Am Anfang war das doch so: Weil die Menschen nicht
schreiben und nicht lesen konnten, mussten sie ins Erzählen kommen.
Die Literatur begann mit der Konzentrationsfähigkeit, der listigen
Auffassungs- und Erfindungsgabe, dem feinen Ohr und dem guten
Gedächtnis von Analphabeten. Mythos und Kinderreim, Märchen und Lied,
Gebet und Rätsel – alles älter als die Schrift. Zur heute Abend
beginnenden Frankfurter Buchmesse kurz und bündig: Es muss ein neuer
Analphab
Und wo bleibt Hesse? Sein Gedicht "Stufen" liegt meistens vorn,
wenn Menschen in Deutschland nach ihrem Lieblingsgedicht gefragt
werden. Bei den Promis, denen Marburger Studierende die gleiche Frage
stellten, macht Rilkes "Panther" das Rennen. Sprichwörtlich gewordene
Zeilen bieten sie beide – Rilkes "Hinter tausend Stäben keine Welt"
steht Hesses "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" keinen Deut
nach. Die Sentenz macht
Die Geschichte des privaten Fernsehens ist immer
eine Geschichte der Tabubrüche gewesen. Die nackten Früchtchen, die
im Auftrag von RTL auf Quotenfang gingen, lösten einst noch Debatten
um die guten Sitten aus. Mit dem Wissen, was die Sender heutzutage
verbrechen, bleibt "Tutti Frutti" als reizender Blödsinn in
Erinnerung.
Im täglichen Sozial-Spanner-Programm werden Frauen getauscht,
Kinder vermöbelt, Hässliche umoperiert, Schwiegertöch
Warum ist die Frankfurter Buchmesse Jahr für Jahr so faszinierend
für ein sehr breites Publikum? Die Antwort zielt auf unser
Verständnis als Kulturnation: Weil in Frankfurt traditionell die
einander sonst eher widerstrebenden Kräfte Geschäft und Geist,
Bildung und Kommerz, Glamour und Sozialkritik zusammenkommen. Und
weil das Buch – oder besser das vervielfältigte Wort – nach wie vor
das Leitmedium unserer Gesellschaft ist. Alle unsere
Der Skalden wegen, die mit ihren Gesängen
das Isländische schon vor Jahrhunderten zur Kultursprache erhoben,
begreifen die Isländer die Literatur als Kulturgut. Und weil die
isländischen Autoren bis heute nicht aufgehört haben, sich
einzumischen und die Befindlichkeiten der sie umgebenden Gesellschaft
mit Humor und ernsten Absichten zu durchleuchten. Auf der Frankfurter
Buchmesse, die heute Abend eröffnet wird, präsentiert sich mit Island
ein Gastland, dess
Mit Max Riemelt, Hanno Koffler, Devid
Striesow und Bernadette Heerwagen / Till Endemann inszeniert nach
einem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt in Zusammenarbeit mit
Nikola Bock
Daniel und Ronnie sind Freunde seit Kindertagen. Jetzt gehen sie
gemeinsam mit dem gebürtigen Afghanen Emal als Zeitsoldaten an den
Hindukusch. Ihr Auftrag: den Wiederaufbau im Norden Afghanistans zu
unterstützen, durch humanitäre Hilfe Stabilität schaffen, dazu
beitragen, dass sich demok
Kann es in Stockholm mit rechten, also hundertprozentig
verschwiegenen Dingen zugehen? Wohl kaum, denken gewiss langjährige
Beobachter des Literatur-Nobelpreises. Denn ausgerechnet einen
absoluten Außenseiter des Literaturbetriebes wie den Franzosen
Jean-Marie Gustave Le Clézio will das Wettbüro Ladbrokes 2008 vor der
Bekanntgabe gewittert und ihn als Favoriten gehandelt haben? Nicht
einmal geheime Gesetze der Arithmetik halfen bei diese
Die Entscheidung aufzuhören, war ja richtig. Als
Thomas Gottschalk im Februar mitteilte, dass er nach dem
schrecklichen Unfall von Samuel Koch die Moderation von "Wetten,
dass..?" abgeben möchte, da wollte er auch die Chance nutzen, sich
selbst einen würdigen Abgang zu verschaffen. Ob die Entscheidung aber
richtig war, diesem Abschied eine ganze Abschiedstour voranzuschicken
– das darf getrost bezweifelt werden. Natürlich wäre es ein harter
Schnitt gewesen
Köln. Doping war auch in Westdeutschland ein
wesentlicher Bestandteil der sportlichen Erfolge. Das enthüllt die
ehemalige Leichtathletin Claudia Lepping (43) im Gespräch mit dem
Kölner Stadt-Anzeiger (Samstag-Ausgabe). Die viermalige deutsche
Junioren-Meisterin (100, 200 Meter im Freien sowie 60 und 200 Meter
in der Halle) sei 1986 von dem Trainer Heinz-Jochen Spilker mit einer
Versprechung für das Hammer Sprint-Modell gewonnen worden. Spilker
habe gesagt: "Hi
Ein Operndorf mitten in Afrika: Das klingt ausgesprochen
versponnen, zumal in Zusammenhang mit dem Namen Schlingensief. Wer
den Wolfgangsee mithilfe Arbeitsloser zum Überlaufen bringen will,
muss Künstler oder verrückt sein. Schlingensief hängte man beides an
und übertrug das auf sein Operndorf: Denn wie verrückt muss man sein,
um Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt mit westlicher
Hochkultur zu traktieren, wo s