DER STANDARD-Kommentar „Klüger sparen“ von Eric Frey

Die Herabstufung Österreichs durch die Ratingagentur
Standard & Poorx{2588}s ist weder eine nationale Katastrophe noch
ein Grund für einen radikalen Kurswechsel. Die Finanzmärkte haben
schon seit Wochen den österreichischen Staatspapieren die Top-Bonität
entzogen, indem sie höhere Renditen verlangten. Aber der Hauptgrund
dafür ist das wirtschaftliche Umfeld, in dem Österreich liegt: Ungarn
im Osten, Italien im Süden und rundherum die krisengesch&u

„DER STANDARD“-Kommentar zu Liveübertragungen aus dem U-Ausschuss: „Sorgfalt statt schneller Show“ von Nina Weißensteiner

Warum haben Sie sich eigentlich noch nicht bei der
Millionenshow angemeldet? Weil es Ihnen vielleicht kein Geld der Welt
wert ist, sich im gleißenden Licht von Medienprofi Armin Assinger als
komplette Null vorführen zu lassen? Verständlich, denn bei einem
Totalausfall vor der Kamera würden Zigtausende zusehen – und sich
wohl noch tagelang einen Ast lachen.
Freiheitliche und Zukunftsbündler wollen nun Hals über Kopf
Liveübertragungen aus dem aktuellen Untersuch

DER STANDARD-Kommentar: „Hilfe für Ungarn mit Auflagen“ von Alexandra Föderl-Schmid

Was in Ungarn passiert, trifft Österreich voll. Wenn
Ungarn in eine Staatspleite schlittert, wäre dies für die im
Nachbarland stark engagierten österreichischen Banken eine
Katastrophe – und damit für die ganze Republik. Auch andere
österreichische Unternehmen sind durch die ungarische Steuerpolitik
betroffen. Etwa durch die Sondersteuer zum Stopfen der Budgetlöcher,
mit der der Umsatz von Energie, Telekom und Einzelhandel gestaffelt
besteuert wird.
Schon jetzt

DER STANDARD-KOMMENTAR „Nur die volle Wahrheit gilt“ von Alexandra Föderl-Schmid

Für Christian Wulff und Alexander Wrabetz trifft das
zu, was der Philosoph Ludwig Marcuse, in abgewandelter Form,
festgestellt hat: Die Wahrheiten lägen oft nicht in dem, was man
sage, sondern in dem, was man nicht sage.
Die Position des deutschen Bundespräsidenten lässt sich zwar mit
jener des Chefs des Österreichischen Rundfunks nicht vergleichen: Der
eine vertritt ein Land, der andere leitet das größte
Medienunternehmen des Landes. Aber beide nehmen es mit

„DER STANDARD“-Kommentar: „Wo das Böse lauert“ von Michael Völker

Die innenpolitischen Aufreger des vergangenen Jahres
– zumindest aus Sicht der Userinnen und User von derStandard.at –
waren Fälle, die man weitläufig mit Korruption beschreiben würde. Der
Kärntner FPK-Chef und Landesrat Uwe Scheuch wurde erstinstanzlich zu
18 Monaten Haft – sechs davon unbedingt – verurteilt, weil er für
seinen möglichen Einsatz bei der Beschaffung von Staatsbürgerschaften
eine Geldspende an die Partei als "no na part of the game"
vo

„DER STANDARD“-Kommentar zu Krise und Reformen in der Union: „Der Euro trägt Europa“ von Thomas Mayer

Unter all den Neujahransprachen, die mit dunklen
Tönen und Warnungen nicht gerade geizten, war die der deutschen
Bundeskanzlerin Angela Merkel die für Europa vermutlich wichtigste.
Auch sie bereitete ihre Landsleute auf "Rückschläge" vor. Sie deutete
harte Maßnahmen an. Aber Merkel machte auch unmissverständlich
deutlich, was für ihre Regierung 2012 trotz allem das Wesentlichste
sein wird: Berlin wird sich stärker einer gemeinsamen europäis

„DER STANDARD“-Kommentar zu Pelinka in den ORF: „Schamlos“ von Alexandra Föderl-Schmid

Kein Wunder, wenn sich ORF-Mitarbeiter verschaukelt
vorkommen – um nicht eine drastischere Formulierung zu verwenden.
Dass die Bestellung Nikolaus Pelinkas zum Bürochef des
Generaldirektors fünf Tage vor der Ausschreibung verkündet wurde, ist
mehr als eine "ein bisschen komische Optik", die der ORF-Sprecher
einräumt. Mehr als ein bisschen komisch ist, dass Kandidatinnen "zur
Hebung des Frauenanteils" aufgefordert werden, sich zu bewerben.
Dabei ist der Job

„DER STANDARD“-Kommentar: „Die Koalition im falschen Film“ von Michael Völker

Das wird was werden: Bundeskanzler Werner Faymann hat
sich, seiner Partei und dem verfreundeten Koalitionspartner am
Dienstag nach Weihnachten Disziplin verordnet. Es sollen nicht alle
wie im Hühnerstall ständig herumgackern: Steuern rauf, Steuern
runter, mehr Einsparungen, weniger Einsparungen.
Wer soll sich daran halten? Ganz sicher nicht die Koalitionsparteien.
Dort ist es doch längst ein breitenwirksamer Sport geworden, sich
anhand der geplanten Budgetkonsolidierung mit aller

DER STANDARD-Kommentar „Selbstbedienungsladen ORF“ von Harald Fidler

Alexander Wrabetz ist fulminant an seinem wichtigsten
Vorhaben gescheitert. An jenem Mantra, das er seit 2006 in jedem
Interview hervorholt. An der Glaubwürdigkeit eines unabhängigen ORF.
ORF-Journalisten und Veteranen, von Armin Wolf bis Gerd Bacher
rebellierten 2006 gegen eine zentralistisch-bürgerliche
ORF-Information. In ihrem Windschatten sammelte Alexander Wrabetz all
jene ein, die sich von der Kanzlerpartei ÖVP und ihrem ORF
geschnitten fühlten. Und Wrabetz versor

DER STANDARD-Kommentar: „Kein Diktat des Geldes“ von Alexandra Föderl-Schmid

Václav Havel war nicht nur der "samtene
Revolutionär", er war ein Visionär, der die Sehnsucht der Menschen in
Worte zu kleiden verstand und ihnen Leitlinien mit auf ihren Weg gab.
Er stand für seine Ideale ein, musste ins Gefängnis. Havel war ein
Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie – Werte, die 22 Jahre nach dem
Fall des Eisernen Vorhangs in Zeiten der Terrorbekämpfung und der
Wirtschaftskrise an den Rand gedrängt werden.
Die Massen von