Schmerz und Trauer von Opferfamilien sind von
Außenstehenden kaum zu ermessen. Es ist dennoch nachzuvollziehen,
dass die Entscheidung des Landgerichts Essen auf die Angehörigen des
im Wachkoma liegenden Gladbeckers Kevin Schwandt herzlos wirken muss.
Aus formalen Gründen nimmt sie ihnen die Möglichkeit, gegen das aus
ihrer Sicht zu milde Urteil des Jugendschöffengerichts Gladbeck in
der Berufung vorzugehen. Ein Jahr Haft mit Bewährung hatte ein
18-Jährig
Die Karte für die vielen "neuen Wege" zur Kultur, von denen die
niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka spricht, existiert
schon. Einige eingezeichnete Wege durch das Land sind zwar ausgebaut,
müssen aber finanziell gepflegt werden, dazu gehören auch die freien
Theater. Bei anderen ist die Zufahrt noch im Bau, wie bei der
"Onleihe", die bereits einige Stadtbibliotheken anbieten. Sie
ermöglichen so ihren Nutzern, im Interne
Wahrscheinlich müsste die "Titanic" ihre Papst-Fotos nicht mal
verfremden: Wenn Benedikt XVI. auf dem Cover erscheint, ist fromme
Wut sicher. Die empörten Katholiken tun dem Heft allerdings zu viel
der Ehre, allen voran der Papst selbst mit seiner taktisch dummen
Unterlassungsklage. Die inkontinenten Kusslippen-Päpste, mit denen
das Magazin in diesem Sommer Auflage macht, sind infantil, sicher
auch ehrabschneidend, als Religionskritik sind sie aber vor
Aids ist unheilbar – noch immer. Das kann man
nicht oft genug sagen. Genau deshalb müssen die
Forschungsanstrengungen unbedingt weitergeführt werden. Gerade
Deutschland zahle aber zu wenig, kritisieren Hilfsorganisationen.
Wenn Geldflüsse angesichts der Wirtschaftskrise versiegen sollten,
dann wäre das fatal. Ausgeklügelte Therapien schenken den Patienten
inzwischen eine Lebenserwartung von Jahrzehnten. Allerdings sind die
Therapien gegen Aids sehr teuer. Doch run
Baden-Baden. Die Berliner Künstler und Musiker
Boris Baltschun und Serge Baghdassarians erhalten den vom
Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2012 für Hörspiel
als Radiokunst. Sie werden für ihr gemeinsames Radiostück
"Bodybuilding" ausgezeichnet. Das Preiswerk, eine Produktion von
Deutschlandradio Kultur, wurde am 17.6.2011 gesendet. Die
Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Der
diesjährige Karl-Sczuka-F&
Aller Augen sind auf Kassel gerichtet, aber art
hat sich trotz erheblicher Risiken in Kabul umgeschaut, dem
wichtigsten Nebenschauplatz der documenta 13. Carolyn
Christov-Bakargiev, künstlerische Leiterin der Großausstellung, hat
selbst erklärt, das Herz der documenta schlage in Kabul. Für art
reisten der Autor Ingo Arend und der Fotograf Roman Mensing ins
Krisengebiet zur Eröffnung des dortigen Ausstellungsteils.
Der Ernst des Intendantenlebens hat Katharina Wagner und Eva
Wagner-Pasquier schnell eingeholt. Querelen um Kartenkontingente,
Verstimmung im Kreis der Freunde, jetzt der Tattoo-Skandal: Der
Bayreuther Festival-Kahn schlingert wie das Geisterschiff des
Holländers. Jetzt kommt noch ein Weckruf der ganz unangenehmen Art
hinzu. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) verlangt, dass der
Wagner-Clan seine NS-Verstrickung endlich aufarbeitet und dafür alle
bis
Wird London die besten Spiele aller Zeiten
erleben? Zumindest der Anfang könnte spektakulärer nicht sein. Die
Briten zeigen alles, was sie haben, Hoch-Adel und Popstars, dafür
sind sie berühmt und werden sie geliebt. Die Queen höchstselbst,
Mutter aller Königinnen, wird heute die 30. Olympischen Spiele
eröffnen und Ex-Beatle Paul McCartney seinen Mutmacher "Hey Jude"
dazu singen. Mit Charme und Sex-Appeal, mit Anmut, aber auch Demut –
so wollen
Wenn aus dem Hobbymusiker ein Berufsmusiker
wird, der davon aber weder sich noch seine Familie ernähren kann –
verfliegt dann die Leidenschaft? Viele Künstler, die es nicht an die
Spitze schaffen, verdienen nicht genug, um davon leben zu können. Ein
Engagement hier, ein Kurzzeit-Job dort: Mag die einzelne Gage auch
ansehnlich erscheinen, so ist sie für das Einkommen des Künstlers
nicht repräsentativ. Laut Künstlersozialkasse hat der
durchschnittliche deut
Die Sonne kann nichts dafür. Wer
Billigspielzeug und Schnäppchensonnenbrillen am Strand kauft, ist
selbst schuld. Es ist anstrengend, in der Hitze kühlen Kopf zu
bewahren, aber es gibt auch keine Alternative. Wer seinen quengelnden
Kindern nachgibt und ihnen ein obskures Plüschtier in die Hände
drückt, handelt fahrlässig. Fehlendes oder gefälschtes EU-Prüfsiegel
hin oder her, jedem Käufer muss auch so klar sein, dass er für
Centbetr&au