Neue OZ: Kommentar zu Theater / Finanzen

Bis zur nächsten Krise?

Das Rettungspaket bringt dem Staatstheater Schwerin nur einen
Aufschub. Mehr nicht. Die strukturelle Krise bleibt. Solange das
Missverhältnis von steigenden Personalkosten und eingefrorenen
Landeszuschüssen bestehen bleibt, werden sich neue Fehlbeträge
aufhäufen. Kriseninterventionen werden dann zur permanenten
Einrichtung.

Damit ist natürlich niemandem geholfen. Jetzt kann diskutiert
werden, inwieweit Kooperationen mit anderen

WAZ: Kirchenlogik – Kommentar von Jens Dirksen

Versuchen Sie mal, Karlheinz Deschners mehrbändigen
Klassiker "Kriminalgeschichte des Christentums" beim Buchhändler
Weltbild zu bestellen. Gibt–s dort nicht. Ist ja nur logisch bei
einem Unternehmen, das zwölf katholischen Bistümern gehört. Dafür
gibt es bei Weltbild allerdings, neben über 1000 zumindest erotischen
Titeln noch viel mehr esoterische – und die "Schöpfungslüge" des
beinharten Atheisten Richard Dawkins. Das wied

Anke Engelke ist Gastmoderatorin bei ZDF-Kulturmagazin „aspekte“

Deutschlands erfolgreichste Komödiantin Anke Engelke
moderiert am Freitag, 25. November 2011, 23.00 Uhr, als Gast das
ZDF-Kulturmagazin "aspekte". "Mich interessiert immer das Innenleben
von Sachen und Menschen, die ich mag", sagt Engelke über ihr Motiv,
bei "aspekte" mitzuwirken. "Wenn ich also eine –aspekte—Sendung
moderieren darf, möchte ich wissen, wie sie entsteht, was für Leute
dahinterstecken und wieso die Sendung dann am Ende

„Battle of the Year“ in ZDFkultur / Höhepunkte der inoffiziellen Breakdance-Weltmeisterschaft

Funky Beats, fliegende Leiber und außergewöhnliche
Choreografien machten das internationale Finale des "Battle of the
Year" (BOTY) zu einem Tanz-Event der Superlative. Am Donnerstag, 24.
November 2011, 20.45 Uhr, blickt ZDFkultur-Moderator Rainer Maria
Jilg aus der Arena in Montpellier, wo am 19. November dieser Showdown
des Breakdance stattfand, zurück auf die weltweiten
Vorausscheidungen, auf das deutsche Finale, das Ende August in
Hannover ausgetragen wurde, un

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Musik / Hausmusik

Eventkultur im Kleinen

Wo von Eventkultur die Rede ist, geht es um große Zuschauerzahlen
und spektakuläre Präsentationsformen, um Kunstgenuss als
Ausnahmezustand. Das Wichtigste gerät unter den Superlativen leicht
in Vergessenheit. Das Warten vor der Blockbuster-Schau, die
Party-Stimmung in langen Nächten der Museen, der Mitternachtsverkauf
des Potter-Bandes, all das hat die Schnittmenge: Kultur als
Gemeinschaftserlebnis.

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Neue OZ: Kommentar zu Yeah!-Festival

Ein Baustein für die Kulturstadt

Das Yeah!-Festival in Osnabrück verdient mehr Aufmerksamkeit. Denn
das Festival bietet keine Konzertabende im klassischen Sinn, sondern
sucht den außergewöhnlichen Zugang zur Musik, und das hochklassig,
auf europäischem Niveau halt. Der fehlende Zuspruch offenbart indes
das Vermittlungsproblem des Festivals für Musikvermittlung. Offenbar
ist es noch nicht gelungen klarzumachen, dass sich hinter dem
sperrigen Wort keine troc

Südwest Presse: KOMMENTAR · SCHIEDSRICHTER

Der Mensch in der Nebenrolle

Fußball – die schönste Nebensache der Welt ? Nie hat sich der
Volkssport Nummer eins vom fröhlichen Motto vergangener Zeiten weiter
entfernt als in diesen Tagen und Wochen. Der Selbstmordversuch des
Bundesliga-Schiedsrichters Babak Rafati beweist einmal mehr, welch
brutaler Druck bei allen Beteiligten in diesem Balltreter-Zirkus
herrscht. Dass es ein Unparteiischer ist, der angesichts psychischer
Belastung keinen anderen Ausweg sieht, als dem

WAZ: Mehr stille Nächte – Kommentar von Gerd Heidecke

Da muss man erst einmal drauf kommen: Der
Henkel-Chef Kasper Rorsted will seinen 48 000 Mitarbeitern zum
Fest per Verbot ein E-Mail-freies Jahresende schenken. Ein Geschenk,
das erst einmal nichts kostet, außer den Mut, es zu machen.
Wahrscheinlich werden zwischen Weihnachten und Neujahr bei dem
Düsseldorfer Konzern millionenfach Mails verschickt, die einen Text
tragen wie: "Ich bin zurzeit nicht per Mail zu erreichen, da die
Unternehmensrichtlinien bis 2012 elek

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Kleist

Er bleibt eine Herausforderung

Vor 200 Jahren fand Heinrich von Kleist ein trauriges Ende. Ihm
sei auf Erden nicht zu helfen gewesen, befand der verzweifelte
Dichter. Heute erweist sich sein Werk als überraschend vital. Was
Kleist in seinem eigenen Leben zum Problem werden musste, liefert
nach wie vor spannenden Stoff zum Nachdenken, Geschichten, die von
unaufhebbaren Widersprüchen der menschlichen Existenz handeln.

Das Jubiläumsjahr zeigt ganz deutlich, dass Kleist m