setzen sich ein – für ihre Kommune, ihren Ort, ihre Gemeinde.

Doch ihr Engagement wird oft ausgebremst – zum Teil unmöglich gemacht, „weil wir uns in einem Dickicht an Vorschriften nicht mehr zurechtfinden“, sagt beispielsweise Ariane Berger, Hauptgeschäftsführerin des Landkreistages Sachsen-Anhalt, „weil Bürgerbeteiligungen im System nicht verankert und nicht gewünscht sind“, findet Sören Benn, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, oder „weil immer von Demokratie gesprochen wird und von kommunaler Selbstverwaltung. Und dann merkt man plötzlich, wie machtlos man ist“, sagt Jörg Neumann, der Bürgermeister von Dabel.

Doch es gibt Hoffnung. Einige Lösungsansätze liegen auf der Hand: mehr Transparenz und Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und den Menschen vor Ort, Bürgerbeteiligungen stärken, überbordende Bürokratie abbauen. Was wir brauchen, so fordern es viele der für diesen Film interviewten Personen, ist eine neue Kultur des Vertrauens, eine Rückverlagerung von Entscheidungen auf die Kommune als Herzkammer der Demokratie. Der Schauspieler Martin Brambach aus Dresden bringt es so auf den Punkt: „Vielleicht steht am Ende dieses Prozesses ja die Erneuerung unserer Demokratie“.

Produziert wurde die Doku „Land unter Druck – 50 Stimmen aus dem Volk“ (MDR, NDR, rbb) von der Hoferichter & Jacobs GmbH.

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:

Die Doku „Land unter Druck“ steht im ARD Vorführraum (https://www.ard.de/die-ard/ard-programmdirektion/programmpresse) zur Ansicht bereit.

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55,
E-Mail: kommunikation-desk@mdr.de

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